Allgemeine Berichte | 14.07.2026

Einführung eines Frühwarnsystems stößt auf breite Zustimmung

Vertreter der Kommunen des Kreises Ahrweiler, der inframeta eG sowie weiterer Fachinstitutionen kamen im Rathaus der Gemeinde Grafschaft zusammen, um sich über das kommunale Frühwarnsystem AhrSure und dessen Einsatzmöglichkeiten in der Starkregen- und Hochwasservorsorge auszutauschen.  Foto: Gemeinde Grafschaft

Grafschaft. Bürgermeister, Beigeordnete, Verwaltungsvertreter sowie Fachleute aus dem Kreis Ahrweiler kamen heute im Rathaus der Gemeinde Grafschaft zu einem Sondertermin der Kreisgruppe zusammen. Im Mittelpunkt der Veranstaltung standen die Vorstellung der Genossenschaft inframeta eG sowie des Frühwarnsystems AhrSure, das Kommunen bei der Starkregen- und Hochwasservorsorge unterstützen soll.

Zu Beginn der Veranstaltung informierten Vertreter der Universität Bonn über das Forschungsprojekt SOZIAHR, das die langfristigen gesellschaftlichen, organisatorischen und wirtschaftlichen Folgen der Flutkatastrophe 2021 im Ahrtal untersucht und wissenschaftlich begleitet.

Im Anschluss stand die Vorstellung des Frühwarnsystems „AhrSure“ im Mittelpunkt des Austauschs. Vertreter der inframeta eG und der Ingenieurbüros Berthold Becker GmbH aus Heimersheim sowie Hydrotec GmbH aus Aachen präsentierten die Möglichkeiten des Systems, das Wetter-, Niederschlags- und Prognosedaten kontinuierlich auswertet und frühzeitig vor drohenden Starkregen- und Hochwasserereignissen warnen kann. Ziel ist es, Kommunen und Einsatzverantwortlichen frühzeitig belastbare Informationen zur Verfügung zu stellen, um Schutzmaßnahmen rechtzeitig einleiten und Ressourcen gezielt einsetzen zu können. In der anschließenden Diskussion wurde die Leistungsfähigkeit des Systems intensiv erörtert. „Das Ahrtal braucht ein Frühwarnsystem einer solchen Qualität. Gerade weil der technische Hochwasserschutz noch Jahrzehnte bis zur Wirksamkeit brauchen wird.“, ist die Meinung von Prof. Dr. Holger Schüttrumpf von der RWTH Aachen. Die anwesenden Bürgermeister und Verwaltungsvertreter bewerteten die vorgestellte Lösung durchweg positiv. Insbesondere die frühzeitige Bereitstellung entscheidungsrelevanter Informationen, die praxisnahe Anwendung sowie die Möglichkeit einer kommunenübergreifenden Nutzung wurden als wesentliche Vorteile hervorgehoben. Die Teilnehmer waren sich einig, dass AhrSure einen wichtigen Beitrag zur weiteren Verbesserung der Starkregen- und Hochwasservorsorge im Kreis Ahrweiler leisten kann. Vor dem Hintergrund der Erfahrungen aus der Flutkatastrophe 2021 wurde die Bedeutung moderner Frühwarn- und Informationssysteme für den Bevölkerungsschutz besonders betont.

Gastgeber Bürgermeister Achim Juchem begrüßte die Teilnehmer im Rathaus der Gemeinde Grafschaft. Die Veranstaltung verdeutlichte einmal mehr die große Bereitschaft der Kommunen im Kreis Ahrweiler, gemeinsam an zukunftsfähigen Lösungen für den Schutz der Bevölkerung und eine resiliente Region zu arbeiten.

Vertreter der Kommunen des Kreises Ahrweiler, der inframeta eG sowie weiterer Fachinstitutionen kamen im Rathaus der Gemeinde Grafschaft zusammen, um sich über das kommunale Frühwarnsystem AhrSure und dessen Einsatzmöglichkeiten in der Starkregen- und Hochwasservorsorge auszutauschen. Foto: Gemeinde Grafschaft

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