Allgemeine Berichte | 04.11.2021

Freiwillige Feuerwehr Dieblich

Eine besondere Übung in Coronazeiten

Die Freiwillige Feuerwehr Dieblich bei ihrer Objektübung.Fotos: Freiwillige Feuerwehr Dieblich

Dieblich. Für die Dieblicher Wehr fand eine, in Corona Zeiten doch schon besondere, Übung statt. Oliver und Jochen Kries hatten ihr Firmengelände auf dem Dieblicher Berg hierfür zur Verfügung gestellt und Wehrführer Björn Diehl hatte ein entsprechendes Szenario vorbereitet. Auch die Drehleiter aus Kobern-Gondorf rückte zur Übung an.

Nachdem die Mannschaft auf die Fahrzeuge eingeteilt war, rückte man ab zum Übungsobjekt. Hier stellte sich die Lage für die ersteintreffenden Kräfte wie folgt dar: Die beiden Eigentümer standen auf dem Firmenhof und berichteten, dass zwei Auszubildende im Werkstattbereich geschweißt haben, die Werkstatt völlig verraucht und die beiden Personen vermisst seien. Der Gruppenführer hatte durch die bereits auf der Anfahrt erkennbare Rauchentwicklung einen Einsatz mit Bereitstellung angeordnet. Der Angriffstrupp, der sich bereits auf der Anfahrt mit Atemschutz ausgerüstet hatte, machte sich am Eingang zur Werkstatt bereit.

Der Gruppenführer und sein Melder erkundeten zwischenzeitlich weiter die Lage. Hierbei konnte eine vermisste Person auf dem Dach des Gebäudes entdeckt werden. Sofort wurde die nachgerückte Drehleiter in Stellung gebracht, um die Person von dem Dach zu retten. Da die Drehleiter an diesem Abend nur mit einem Maschinisten besetzt angerückt war, musste der Korb mit Kameraden der Dieblicher Wehr besetzt werden - eine Vorgehensweise, die durchaus in einem Einsatz denkbar ist.

Da zwischenzeitlich sowohl die Wasserversorgung vom Hydranten aufgebaut war und auch der Wassertrupp als Sicherheitstrupp zur Verfügung stand, konnte der Angriffstrupp ins Gebäude vorgehen, um die zweite Person zu suchen. Da zwischenzeitlich bekannt war, dass sich auch noch mehrere Gasflaschen in der Werkstatt befanden, wurde noch ein zweiter Atemschutztrupp ins Gebäude geschickt.

Während weitere Teile der Mannschaft ein provisorisches Becken aus Steckleiterteilen aufbauten und mit Wasser befüllten, um die Gasflaschen dauerhaft kühlen zu können, war es den Trupps im Gebäude gelungen, die Person zu finden und nach draußen zu bringen. Hier wurde sie genau wie die zuvor vom Dach gerettete Person betreut und erstversorgt.

Zügig konnten nun auch der entstandene Brand gelöscht und die Gasflaschen zur weiteren Kühlung nach draußen gebracht werden. Abschließend wurde der auf der Drehleiter verlastete Lüfter in Stellung gebracht und die Werkstatt belüftet sowie vom Rauch befreit. Somit konnte Wehrführer Björn Diehl die Übung als beendet erklären. Im Rahmen der Abschlussbesprechung gab Jochen Kries noch einige wichtige Informationen zum Thema Photovoltaik, mit dem man bei dem Objekt ebenfalls konfrontiert war.

Alle Teilnehmenden fanden es schön, dass nach langen und vielen coronabedingten Einschränkungen solche Übungen wieder möglich sind.

Pressemitteilung der

Freiwillige Feuerwehr Dieblich

Eine besondere Übung in Coronazeiten

Das Gebäude war stark verraucht.

Das Gebäude war stark verraucht.

Die Freiwillige Feuerwehr Dieblich bei ihrer Objektübung.Fotos: Freiwillige Feuerwehr Dieblich

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