Remagen feiert Städtepartnerschafts-Jubiläum mit Maisons-Laffitte und Georgsmarienhütte
„Eine Erfolgsgeschichte, die für Verständigung und Freundschaft steht“
Partnerschaften wurden vor mehr als 40 Jahren besiegelt
Remagen. Doppelter Grund zum Feiern in Remagen: seit nunmehr 40, bzw. 41 Jahren pflegt die Stadt nun schon die intensiven Freundschaften zu den Partnerstädten Maisons-Laffitte (Frankreich) und Georgsmarienhütte (Niedersachsen). Delegationen aus beiden Städten, darunter immerhin 33 Personen aus dem 18 Kilometer nordwestlich von Paris gelegenen Maisons-Laffitte, waren zu diesem besonderen Anlass eigens nach Remagen gekommen, um hier ein Wochenende im Zeichen der Freundschaft zu feiern. Nach einem kurzen Auftakt am Remagener Marktplatz fand der offizielle Empfang im Arp-Museum Bahnhof Rolandseck statt, wo Bürgermeister Björn Ingendahl die Gäste im Namen der Stadt begrüßte.
„Aus Feinden wurden Freunde“
„Als überzeugtem Europäer sind mir die Partnerschaften und Freundschaften unserer Stadt ein persönliches Anliegen. Nach nunmehr 40 Jahren gilt es, diese auch in den kommenden Jahren und Jahrzehnten fortzuführen und weiter zu festigen. Frankreich und Deutschland stehen sinnbildlich für den Frieden und die Versöhnung nach Jahrzehnten des Krieges und Hasses. Aus Feinden wurden Freunde. Die Städtepartnerschaft zwischen Maisons-Laffitte und Remagen ist eine Erfolgsgeschichte, die für die Verständigung zwischen Völkern und Menschen steht – aber auch für Freundschaft, denn viele private Freundschaften sind im Laufe der Zeit entstanden. Es gibt gegenseitige Besuche und regen Austausch im offiziellen und privaten Rahmen. Das ist echte Völkerverständigung“, so Björn Ingendahl, der auch auf die Historie der am 12. August 1981 von den Bürgermeistern Dr. Pierre Dupres (Maisons Laffitte) und Hans Peter Kürten (Remagen) ebenfalls im Bahnhof Rolandseck besiegelten, seinerzeit tausendsten deutsch-französischen Städtepartnerschaft zurückblickte.
Besondere Beziehung zwischen den Vereinen und Feuerwehren
Mit Georgsmarienhütte verband Remagen schon vor 1981 eine recht enge Beziehung, immer wieder gab es gegenseitige Besuche städtischer Gremien, aber vor allem die Remagener Vereine pflegten intensive Freundschaften zu der 30.000-Einwohner-Stadt im Landkreis Osnabrück. Offiziell unterschrieben wurde der Freundschaftsvertrag dann am 11. Mai 1980 in Remagen anlässlich des Promenadenfestes, bzw. am 7. September 1980 in Georgsmarienhütte im Rahmen der zweiten Teutoburger Wald-Schau von den Bürgermeistern Ludwig Siepelmeyer (Georgsmarienhütte) und Hans Peter Kürten. Bis heute verbindet unter anderem die Feuerwehr beider Städte eine besonders tiefe Freundschaft. So waren die Feuerwehr-Kameraden aus Niedersachsen als Fluthelfer im Ahrtal aktiv, spendeten Geld und Sachgegenstände. Auch aus Maisons-Laffitte traf eine große Hilfslieferung in Remagen und somit auch im Ahrtal ein. Mit Zitaten berühmter Künstler unterstrich der Bürgermeister von Maisons-Laffitte, Jacques Myard, nicht nur die Freundschaft zwischen Remagen und Maisons-Laffitte, sondern auch zwischen Frankreich und Deutschland.
„Das ist echte Freundschaft“
Dagmar Bahlo, Bürgermeisterin von Georgsmarienhütte, freute sich über die Jubiläums-Einladung aus Remagen. „Als der Termin kam, habe ich ihn mir direkt dick im Kalender vermerkt. Mir ist es ein ganz persönliches Anliegen, die nunmehr 41-jährige Beziehung unserer beiden Städte direkt vor Ort und im direkten Austausch zu feiern. Was eine solche Freundschaft bedeutet, hat sich zuletzt auch im Rahmen der Flutkatastrophe gezeigt. Daher hat es mich sehr gefreut, dass sich die Kameradinnen und Kameraden unserer Feuerwehr direkt auf den Weg gemacht haben, um hier zu helfen. Ich bin davon überzeugt, dass die Kameradinnen und Kameraden der Remagener Feuerwehr ohne zu zögern das Gleiche getan hätten, wären wir in dieser Lage gewesen. Das ist für mich echte Freundschaft“, so Dagmar Bahlo. Den Grußworten folgten für die Gäste verschiedene Führungen durch das Arp-Museum. Das passte, wird dort doch aktuell eine dialogische Ausstellung rund um Auguste Rodin und Hans Arp gezeigt.
Jacques Myard, Bürgermeister von Maisons-Laffitte, verglich die Freundschaft zu Remagen mit Zitaten berühmter Künstler.
