Netzexperten der evm-Gruppe arbeiten mit Hochdruck an der Wiederherstellung der Netze

Einige Orte sind nach der Flut wieder mit Erdgas versorgt

Einige Orte sind nach der Flut wieder mit Erdgas versorgt

Die Flut hat das Erdgasnetz in Bad Neuenahr-Ahrweiler teilweise völlig zerstört, wie dieses Bild zeigt, das an der nördlichen Ahr entstanden ist. Foto: enm

28.07.2021 - 09:06

Ahrtal/Eifel. Nach der verheerenden Hochwasserkatastrophe in der Eifel und im Ahrtal arbeiten die Experten der Energienetze Mittelrhein (enm) mit Hochdruck daran, die Erdgasversorgung in den betroffenen Gebieten wiederherzustellen. Insgesamt sind im enm-Netzgebiet rund 8.000 Netzanschlüsse betroffen. Die Gemeinden der Grafschaft (außer Bengen) sind bereits seit der letzten Woche wieder versorgt. Die an den Flüssen Nette, Kyll, Prüm und Nims am stärksten betroffenen Orte Mayen, Plaidt, Jünkerath, Stadtkyll, Prüm und Schönecken sind ebenfalls nahezu wieder versorgt. In Bad Neuenahr-Ahrweiler hingegen ist das Erdgasnetz teilweise völlig zerstört, sodass hier das Netz zum größten Teil komplett neu errichtet werden muss.


In den vergangenen Tagen waren zahlreiche Monteure der enm in den einzelnen Orten unterwegs, um die jeweiligen Netzanschlüsse wieder in Betrieb zu nehmen. In der Stadt Sinzig sowie in Bad Bodendorf werden die letzten Häuser im Laufe dieser Woche besucht. Alle Eigentümer, die nicht angetroffen werden konnten, sollten sich schnellstmöglich melden, damit auch sie wieder mit Erdgas versorgt werden können. Hierzu haben die Betroffenen von uns eine Mitteilung mit den entsprechenden Kontaktdaten im Briefkasten erhalten. Dies geht telefonisch unter 0261 2999-22290 oder unter hochwasser@enm.de.

Weitere Netzexperten sind aktuell unterwegs, um sich ein genaues Bild der Schäden zu machen, die das Hochwasser angerichtet hat. Bei dieser Bestandsaufnahme erfährt die Netzgesellschaft der Energieversorgung Mittelrhein (evm) tatkräftige Unterstützung durch die Kollegen der Stadtwerke Neuwied (SWN). Ein qualifiziertes Team der SWN hilft dabei, die Netzanschlüsse in Augenschein zu nehmen. Dies betrifft im Wesentlichen das Gebiet der Stadt Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das Zwischenergebnis: Viele Leitungen sind überhaupt nicht mehr existent, andere sind in Teilbereichen noch zu verwenden. Komplett zerstört sind auch alle Leitungen, die über die Ahr überquert hatte. Aktuell prüft die Netzgesellschaft, welche Möglichkeiten es gibt, die Versorgung zumindest provisorisch wiederherzustellen.

Unterdessen hat ein eigenes Team damit begonnen, den Neubau der im Ahrtal zerstörten Erdgasleitungen zu planen. „Das ist keine triviale Aufgabe, weil hier viele Faktoren zusammenkommen. Hier müssen Aufräumarbeiten, Straßenbau, der Bau von Versorgungsleitungen sowie viele andere Arbeiten koordiniert werden. Wir gehen aber davon aus, dass alles Hand in Hand laufen wird, damit die zerstörte Infrastruktur so schnell wie möglich wiederhergestellt werden kann“, erläutert Marcelo Peerenboom. Insgesamt werden die Arbeiten einige Monate in Anspruch nehmen.

Die Energienetze Mittelrhein weisen aus gegebenem Anlass zudem darauf hin, dass Betroffene nicht versuchen sollen, ihre Gasanlagen selbst zu reparieren. „Daher ist es wichtig, dass die Bürger unsere Monteure ins Haus lassen, damit diese eine Bestandsaufnahme durchführen und die nächsten Schritte festlegen können. Unsere Monteure sind einheitlich gekleidet und können sich ausweisen“, stellt der Pressesprecher fest. Um die Heizungen und andere Anlagen sollte sich das ein Installationsunternehmen kümmern.

Für alle betroffenen Bürger hat die enm alle Informationen rund um die Hochwasser-Katastrophe auf einer Internetseite zusammengestellt. Sie ist unter enm.de/hochwasser erreichbar. Dort befindet sich auch eine Liste der Orte, in der der aktuelle Versorgungsstand angezeigt wird. Die Energieversorgung Mittelrhein steht darüber hinaus ihren Kunden mit Rat und Tat zur Seite. Wer Fragen zur Erdgas-Lieferung und Abrechnung hat, kann sich unter 0261 402-11111 oder serviceteam@evm.de an den Kundenservice wenden.

Pressemitteilung evm

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Kommentare
Gabriele Friedrich:
Das liest doch sowieso kein Mensch....
ich:
"Bitte beantragen die Briefwahlunterlagen in o.g. Fall nicht erneut über das Online-Portal beantragen. " Tolle Grammatik. Der Fehler würde selbst bei einmaligem Lesen lesen sofort auffallen....
juergen mueller:
Sie wiederholen sich Herr Hospen. Jedem steht das Recht zu, seine Meinung zu äussern, zu jedem Thema. Empfehle Ihnen, sich einmal näher mit der Materie Kirche, Zeugen Jehovas zu beschäftigen, anstatt Ihre offensichtlich ausgereifte Unwissenheit in beleidigenden Äusserungen kundzutun, die mir allerdings...
Karl Hospen:
@juergen mueller" Wenn sie selbst hier nichts zu meckern fänden, wären sie krank in ihrer tragisch komischen Opferwelt....
juergen mueller:
Was die Bibel glaubwürdig macht? NICHTS. Beantwortet hierzu wird auf dieser Versanstaltung überhaupt nichts, sondern man versucht nur, in Teilnehmende etwas hineinzusuggerieren, an das man selbst glaubt ohne dafür auch nur den geringsten Beweis vorzubringen. Kirche, Jehovas Zeugen mit Glaubwürdigkeit...
Casper:
Bei so einer Aussage ist der Shitstorm mehr als verdient. Und wird auch noch vorgeführt!!!...
Hildegard Jahn:
Die Bundesregierung sollte jegliche Zahlungen an NABU sofort dauerhaft einstellen. Die sind ideologisch verbohrt und überflüssig....
Daniel Fischer:
Das was NABU hier von sich gibt ist einfach nur lächerlich! Viele 10.000 Helfer kommen einfach und packen einfach an, egal ob die öffentliche Seite unterstützen kann oder nicht! Der NABU ist hier wohl hierzu nicht in der Lage - stattdessen wird die Verantwortung auf die ADD und andere abgeschoben, um...
 
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