20 Jahre Vulkanpark
Eine Erfolgsgeschichte
Pressekonferenz gab einen Ausblick auf die Vulkanpark-Saison 2016
Kretz. Rund 200 000 Besucher kamen im vergangenen Jahr in den Vulkanpark, der in diesem Jahr sein 20-jähriges Bestehen feiert.
„Als die Vulkanpark GmbH 1996 gemeinsam mit dem Römisch-Germanischen Zentralmuseum (RGZM) aus Mainz gegründet wurde, konnte niemand ahnen, dass sich der Vulkanpark zu einem international anerkannten Vorzeigeprojekt entwickeln würde. Dass haben selbst Optimisten nicht erwartet“, so Landrat Alexander Saftig auf einer Pressekonferenz im Römerbergwerk Meurin. Die Mischung aus Naturphänomen und Geschichte, Museum und Outdoor-Aktivität, Wandern in der Natur und Bildung mache die Faszination des Vulkanparks aus. So ist das beliebte Ausflugsziel Vulkanpark auch ein vom Bildungsministerium anerkannter außerschulischer Lernort. Schulkassen können sich beispielsweise im Römerbergwerk Meurin mit der antiken Technikwelt auf eine Reise in die Zeit des Kaisers Augustus begeben. „Die stetig steigenden Zahlen den Vulkanpark besuchender Schulklassen rechtfertigt die Aussage: Der Vulkanpark gibt der Heimatkunde eine Heimat, die sie im Schulunterricht verloren hat“, so Saftig.
Jörg Busch, Geschäftsführer der Vulkanpark GmbH, dankte insbesondere seinem Team sowie den vielen Unterstützern, die zur Erfolgsgeschichte des Vulkanparks beigetragen haben. „Dass es funktioniert, verdanken wir vor allem den Originalschauplätzen – was wäre ein Römerbergwerk, das mitten in Köln stünde?“, so Busch. „Ohne die charakteristischen Schlackenkegel der Osteifel wären unsere musealen Info- und Erlebniszentren schlecht platziert.
Die Eröffnung der Antiken Technikwelt am Römerbergwerk im vergangenen Jahr lockte noch einmal mehr Gäste nach Kretz. So zählte das Bergwerk in 2015 rund 13 000 Besucher, das sei ein Plus von 15 Prozent, obwohl in den Sommermonaten Juli, August aufgrund der hohen Temperaturen nur wenig los war. Die Gästezahl in den sechs Vulkanpark-Museen sank hingegen leicht auf rund 200 000. In diesen Zahlen seien jedoch die Besucher an den 17 Landschaftsdenkmälern nicht berücksichtigt. Dies seien schätzungsweise nochmals rund 100 000. Im Juni dieses Jahres erwartet die Vulkanpark GmbH den zweimillionsten Besucher seit der Eröffnung des Infozentrums im Jahr 2000 begrüßen zu dürfen.
Mit rund 60 Veranstaltungen wartet der Vulkanpark im kommenden Jahr auf. Um die Attraktivität noch mehr zu steigern, wurden im Winter nicht nur die Werbeprospekte überarbeitet. In der Antiken Technikwelt am Römerbergwerk Meurin wurde die Ausstellung verfeinert. „Es mag vordergründig an den „großen“ Neuerungen fehlen, so Busch, doch im Detail haben wir kräftig gefeilt.“ So bespielt beispielsweise „wissenschaftliches Personal“ die Rekonstruktionen der antiken Maschinen mittwochs und sonntags. Zum anderen wurde die Versorgungslage römischer Soldaten besser in Szene gesetzt. So finden sich viele Details in der Ausstellung, die den Besucher im Rahmen einer Führung auf eine Zeitreise in die Antike zur Zeit des Kaisers Augustus mitnehmen. Zusätzlich ist die Ausstellung um einen römischen Backofen erweitert worden.
Auch in Andernach, Mendig, Mayen und Kaltenengers wurde in den Wintermonaten an den Ausstellungen gearbeitet. Während an der Ausstellung „Auftakt“ im Geysir-Zentru noch bis zum 29. April gearbeitet wird, ist die neue Mainshow im Lava-Dome schon in Betrieb. Besucher der Ausstellung Terra Vulcania können dort und im angrenzenden Grubenfeld wieder den Schatz am Silbersee suchen und das Deutsche Bimsmuseum hat etwas für die jüngsten Gäste getan.
Stolz präsentierte das Vulkanpark-Team den neuen Lehmbackofen, den Archäotechniker Kuno Menchen (3.v.l) in der Winterpause gebaut hat.
Im Winter wurden die Stationen der Antiken Technikwelt für die neue Saison auf Vordermann gebracht.
Während einer Pressekonferenz stimmte die Geschäftsführung der Vulkanpark GmbH auf die kommende Saison ein. (v.l.n.r.) Landrat Dr. Alexander Saftig, Jörg Busch, Geschäftsführer der Vulkanpark GmbH, Falko Daim, Generaldirektor des Römisch-Germanischen Zentralmuseums Mainz und Holger Schaaff, Leiter des Kompetenzbereiches Vulkanologie, Archäologie und Technikgeschichte (VAT) des Römisch-Germanischen Zentralmuseums. Foto: UBU
