Allgemeine Berichte | 10.04.2017

„Filmreifes“ Konzert des Chores Musica Miellahno

Eine perfekte musikalische und emotionale Mischung

45 Sängerinnen und Sänger von „Musica Miellahno“ und ein gut 20 Kinder umfassender Chor des Kindergartens Frücht auf der Bühne und sangen – musikalisch unterstützt von einer Combo der Lahnsin(n)fonie. Privat

Frücht. Was der Chor – hauptsächlich im Zusammenspiel mit dem Blasorchester „Lahnsin(n)fonie“ – unter dem Motto „Filmreif“ auf die Beine gestellt hatte, war schon aller Ehren wert. Die Zuschauer, die das schon lange ausverkaufte Dorfgemeinschaftshaus betraten, wurden bereits am Eingang mit einem ausgerollten roten Teppich und einem Glas Sekt empfangen und konnten sich auch im gesamten Gebäude an Motto gerechten, liebevoll und aufwändig gestalteten Dekorationen erfreuen und auf das Thema einstimmen. Nach der Konzerteröffnung durch Chor und Orchester mit der bombastischen Filmhymne „Conquest of Paradise“ konnte Dieter Grein, der Vorsitzende des Miellener Chors, in einen bis auf den letzten Platz gefüllten Saal schauen und begrüßte dementsprechend gut gelaunt die Gäste, die den Aufführungen von Anfang an mit Freude und offener Begeisterung folgten.

Die Moderation übergab er dann an das Lahnsteiner Original und Volksschauspieler Karl Krämer, der in seiner unnachahmlichen Weise mal als Karl, mal als sein Alter Ego Heinz Erhardt durch das Programm führte und dabei auch reichlich Raum für schelmische Einlagen erhielt, was das eine oder andere Mal für herzliche Lachsalven sorgte und dem Konzert eine leichte und luftige Atmosphäre verlieh; so wie es bereits in der Planung vorgesehen und Teil des Konzepts war. Das rund 50-köpfige Orchester „Lahnsin(n)fonie“ unter der kompetenten und sympathischen Leitung von Kay Gutjahr steuerte im Anschluss mit seinem wunderbaren und abwechslungsreichen Sound, der vom zarten Piano bis zum bombastischen Fortissimo reichte und auch den Instrumental-Solisten der Band Raum ließ, ein Potpourri bekannter Filmmelodien zum Motto bei und hatte spätestens jetzt endgültig die Zuschauer für sich gewonnen.

„Septime“, das Kleine Ensemble von Musica Miellahno, sang danach zwei weltbekannte Musicalmelodien, nämlich „Memory“ aus „Cats“ und „All I ask of you“ aus „Phantom der Oper“. Im fünften Jahr seines Bestehens überzeugte die derzeit sechsköpfige Formation das Publikum erneut durch ihre Präzision und Leidenschaft. Nur unterstützt durch das wunderschöne und einfühlsame Klavierspiel von Wassily Kotykov zeigte „Septime“ wieder, dass auch mit kleiner Besetzung schöne Musik gemacht werden kann.

Streifzug durch die monumentale Welt des Kinos

Nachdem die Lahnsin(n)foniker anschließend dem Publikum zuerst mit „Great Movie-Marches“ einen Streifzug durch die monumentale Welt des Kinos dargeboten hatten und viele Gäste beim „River-Kwai-Marsch“ ihre lange verschollenen Pfeifkünste wieder einmal eingebracht hatten, spielte das Orchester noch die Filmmusik aus „In 80 Tagen um die Welt“. Dann gruppierten sich die 45 Sängerinnen und Sänger von „Musica Miellahno“ und ein gut 20 Kinder umfassender Chor des Kindergartens Frücht auf der Bühne und sangen – musikalisch unterstützt von einer Combo der Lahnsin(n)fonie – zuerst „Ich wollte nie erwachsen sein“, Nessaja’s Lied aus dem Kindermusical „Tabaluga“ von Peter Maffay und danach Michael Jacksons Hymne „Wir sind die Welt“ (We are the world) aus dem Benefizkonzert „USA for Africa“. Mit diesen beiden Stücken eroberten die Kinder und der gastgebende Chor die Herzen der Zuhörer. Die Natürlichkeit und Unbekümmertheit der Kinder, gepaart mit der Präzision und Klangfülle von Musica Miellahno ergaben eine perfekte musikalische und emotionale Mischung, der man sich einfach nicht entziehen konnte und die erkennbar auch den Aktiven selbst einen riesigen Spaß machte. Gut gelaunt begaben sich Konzertbesucher, Sänger und Musiker in die Pause, die viele bei wunderschönem Frühlingswetter gerne draußen verbrachten. Die Damen und Herren des TuS Frücht hatten sich bereit erklärt, die Bewirtung zu übernehmen und hatten natürlich alle Hände voll zu tun.

Melodien aus „West Side Story“

Den zweiten Teil begannen die „Lahnsin(n)foniker“ mit bekannten Melodien aus „West Side Story“ von Leonard Bernstein. Karl Krämer verriet dann, dass er sich bei der Fahrt über die Früchter Höhen in der Schweiz wähnte und meinte, jeden Moment auf „Heidi“ zu treffen. Diese Einschätzung griff das Orchester auf und animierte mit dem Gassenhauer aus der gleichlautenden TV-Serie viele Besucher zum Mitsingen und - klatschen. Ein musikalischer Höhepunkt des Konzerts folgte dann mit dem Auftritt von Irina Kotykova. Die Sopranistin steuerte mit „Summertime“ die bekannte Arie aus der Oper „Porgy and Bess“ von George Gershwin bei. Unter der von „einfühlsam“ bis „gewaltig“ reichenden Begleitung des Orchesters bewältigte die stimmgewaltige Sängerin mit Leichtigkeit die höchst schwierige Partitur in überzeugender und mitreißender Weise, was das Publikum mit frenetischem Beifall belohnte. Das Ensemble „Septime“ erschien erneut auf der Bühne und gab mit viel Einfühlungsvermögen in den Charakter des Stückes „Can you feel the love tonight“ aus dem Film „König der Löwen“ zum Besten. Es folgte mit „Who wants to live forever“ der Titelsong aus „Highlander- es kann nur einen geben“. Das schwierige Stück aus der Feder der Rockband „Queen“ stellte eine echte Herausforderung an die kleine Formation dar, die die vier Sängerinnen und zwei Sänger jedoch in gewohnt souveräner und gefühlvoller Art meisterten. Musica Miellahno’s Hommage an den Film „Wie im Himmel“ stellte das emotionale „Gabriella’s Lied“ dar. Feinfühlig und leidenschaftlich sang der Chor dieses wunderschöne und anrührende Stück. Bei dem folgenden „Schau, was Liebe ändern kann“ aus dem Webber-Musical „Aspects of love“ wurde Musica Miellahno wieder von der kompetenten Combo der Lahnsin(n)fonie begleitet. Mit viel Spaß trugen die Sängerinnen und Sänger das melodische Lied vor und man konnte spüren, dass es sich um eines der Lieblingsstücke der Miellener handelte.

Die Lahnsin(n)fonie hatte dann noch einmal Freiraum, ein paar tolle und mitreißende Werke aus ihrem reichhaltigen Repertoire zu spielen. Die Musiker/innen boten mit „Liverpool Sound Collection“ einen Querschnitt durch die Beatszene der 60er Jahre und ließen schließlich mit dem weltbekannten „CanCan“ von Jacques Offenbach die Röcke im „Moulin Rouge“ vor dem geistigen Auge der Zuschauer fliegen.

Überwältigende Kombination von Chor, Orchester und Solistin

Den Abschluss boten die Akteure dann mit einer überwältigenden Kombination von Chor, Orchester und Irina Kotykova als Solistin. Mit „Time to say goodbye“ setzten sie noch einmal alle Kräfte, Stimmen und Emotionen ein, um den Zuhörern und sicher auch sich selbst einen glanzvollen Schlusspunkt eines wunderbaren Konzerts zu bieten. Mit donnerndem Applaus, stehenden Ovationen und Zugabe-Rufen belohnte das Publikum dieses akustisch und optisch beeindruckende Erlebnis – bezog darin aber sicher auch seine Begeisterung über den gesamten Konzertverlauf mit ein. Dieter Grein dankte schließlich dem liebenswerten, bescheidenen und kompetenten Chordirigenten, Pianisten und musikalischen Leiter des Konzerts Wassily Kotykov, dem charismatischen Leiter der Lahnsin(n)fonie Kay Gutjahr, allen Akteuren, Helfern und natürlich dem wundervollen Publikum, das dem gut dreistündigen Konzert stets mit Interesse, Aufmerksamkeit und spürbarer Freude gefolgt war, bevor als Zugabe dann noch einmal voller Inbrunst die bombastische Eingangshymne „Conquest of Paradise“ erklang und alle Teilnehmer gut gelaunt den Konzertsaal verließen.

Das Fazit dieser Veranstaltung war: Der Chor hat ein herrliches Konzerterlebnis auf die Beine gestellt, das allerdings nur schwer zu toppen sein wird. Übrigens: Der Chor freut sich immer, wenn er wieder neue Stimmen in seinen Reihen begrüßen kann! Mehr Infos unter www.musica-miellahno.jimdo.com

Pressemitteilung

Musica Miellahno

45 Sängerinnen und Sänger von „Musica Miellahno“ und ein gut 20 Kinder umfassender Chor des Kindergartens Frücht auf der Bühne und sangen – musikalisch unterstützt von einer Combo der Lahnsin(n)fonie. Foto: Privat

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