Allgemeine Berichte | 18.07.2017

Vielfältige Kunst im Atelier MOJA in Niederbachem

Eine Idee zu Europa

Monique Jacquemin, Michael Ansorge, Marlene und Hans Joachim Peters sowie Jurij Malachov.  Gemeinde Wachtberg

Niederbachem. Was haben schlafende Leute, die Siegaue und der Brexit gemeinsam? Auf den ersten Blick nichts, aber im Atelier MOJA in Niederbachem brachte die Künstlerin Monique Jacquemin während der 11. Wachtberger Kulturwochen all dies zusammen.

In ihren Arbeiten aus Acryl sowie aus einer Mischtechnik, die mittels Wachs interessante Strukturen ins Acryl zaubert, fängt Monique Jacquemin am liebsten Momentaufnahmen von Menschen ein. Erlebtes mit Familienmitgliedern und Freunden dient ihr dabei als Vorlage. Auch wenn die Personen nicht zu erkennen sind, so spürt man doch in den Bildern jenen sehr privaten Augenblick. Sei es das einladende Lächeln auf einem Porträt, zwei Personen, die auf einer Wiese die erste warme Frühlingssonne genießen, oder schlafende junge Leute… es sind solch private Szenen, die die Künstlerin auf berührende Art einzufangen und wiederzugeben versteht.

Neben der Gastgeberin zeigten auch wieder einige Gastkünstler ihre Arbeiten. Marlene Peters stellte Aquarelle aus. Sie hatte sich den Jahreszeiten gewidmet, zeigte Landschafts- und Blumenbilder, Angler an der Sieg sowie weitere Impressionen von der Siegaue. Lustig auch ihre „Fahrradbilder“, mal lehnt eines an der Hauswand, mal steht eines am Rheinufer.

Hans Joachim Peters, verwendet vorwiegend Pastellkreide, zum Teil auch in Mischtechnik mit Acryl. Landschaften setzt er sowohl naturalistisch als auch frei um. Großformatige, realistische Darstellungen von Tieren aus dem alpinen Raum, Bergziegen, Kühe und Murmeltiere, stehen dabei kleinformatigen Arbeiten gegenüber, bei denen es ihm mehr auf die Stimmung ankommt, die von der abgebildeten Szene, wie Bäume, das Rhein- und Siegufer, ausgeht.

Installationen in der Scheune

Michael Ansorge hatte wieder die große Scheune bespielt. Nicht zu übersehen war der kopfüber aufgehängte Baum. Ein Symbol für das Entwurzeltsein, so Ansorge, sowohl das persönliche, menschliche als auch das der EU, was er mit der auf dem Boden liegenden Flagge Großbritanniens andeutete. „Idee zu Europa?“, fragte Ansorge dann auch und bot den Gästen Kärtchen an, auf denen diese ihre Gedanken dazu aufschreiben und an den Baum heften konnten. „Odyssee“ hat er eine weitere großräumige Installation benannt. Ein großes Segel, ein Erinnerungsstück an sein einstiges Boot, hat Ansorge als langen Weg drapiert und stellenweise mit dicker Kordel gebunden. Auch hier hatte er beides im Sinn, das Verbunden- aber auch das Gefesseltsein nicht nur jedes Einzelnen, sondern auch Europas, ja der Menschheit schlechthin.

Zur Vernissage unterhielt der russische Gitarrist Jurij Malachov mit bekannten Popsongs ganz wunderbar die Gäste, zu denen auch eigens aus Frankreich angereiste Familienangehörige der Gastgeberin zählten. Mehrere Nationen, gemeinsam gefeiert … die Idee Europas. Pressemitteilung der

Gemeinde Wachtberg

Eine Idee zu Europa

Monique Jacquemin, Michael Ansorge, Marlene und Hans Joachim Peters sowie Jurij Malachov. Fotos: Gemeinde Wachtberg

Artikel melden

? Vielen Dank! Ihre Meldung wurde erfolgreich versendet.
? Es gab einen Fehler beim Versenden. Bitte versuchen Sie es später erneut.
Bildergalerien
Imageanzeige
Anzeigenauftrag #PR106350-2026-0366#
Anzeige Number One Sports
Auszubildende:r im Bereich Fachkraft für Veranstaltungstechnik
Titel
Anzeige KW 25
Empfohlene Artikel
Die vulkanische Geschichte der Eifel lässt sich im Lava-Dome spielerisch entdecken. Foto: Dominik Ketz
55

Wer glaubt, Vulkane gäbe es nur auf Island oder in Italien, hat die Rechnung ohne die Eifel gemacht. Im Lava-Dome in Mendig wird schnell klar: Auch hier ging es einst verdammt heiß her! Das Deutsche Vulkanmuseum entführt seine Besucher auf 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte. Klingt staubtrocken? Von wegen! 700 Quadratmetern und zwei Etagen in eine Welt voller Feuer, Lava und spannender Erdgeschichte.

Weiterlesen

In der ehemaligen Ahrweiler Synagoge diskutierten (von links) Nick Falkner, Ulrich van Bebber, Susanne Bell und Dr. Martin Wein.
244

Bad Neuenahr-Ahrweiler. Wie hat die Flut den Zusammenhalt im Ahrtal verändert. Welche Konflikte bestehen noch? Wo trägt bürgerschaftliches Engagement weiterhin? Wo brauchen Menschen, Vereine und Kommunen mehr Unterstützung? Und was muss Politik aus dieser Katastrophe lernen, damit Warnketten funktionieren, Zuständigkeiten klar sind und der Staat im Krisenfall schneller handeln kann?

Weiterlesen

BLICK aktuell-Bilderrätsel: Folge 11
137

Jede Woche präsentieren wir Euch einen neuen Schnappschuss aus dem BLICK aktuell-Land. Die Bilder zeigen bekannte Orte, besondere Details oder überraschende Perspektiven aus der Region – doch nicht immer ist auf den ersten Blick erkennbar, was genau zu sehen ist.

Weiterlesen

Weitere Artikel
Trotz der Hitze: gute Stimmung und Gespräche beim fairen Frühstück vor dem Andernacher Rathaus
120

Fairtrade Frühstück Andernach

Fairtrade Frühstück in Andernach

Andernach. Mit einem fairen Frühstück vor dem Historischen Rathaus hat die Stadt Andernach erneut ein sichtbares Zeichen für mehr globale Gerechtigkeit und nachhaltigen Konsum gesetzt. Zahlreiche Bürgerinnen und Bürger nutzten die Gelegenheit, gemeinsam zu frühstücken und dabei mehr über die Bedeutung fair gehandelter Produkte zu erfahren.

Von Hans-Georg Hansen aus Andernach

Weiterlesen

Symbolbild.
499

Feuerwehr im Großeinsatz: Brand bleibt unter Kontrolle, Nachlöscharbeiten laufen

20.06.: Großbrand in Niederzissen: Feuerwehr verhindert Flammenübergriff

Niederzissen. Am 19. Juni 2026 geriet ein holzverarbeitender Betrieb im Bereich "Im Stiefelfeld" in Niederzissen in Brand. Um 22:50 Uhr wurde die Feuerwehr alarmiert. Bei ihrem Eintreffen stand das Gebäude bereits in Vollbrand, und rund 110 Feuerwehrleute sowie andere Hilfsorganisationen nahmen den Kampf gegen die Flammen auf.

Weiterlesen