Abschied in der Kindertagesstätte „Wibbelstätz“ in Hönningen
Eine Erzieherin aus Leidenschaft geht in den Ruhestand
Auch die Vorschulkinder verlassen die Einrichtung
Hönningen. Bevor es in die Sommerferien ging und die Gruppe der Vorschulkinder endgültig die Einrichtung verlässt, waren alle Kinder der Kindertagesstätte „Wibbelstätz“ in Hönningen mit ihren Eltern zum gemeinsamen Abschlussgottesdienst auf der Wiese eingeladen. Die Erzieherinnen hatten gemeinsam mit der Leiterin die Geschichte von der Arche Noah ausgewählt, die sie während des Gottesdienstes mit den Kindern vorführten, wobei Pastor Volker Dupont mit einbezogen war. Zum Abschluss segnete Dupont die Vorschulkinder und wünschte ihnen einen guten Start in der nun folgenden Grundschule in Ahrbrück.
Aber es waren nicht nur die Kinder, die sich aus der Kindertagesstätte verabschiedeten, auch für Erzieherin Anne-Marie Kunert ging ein Lebensabschnitt voll mit schönen Erinnerungen zu Ende. Noch mit einer Gruppe im damaligen Kindergarten Hönningen hatte Kunert vor 31 Jahren mit Anneliese Borgmann angefangen. Ab dem Jahr 1989 wurde es dann schnell voller, und der Kindergarten wuchs mit fast 50 Kindern auf zwei Gruppen, die von drei Erzieherinnen und einer Praktikantin betreut wurden. Nach einem weiteren Anbau für den Turnraum und den neuen Waschraum war auch das neue Erzieherteam perfekt, das sich mit Annegret, Anne-Marie, Anneliese und Annemie selbst auch scherzhaft den „Annegarten“ nannte.
Unter der Leitung von Annemie Ulrich wurde das Team immer größer, zeitweise waren es zehn Mitarbeiterinnen. „Jetzt waren es noch neun, und nach den Ferien sind wir dann nur noch acht“, so war es von der Leiterin bei der Verabschiedung von Anne-Marie Kunert zu hören. In mehr als drei Jahrzehnten ist im Kindergarten Hönningen bis zur Kindertagesstätte „Wibbelstätz“ viel passiert, das in Erinnerung bleiben wird. Neben vielen Auszeichnungen und Preisen gehört der Bundessieg bei „Forschergeist 2016“ zu den herausragenden Projekten, auf die Kunert als Erzieherin mit Stolz zurückblicken kann. Auch Ortsbürgermeister Hans-Josef Weber als Träger der kommunalen Einrichtung dankte der engagierten Mitarbeiterin und Erzieherin aus Leidenschaft, die ihren Beruf in der Berufung gelebt hat, mit einem Geschenk und wünschte alles Gute für die Zukunft im Rentnerleben. Die Kinder verabschiedeten sich bei der beliebten Erzieherin mit einem Singstück, bei dem die weißen Taschentücher zum Winken und Tränentrocknen zum Einsatz kamen.
UM
Der Gottesdienst auf der Wiese der Kindertagesstätte stand im Zeichen der Geschichte von der Arche Noah, die von den Kindern aufgeführt wurde.
