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Chef der Koblenz-Touristik plant Zipline als touristischen Hotspot in Koblenz

Eine neue Attraktion: Mit 100 km/h über den Rhein fliegen

Seilrutsche soll Marke der Stadt Koblenz überregional bekannt machen

20.08.2019 - 15:00

Koblenz. Für ihn ist es ein Projekt, das zum Stellen der touristischen Weichen für die Stadt Koblenz von großer Bedeutung ist. Claus Hoffmann, Geschäftsführer der Koblenz-Touristik hat mit seiner Idee einer sogenannten Zipline nicht nur Begeisterungsstürme ausgelöst. Das Vorhaben einer innerstädtischen Seilbahnrutsche hat bereits in seinem Anfangsstadium für Diskussion gesorgt. Im Interview mit BLICK aktuell spricht Hoffmann über die aktuellen Planungen einer Attraktion mit großer Strahlkraft.


Von den Alpen an den Rhein


Eine Zipline, zu Deutsch Seilrutsche, kennen die Meisten wohl aus ihrer Kindheit vom Spielplatz. Claus Hoffmann zeigt, dass es auch eine Nummer größer geht. Seine Idee, die Aussichtsplattform der Festung Ehrenbreitstein mit der Dachterrasse des Forum Confluentes mittels Drahtseil zu verbinden.

„Das beinhaltet natürlich auch und setzt unheimlich viele Genehmigungen voraus und auch die Welterbe-Verträglichkeit, die Verträglichkeit des kulturellen Erbes, das sind alles Prüfungen, die jetzt anstehen und laufen“, berichtet der Chef der Koblenz-Touristik.

Es ist die einmalige Kulisse bestehend aus Mittelrheintal, Deutschem Eck und Mosel, die diese Attraktion zu etwas Einzigartigen machen würden. Mit bis zu 100 km/h über Koblenz schweben und die Stadt aus einer ganz anderen Perspektive erleben.Eine Zipline in den Alpen hatte Hoffmann dazu inspiriert sich mit der Materie intensiver zu beschäftigen und das aus gutem Grund.

„Im Tourismus locken sie Menschen aus der Region, national wie auch international in die Stadt und das gelingt eben mit unterschiedlichen Faktoren. Teilweise aus historischem Interesse, teilweise aus Wein- und Genuss-Interesse und so eine Zipline ist eben etwas Modernes und etwas das auch in der Form außergewöhnlich ist“, so Hoffmann.

Der Touristiker möchte mithilfe dieser neuen Attraktion am Image der Stadt schrauben. Laut Hoffmann sei die bestehende DNA der Stadt durch die touristische Brille betrachtet nicht so innovativ.

„Koblenz hat schon sehr sehr viel zu bieten. Wir sind schon relativ stark im Bereich Mountainbike aber jetzt so eine Zipline, die ich im Bereich Action, Sportaction, Freizeitaktivität einordne, da gibt es noch nicht so viel.“

Der Touristiker setzt darauf, dass eine solche Attraktion auch tendenziell jüngere Generationen anspricht und dabei hilft die Stadt Koblenz als Marke auch überregional bekannter zu machen.


Deutschlandweit einmalig


Die neue Attraktion als innovativer und touristischer Hotspot, der Touristen ein spektakuläres Erlebnis bietet. Hoffmann gibt zu, dass die Umsetzung einer solchen Idee noch vor 20 Jahren undenkbar gewesen wäre. Doch um auf dem Parkett des Tourismus langfristig im Wettbewerb mit anderen Städten bestehen zu können, ist es für Hoffmann wichtig mit Visionen an die Öffentlichkeit zu gehen und den Mut zu haben, auch solche Dinge zu wagen.

Erfahrungswerte zu einer innerstädtischen Seilrutsche dieses Formates gibt es nicht, denn die von Hoffmann angestrebte Zipline wäre deutschlandweit einmalig. Mit der Planung einer Seilrutsche über eine Bundeswasserstraße und über bebautes Gebiet betritt man in Deutschland absolutes Neuland. Ein Grund mehr, für den Leiter der Koblenz-Touristik, das Projekt umzusetzen: „Strategisch müssen wir uns auch mal in Gefilde vorwagen, die eben außergewöhnlicher sind und die Koblenz bekannter machen.“


Emotionales Erlebnis mit der Stadt Koblenz verbinden


Die neue Attraktion soll „die Stadt mit einem ganz außergewöhnlichen Erlebnis emotional aufladen“, wie es Hoffman beschreibt.

Für eine Stadt wie Koblenz sei dies genauso wichtig, wie für ein Produkt, das man vermarkten möchte. Eine Zipline quer über den Rhein würde damit ein Erlebnis bieten, das es nur hier gibt. Die nun aufkommenden Fragen erinnern Claus Hoffmann an die Anfänge der Seilbahn-Planungen. Aktuell laufe die technisch-rechtliche Prüfung für die Zipline. Bedenken hinsichtlich der Sicherheit oder der Umweltverträglichkeit gibt es keine. Die Attraktion wäre völlig emissionsfrei, da es keinen Antrieb gibt. Die Gefahr, dass sich die Stadt so langfristig hin zu einem Erlebnispark entwickelt sieht Hoffmann nicht. Die neue Attraktion solle sich viel mehr in die vorhandene Infrastruktur einfügen und die bestehenden Konzepte ergänzen. So könnten die Menschen mit der Seilbahn zur Festung fahren und mit einem Kombi-Ticket die Festung Ehrenbreitstein besuchen und später die Zipline verwenden. Als sogenanntes Ringticket wäre somit eine Integrierung aller ringsherum bestehenden touristischen Einrichtungen denkbar.


Das große Fragezeichen


Die Planungen der Zipline finden natürlich unter der Berücksichtigung vieler Faktoren statt.

„Es geht ja auch darum, dass wir ein kulturelles Erbe zu achten haben und unter anderem sind wir im Welterbe Oberes Mittelrheintal und das gilt es ganz klar zu berücksichtigen und vor dem Hintergrund stellt sich natürlich auch die Frage, in welchem Zeitraum wird diese Zipline installiert. Wird das so wie die Seilbahn über viele Jahre oder sprechen wir über einen gewissen Zeitraum, um eben diese Welterbe- als auch kulturelle Erbe-Verträglichkeit zu gewährleisten.“

Die Frage der Finanzierung ist für Hoffmann nebensächlich, in der Regel sei es so, dass sich diese Investitionen schnell wieder amortisieren. Genaue Zahlen hinsichtlich der Kosten konnte der Chef der Koblenz-Touristik nicht nennen.

„Das was ich Ihnen sagen kann ist, dass die Ziplines, die schon bestehen sich tragen.“


Ziel bis 2022 angepeilt


Aktuell finden Gespräche statt, ob der Rheinland-Pfalz-Tag im Jahr 2022 in Koblenz stattfinden kann. Für Claus Hoffmann wäre dies ein idealer Anlass eine solche Attraktion anlässlich der Feierlichkeiten des 75-jährigen Jubiläums des Landes Rheinland-Pfalz vorzustellen. Ob die Zipline genau auf dieser Strecke und wie lange diese installiert wird, sind beides Punkte, die für Hoffmann noch nicht endgültig festgelegt sind.


Mut zur Innovation


Claus Hoffmann lässt keinen Zweifel daran, dass es ihm sehr wichtig ist, eine Zipline als neue und spektakuläre Attraktion in Koblenz zu schaffen. In wieweit der Geschäftsführer der Koblenz-Touristik hierbei auch auf die Unterstützung aus der Stadtpolitik hoffen kann, ist noch unklar.

Der Touristiker wagt einen aus seiner Sicht unvermeidbaren Schritt, um eine Verjüngung des Stadt-Images herbeizuführen.

Von einigen als Quatsch oder Klamauk abgetan, zeigt diese Idee doch auf eindrucksvolle Weise, dass es am Anfang immer einen Menschen braucht, der für seine Vision eintritt, um etwas Innovatives und Einzigartiges auf den Weg zu bringen. Dass sofern es irgendwann Realität werden sollte, ein neues touristisches Highlight in Koblenz schafft und zur Weiterentwicklung der Stadt insbesondere im Bereich der Innovationen beitragen würde.

CF

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22.08.2019 19:37 Uhr
Juergen Mueller

Keine anderen Probleme? Aber wenn schon, dann aber auch Rhein in Flammen- beleuchtet natürlich.



20.08.2019 17:37 Uhr
Uwe Klasen

"Eine neue Attraktion: Mit 100 km/h über den Rhein fliegen" --- Gute Idee, warum nicht, macht bestimmt viel Spaß und Koblenz könnte man sich komplett neu erschließen.



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Helmut Gelhardt:
Frau Demut wirft hier Nebelkerzen! Die EU-Forderungen sind richtig und müssen zum Schutz der Menschen erfüllt werden! Unterstützen Sie die Landwirte (konventionelle und biologische Landwirtschaft) lieber gegen die unsinnigen Freihandelsabkommen wie zuletzt JEFTA (EU mit Japan) und das Mercosur-Freihandelsabkommen (EU mit Brasilien, Argentinien, Uruguay, Paraguay, Venezuela). Diese Freihandelsabkommen schädigen in der EU und den sog. Partnerländern extrem die Umwelt (z.B. Abholzung von Regenwald für noch mehr Massentierhaltung) und beeinträchtigen extrem die finanzielle Wettbewerbsfähigkeit im real existierenden Neoliberalismus (marktextremistischer Kapitalismus) aller Landwirte, die NICHT der Agrarindustrie zuzurechnen sind. Diese Landwirte sind Spielball der Agrarindustrie hier wie dort!Wer die Freihandelsabkommen befürwortet, opfert die Landwirte außerhalb der Agrarindustrie gerade den ungezügelten Profitinteressen dieser Agrarindustrie und er/sie opfert die Umwelt dem Mammon! 'C'
Karsten Kocher:
Frau oder Herr Wally Karl, wenn man sich den bisherigen politischen Aktionismus des rheinland-pfälzischen AfD-Landesvorsitzenden Michael Frisch, auch aus seiner Zeit vor der AfD, genauer ansieht, dann paßt die Einstufung christlich-radikal schon. Und wenn man sich die aktuellen Beiträge des Vereins DEMOS e.V. zu den Herren Schäfer und Salka von der AfD Westerwald anschaut, dann zeigt es deutlich, wie stark sich das extrem rechte Gedankengut im AfD-Kreisverband Westerwald schon festgesetzt hat.
Wally Karl:
Die unqualifizierte Einstufung von AfD - Politikern als rechtsradikal ist einigen Kommentatoren noch nicht genug. Als Steigerung wird jetzt neu der völlig abstruse Begriff christlich - radikal verwendet, was immer das auch heißen soll. Aus dem Geschichtsverständnis heraus könnte man höchstens die Kreuzritter als christlich - radikal bezeichnen.
Wally Karl:
Für den geneigten Leser entsteht der Eindruck, das Patrick Baum sich beruflich mit Hass und Hetze beschäftigt. Nicht anders ist seine ständige einseitige Kommentierung zu erklären und wenn es dann noch um die AfD geht läuft er zur Hochform auf. Hatten wir nicht in dieser Gesellschaft beschlössen uns von Hass und Hetze zu distanzieren um eines friedlichen Zusammenlebens willen?
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