Allgemeine Berichte | 07.01.2016

80 Rettungs- oder Notfallpunkte im Stadtgebiet Rheinbach

Einsatzort wird direkt und zügig erreicht

Rheinbach. Im Stadtgebiet Rheinbach wurden nun 80 sogenannte Rettungs- oder Notfallpunkte ausgewiesen. Diese dienen der eindeutigen Standortangabe in einem Notfall. Wer den Notruf 112 wählt, kann mit der Angabe der Notfallpunkt-Nummer eindeutig seinen Standort angeben. Die dann alarmierten Rettungsdienstfahrzeuge erhalten den Einsatzort auf das Navigationsgerät und können den Notfallpunkt direkt und zügig ohne größere Suche anfahren. Die Notfallpunkte sind zum größeren Teil im Wald und liegen dort in Abständen von 600 bis 800 Metern.

Bei einem Waldarbeitsunfall war es bisher nur mit erheblicher Zeitverzögerung möglich, den Rettungsdienst zur Unfallstelle zu lotsen. Im Staatsforst wurden deshalb schon vor einigen Jahren sogenannte Lotsenpunkte mit den Rettungsleitstellen abgestimmt. Diese lagen aber außerhalb des Waldes an eindeutigen Kreuzungen oder Waldeinfahrten. Hier musste sich dann ein Waldarbeiter mit dem Rettungsdienst treffen und diesen anschließend zur Unfallstelle im Wald lotsen. Neben erheblicher Zeitverzögerung bedeutete dies auch, dass der Verletzte verlassen werden musste, um Hilfe zu holen.

Im Wald Beschäftigte haben nun bei der Arbeit Rettungskarten in der Tasche und können Hilfe vom Unfallort beispielsweise wie folgt alarmieren: „Mein Kollege hat sich ins Bein gesägt. Wir sind im Wald bei Rheinbach etwa 200 Meter westlich des Notfallpunkts 07-102.“ Ebenso waren bisher Erholung Suchende mit Verletzungen oder internistischen Problemen kaum in der Lage, ihren Standort im Wald genau anzugeben.

Auch der Feuerwehr helfen die Notfallpunkte. Vielfach benötigt der Rettungsdienst im unwegsamen Gelände Hilfe bei der Rettung von Verletzen. Die Punkte dienen so als Treffpunkte, beispielsweise bei Feuerwehreinsätzen im Wald. Zudem wurden im freien Feld zwischen den Rheinbacher Ortsteilen Notfallpunkte ausgewiesen. Hierbei lag der Schwerpunkt auf Schulwegrouten und auf beliebten Spazierwegen.

Neben markanten Kreuzungen und Parkplätzen wurden Notfallpunkte vielfach an Grill- oder Schutzhütten, Gewässern und Steinbrüchen ausgewiesen. Die neuen Rettungspunkte werden auch in der neuen regionalen Wanderkarte markiert, die der Eifel- und Heimatverein Rheinbach derzeit erstellt. Wer vielfach im gleichen Gebiet spazieren geht, dem wird empfohlen, sich „seine“ Rettungspunkte zu notieren und mitzuführen. So kann er leichter und gezielter Hilfe für sich oder andere rufen.Pressemitteilung

der Stadt Rheinbach

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