Allgemeine Berichte | 06.11.2025

Ehrung für Dr. Alexander Saftig in der Wacholderheide

Eine Eiche für die Ewigkeit

Landrat a.D. erhält Stiel-Eiche in der Heidelandschaft

Dankbar über das Geschenk zu seinem Abschied zeigte sich Altlandrat Dr. Alexander Saftig (großes Foto, links) bei der Pflanzung einer Stiel-Eiche in der Wacholderheide. Gemeinsam mit ihm freuten sich (von rechts) Landrat Marko Boos, Dagmar Menges, Leiterin der Abteilung Umwelt, Klima und Bauen, Albrecht Diefenbach von der Firma Mallmann Floristik aus Mendig sowie der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong.  Foto: Kreisverwaltung MYK/Wiebke Schaaf

Kreis MYK. Als sichtbares Zeichen des Dankes und der Wertschätzung für seine langjährige Amtszeit und sein besonderes Engagement für den Naturschutz erhielt Landrat a.D. Dr. Alexander Saftig jüngst eine ganz besondere Ehrung: Eine Stiel-Eiche (Quercus robur) wurde unweit des Traumpfades Bergheidenweg gegenüber des Heidetümpels auf dem Kindgen in der Wacholderheide gepflanzt. Die Eiche ist ein Symbol für Menschlichkeit, Wachstum, Beständigkeit und Standhaftigkeit, das perfekt die Arbeit von Dr. Alexander Saftig für den Landkreis Mayen-Koblenz widerspiegelt. Der junge Baum, der stellvertretend für nachhaltige Entwicklung und tiefe Verwurzelung in der Heimat steht, wurde gemeinsam mit Landrat Marko Boos, dem Ersten Kreisbeigeordneten Pascal Badziong sowie weiteren Wegbegleitern aus der Verwaltung gepflanzt. So entstand keine feierliche Zeremonie, sondern ein gemeinsames, bewusst zurückhaltendes Zeichen, das die Verbundenheit mit der Natur und die Wertschätzung für Dr. Alexander Saftigs Engagement unterstreicht.

Die Wahl des Pflanzortes ist dabei von großer Bedeutung, denn Dr. Saftig hat sich vor und während seiner Amtszeit intensiv für den Schutz und die Pflege der Wacholderheide eingesetzt. Er erkannte früh die Bedeutung dieser einzigartigen Naturlandschaft in der Osteifel und unterstützte maßgeblich Projekte, die den Erhalt und die nachhaltige Entwicklung der Heide sicherten. Die Pflanzung der Stiel-Eiche in der Wacholderheide repräsentiert daher nicht nur seine Amtszeit allgemein, sondern auch sein persönliches Engagement für dieses wertvolle Biotop.

Ein Symbol mit Bedeutung – Rückblick auf eineerfolgreiche Amtszeit

Landrat Marko Boos betonte die besondere Bedeutung der Stiel-Eiche als Sinnbild für Dr. Saftigs Amtszeit und seine Haltung. „Menschlichkeit, Wachstum, Entwicklung, Beständigkeit und Standhaftigkeit – all diese Werte haben Ihr Wirken im Landkreis maßgeblich geprägt. Besonders Ihr Engagement für die Wacholderheide und den Naturschutz zeugen von Ihrer tiefen Verbundenheit mit unserer Heimat. Sie haben unseren Landkreis mitgestaltet, ihm Impulse gegeben und ihn auch durch herausfordernde Zeiten sicher geführt – stets mit sicherem Stand und klarem Kompass. Diese Eiche steht symbolisch für Ihr Wirken: tief verwurzelt, wachsend und bereit, auch künftigen Stürmen zu trotzen. Sie ist ein lebendiges Zeichen Ihrer bleibenden Spuren in unserer Region.“

Dr. Saftig, der sich mit großem Engagement für die Erhaltung der Wacholderheide einsetzte, zeigte sich bewegt: „Die Wacholderheide ist mir während meiner Amtszeit sehr ans Herz gewachsen. Es freut mich sehr, dass gerade hier, an einem so besonderen Ort unserer Heimat, diese Eiche gepflanzt wurde. Sie ist ein lebendiges Zeichen dafür, dass das, was wir gemeinsam für den Naturschutz erreicht haben, weiterlebt und wächst.“

Die Wacholderheiden derOsteifel – eine einzigartigeNaturlandschaft bewahren

Die Wacholderheiden der Osteifel zählen zu den bedeutendsten und charakteristischsten Biotopen in der Region Mayen-Koblenz. Diese Landschaft entstand über Jahrhunderte durch eine besondere Landbewirtschaftungsform, die sogenannte Schiffelwirtschaft, bei der die Vegetationsdecke der Felder abgeschält, getrocknet, verbrannt und als Dünger genutzt wurde. Diese traditionelle Praxis führte zu mageren Böden, die den Lebensraum für spezialisierte Pflanzen wie den Wacholder und das Heidekraut schufen. Im Laufe der Zeit gingen die Heidelandschaften jedoch durch Aufforstung und Verbuschung stark zurück. Umso wichtiger war und ist der Schutz der verbliebenen Flächen. Dank des intensiven Einsatzes von Dr. Saftig sowie der Unterstützung zahlreicher Akteure konnte das EU-LIFE-Projekt „Schutz und Pflege der Wacholderheiden der Osteifel“ im Jahr 2005 gestartet werden. Mit einem Gesamtbudget von rund 1,4 Millionen Euro wurden wichtige Maßnahmen ergriffen, um die Verbuschung zu stoppen, die Vegetation zu verjüngen und den Lebensraum für bedrohte Tier- und Pflanzenarten zu sichern. Nach dem erfolgreichen Projektende übernahmen der Landkreis Mayen-Koblenz, die kreiseigene Stiftung für Natur und Umwelt sowie die Struktur- und Genehmigungsdirektion Nord (SGD Nord) die dauerhafte Pflege und Betreuung der Wacholderheiden. Dieses nachhaltige Engagement sorgt dafür, dass die Heide heute in einem hervorragenden Zustand ist und auch für künftige Generationen erhalten bleibt.

Naturschutz brauchtGeduld und Engagement

Der Erhalt der Heide ist eine fortlaufende und anspruchsvolle Aufgabe, die nur durch kontinuierliche Pflege gelingt. Jährlich werden maschinelle Freistellungsmaßnahmen durchgeführt, um das Überwuchern durch Brombeeren, Besenginster und andere Gehölze zu verhindern. Neben technischer Unterstützung kommen auch traditionelle Methoden wie die Beweidung mit Schafen und Ziegen zum Einsatz, die das Wachstum der Wacholder- und Heidepflanzen fördern. Ehrenamtliche Helfer der „Wacholderwacht Osteifel“ leisten zudem wertvolle Arbeit durch regelmäßige Schnittmaßnahmen. Diese sorgfältige Pflege trägt Früchte: Zahlreiche bedrohte Tierarten wie die Heidelerche, der Warzenbeißer oder der Neuntöter kehren zurück in die Lebensräume der Wacholderheide. Besonders bemerkenswert ist die natürliche Vermehrung des Wacholders: Während zu Beginn des Projekts kaum Jungpflanzen vorhanden waren, sind heute in den Naturschutzgebieten Menke-Park und Raßberg über 1.000 junge Wacholdergewächse zu finden – ein deutlicher Erfolg der langjährigen Naturschutzbemühungen.

Eine besondere Landschaft, ein wertvolles Erbe

Heute sind die Wacholderheiden nicht nur ein bedeutendes Naturschutzgebiet, sondern auch ein beliebtes Ausflugsziel für Wanderer und Naturliebhaber. Die malerische Landschaft mit ihrer typischen Flora und Fauna zieht Besucher aus der gesamten Region an. Vier sogenannte Traumpfade, darunter der bekannte Wacholderweg, führen durch die Heideflächen und bieten vor allem im Spätsommer, wenn die Heide blüht, eindrucksvolle Ausblicke. Geführte Wanderungen und der Heidegarten am Wabelsberg ermöglichen es Besuchern, die Besonderheiten dieses einzigartigen Ökosystems hautnah zu erleben.

Ein dauerhaftes Denkmal

Der junge Baum auf dem Kindgen wird künftig als lebendiges Denkmal an die verdienstvolle Amtszeit von Dr. Alexander Saftig erinnern – besonders an sein leidenschaftliches Engagement für die Wacholderheide. An seinem Standort wird eine Plakette mit der Inschrift angebracht: „Diese Eiche steht als Sinnbild für 16 Jahre Wirken mit Herz, Verstand und Leidenschaft für den Landkreis Mayen-Koblenz – und für die tiefe Verbundenheit mit seiner geliebten Wacholderheide.“ Die Pflanzung des Baumes verbindet auf eindrucksvolle Weise das Engagement für die Menschen mit dem Schutz der Natur – ein nachhaltiges Vermächtnis, das auch in den kommenden Jahrzehnten weiterwachsen wird.

Pressemitteilung

Kreisverwaltung Mayen-Koblenz

Dankbar über das Geschenk zu seinem Abschied zeigte sich Altlandrat Dr. Alexander Saftig (großes Foto, links) bei der Pflanzung einer Stiel-Eiche in der Wacholderheide. Gemeinsam mit ihm freuten sich (von rechts) Landrat Marko Boos, Dagmar Menges, Leiterin der Abteilung Umwelt, Klima und Bauen, Albrecht Diefenbach von der Firma Mallmann Floristik aus Mendig sowie der Erste Kreisbeigeordnete Pascal Badziong. Foto: Kreisverwaltung MYK/Wiebke Schaaf

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