Eifelverein Remagen
Eine Wanderung mit Fernsichtüberraschung
Remagen. Großes Rätselraten bei der Wanderung des Remagener Eifelvereins vom Rodder Maar nach Königsfeld. Der Weg führt weitgehend über freies Feld auf der Höhe. Normalerweise sieht man dann am Horizont vom Nordosten bis Südosten Siebengebirge und Westerwald. Jetzt aber tauchten hinter dem Siebengebirge plötzlich ganz unbekannte Höhenzüge auf, eindeutig höher als selbst der Ölberg, der es immerhin auf 460 m über NN bringt. Spaßvögel wollten schon den Ural erkennen, aber es waren die Berge im Bergischen Land, dessen höchste Erhebung der Homert bei Gummersbach 519 m aufweist. Rechts davon, das Ebbegebirge, steigt sogar bis 663 m an. Normalerweise kann man diese Berge von Standorten im Kreis Ahrweiler nicht sehen. Die Fernsicht an diesem Tag war aber wirklich außergewöhnliche gute 100 km weit. Königsfeld war der Wendepunkt des Rundweges. Auch wenn der Ort seine im Mittelalter erworbenen Stadtrechte nicht mehr wahrnimmt, die Heimatliebe der Bewohner ist umso ausgeprägter. An vielen denkmalgeschützten Häusern wird deren Geschichte und Funktion in früherer Zeit auf Tafeln erläutert. Am anschaulichsten aber ist das detaillierte Stadtmodell in der Kirche, einschließlich der das Ortsbild früher prägenden Wasserburg. Der Vinxtbach, diese politische Grenze zu Römerzeiten zwischen Ober- und Niedergermanien, wurde wiederholt überschritten. Vorbei an Stucksberg und Burglei ging es im großen Bogen zum Aussichtsturm Weiselstein und zurück zum Rodder Maar.
