Katholische Gemeinde St. Martin
Eine volle Kirche bei der Einführungsmesse
Bernhard Dobelke ist neuer Leitender Pfarrer
Rheinbach. „Schön, dass Du da bist, lieber Bernhard“, mit diesen Worten begrüßte Dechant Hermann-Josef Zeyen den nun neuen Leitenden Pfarrer des katholischen Seelsorgebereiches St. Martin Rheinbach zum Beginn der Heiligen Messe in der voll besetzten Rheinbacher Pfarrkirche. Anlass war die offizielle Einführung von Pfarrer Bernhard Dobelke in sein neues Amt. Neben Vertretern der Stadt, der evangelischen Kirche und der Freien evangelischen Gemeinde konnte Hermann-Josef Zeyen auch Weihbischof Ansgar Puff, den Kreisdechanten Thomas Jablonka und viele weitere Geistliche begrüßen. Genauso herzlich begrüßte er die zahlreich erschienenen Gemeindemitglieder, Freunde und Mitstreiter. Mehr als ein Jahr ist vergangen, seitdem die drei Patres vom Deutschen Orden aus Rheinbach wegen Konflikten zwischen dem leitenden Pfarrer Damian und seinem Pastoralteam sowie Teilen der Gemeinde abberufen wurden. Seitdem leitete Pfarrverweser und Dechant Hermann-Josef Zeyen die Geschicke der katholischen Gemeinde in Rheinbach. Hört man sich in der Gemeinde um, hat er seine Arbeit gut gemacht. Allerdings sind die Verletzungen noch nicht ganz ausgeheilt. Hier sieht nun der Leitende Pfarrer Dobelke eine seiner Hauptaufgaben, Menschen zur Mitarbeit in der Gemeinschaft einer Gemeinde zu motivieren. Allerdings, da ist er sich mit Erzbischof Wölki einig, ein Patentrezept gebe es nicht; man könne sich nur gemeinsam auf die Suche machen. Dies war auch die Hauptaussage der Predigt von Bernhard Dobelke, der in Anlehnung an das Buch Jesaja die Gemeinde bat, den Blick „nicht auf gestern zu richten, sondern nach neuen Wegen zu suchen. Das ist auch die Botschaft an die Rheinbacher Gemeinde, erste Schritte sind getan.“ Bereits seit dem 1. Februar hat Dobelke sein Amt in Rheinbach wahrgenommen und zahlreiche Gespräche mit den örtlichen kirchlichen Gremien geführt. Das Städtchen Rheinbach ist ihm auch noch in guter Erinnerung. Unter anderem leistete er als gebürtiger Bad Godesberger in der Tomburg-Kaserne seinen Wehrdienst. Nach zwölf Jahren Seelsorge in Solingen ist Bernhard Dobelke, Stadtdechant der 42.000 Katholiken in Solingen und leitender Pfarrer des Pfarrverbandes Mitte-Nord, zu dem Entschluss gekommen, an einem anderen Ort noch einmal einen Neuanfang zu machen. Pfarrer Dobelke ist sich sicher: „Dieser Weg wird kein leichter werden, aber ich bin gerne bereit, diesen Weg mit euch zu gehen.“ Am Ende der Heiligen Messe nutzten Vertreter der Kirchen und der Stadt die Gelegenheit, Pfarrer Dobelke zu beglückwünschen. Pfarrgemeinderatsvorsitzender Rainer Perschel zeigte sich kämpferisch, aber auch kompromissbereit und betonte den Willen zur gemeinsamen Suche nach den richtigen Wegen. Er ist überzeugt, dass dies gelingen wird, wenn man jedes Gemeindemitglied als eigene Persönlichkeit respektiert. Weihbischof Ansgar Puff richtete seine Worte an die Gemeinde: „Ihr habt einen großartigen Pfarrer bekommen – und er hat eine wundervolle Gemeinde zu betreuen.“ Der Erste Beigeordnete der Stadt Rheinbach, Dr. Raffael Knauber, sicherte dem neuen Pfarrer die Hilfe und Unterstützung der Stadt zu; die Türen im Rathaus seien für ihn immer offen. Er betonte die Wichtigkeit positiver Fixpunkte gerade in der heutigen Zeit. Pfarrer Dr. Diethard Römheld von der evangelischen Gemeinde sprach von „der Last des Amtes“ und der zu tragenden Verantwortung. Er wünschte sich auch eine erfolgreiche Fortsetzung der ökumenischen Zusammenarbeit. Diesen Wünschen schloss sich auch Pastor Klaus Haubold von der Freien evangelischen Kirche Rheinbach an. Nach der Heiligen Messe gab es dann noch die Gelegenheit, mit Pfarrer Dobelke im Pfarrzentrum persönlich ins Gespräch zu kommen.
