Osterkonzert des Blasorchesters Altenahr
Eine musikalische Weltreise begeisterte das Publikum
Altenahr. Das Blasorchester Altenahr hatte auch dieses Jahr wieder zu einem Konzert am Ostersonntag in den Festsaal des Altenahrer Winzervereins eingeladen. Die Resonanz beim Publikum war groß, der Saal bis auf den letzten Platz gefüllt.
Beim Stichwort Blasorchester mag mancher an Dicke-Backen-Musik denken, die Altenahrer haben aber sehr viel mehr zu bieten.
Der Abend war eine musikalische Weltreise mit Stationen in Italien, Argentinien, Kuba und den USA.
Nach einer kurzen Begrüßung durch den Vorsitzenden Wolfgang Mönch zeigte zu Beginn der Nachwuchs sein Können. Unter der Leitung von Heike Blattner spielte das Jugendblasorchester „Superstition“ von Stevie Wonder und „Don’t cry for me Argentina“ aus dem Musical „Evita“. Ohne Zugabe ließ man die sieben Mädchen und Jungen aber nicht gehen.
Dann zog das Blasorchester Altenahr ein und füllte die Bühne. Unter Leitung von Dieter Bergmann ging es los mit einer Reise nach Bella Italia. In einem Potpourri erklangen viele bekannte Lieder, die man mit dem Land verbindet. Weiter ging es mit Stücken aus dem Musical „La La Land“.
Danach folgte eine Ehrung für langjährige Mitglieder des Blasorchesters Altenahr. Der Vorsitzende des Kreismusikverbands Christoph Schnitker überreichte zusammen mit Martina Röhm die Ehrennadel an Manfred Biewer für sein 30-jähriges Engagement. Rolf Gasper und Josef Pfaffenholz wurden mit dem Ehrenbrief des Landesmusikverbands für 40 Jahre aktive Teilnahme am Musikleben geehrt. Den Ehrungen entsprechend wurde das Stück „Wir leben Blasmusik“ gespielt.
Von Ennio Morricone bis Udo Lindenberg
Dann standen Klassiker der Filmmusik wie „Spiel mir das Lied vom Tod“ und „Der Pate“ auf dem Programm, begleitet von einem Duell zweier Revolverhelden als schauspielerische Einlage. Nach einem gefühlvollen Walzer, komponiert von Peter Leitner, mit dem vielsagenden Titel „Liebe auf den ersten Ton“ bekam der bekannteste Hut Deutschlands seinen Auftritt. In einem Medley wurden die bekanntesten Hits von Udo Lindenberg präsentiert. Der Bogen spannte sich von der „Andrea Doria“ über „Rudi Ratlos“ bis hin zum „Sonderzug nach Pankow“.
Premiere hatte an diesem Abend das Saxophon-Ensemble des Blasorchesters Altenahr. Die zwölf Damen und Herren spielten „Raindrops are falling on the head“ in einem Arrangement, wie man dieses Lied bislang noch nicht gehört hat.
Die Weltreise ging weiter nach Colorado mit einer stimmungs- und eindruckvollen musikalischen Beschreibung des Westens der USA. Dort blieb man noch mit dem „St. Louis Blues March“, der mit seinen starken Rhythmen die mittlerweile ohnehin schon begeisterte Stimmung im Saal weiter anheizte. Die Fortsetzung fand ein gutes Stück weiter südlich statt. Mit „Havanna“, dem Sommerhit 2017, wurde mit kubanischen Rhythmen echtes Latin-Feeling erzeugt. Der Beatles-Klassiker „Hey Jude“ sorgte noch einmal für eine zündende Stimmung im Saal. Das ganze Publikum sang laut und enthusiastisch mit und wollte damit nicht aufhören. Den Schluss- und Höhepunkt setzte ein, so das Programmheft, „fettes Potpourri“ der kölschen Band Querbeat. Ein restlos begeistertes Auditorium war kaum zu bremsen und forderte Zugaben, die es auch bekam.
Verein hat keine Nachwuchssorgen
Das Osterkonzert des Blasorchesters bescherte dem Publikum einen besonderen Abend. Und es war bestimmt nicht der letzte Auftritt der 40 Musiker im Alter zwischen zehn und 75 Jahren. Wie Heike Blattner nach der Darbietung des Jugendorchesters erläuterte, betreibt der Verein systematische Nachwuchsförderung, die bereits in frühester Kindheit ansetzt. Um künftige Mitglieder muss sich das Blasorchester Altenahr also keine Sorgen machen.
Die Jubilare (von links) Thomas Pfaffenholz, Rolf Gasper, Manfred Biever.
Premiere am Ostersonntag: das Saxophon-Ensemble.
