VR-Bank Neuwied-Linz eG Vorstand legte Rechenschaft ab
Einstimmiges Votum der Vertreterversammlung
Neuwied. Ein höherer Gewinn, mehr Kundeneinlagen, eine gestiegene Kreditvergabe, mehr Mitglieder und weniger Filialen. Diese Bilanz präsentierte Vorstandssprecher Franz-Jürgen Lacher der Vertreterversammlung der VR-Bank Neuwied-Linz eG. Nach einem kurzen filmischen Rückblick auf das Jahr 2016 legte der Vorstand den 178 stimmberechtigten Vertretern Rechenschaft ab. Mit dem Ergebnis zeigten sich alle zufrieden. Der Bilanzgewinn konnte von 2,4 Mio. Euro auf 2,6 Mio. Euro gesteigert werden. Die Mitglieder erhalten eine Dividende von 6,3%. Die übrigen 2 Mio. werden in die gesetzlichen (0,5 Mio. Euro) bzw. anderen Ergebnisrücklagen (1,46 Mio. Euro) eingestellt. Franz-Jürgen Lacher sprach von einem sehr gutem Ergebnis und stellte gleichzeitig klar, dass es der VR-Bank nicht um Gewinnmaximierung gehe. Besonders wichtig sei die Kundennähe. Das neben Weitersburg und Horchheim zwei Filialen geschlossen werden ist für die VR-Bank kein Widerspruch dazu. Letztendlich müssten die Zweigstellen kostendeckend laufen. „Nähe“ ist für Franz-Jürgen Lacher nicht ausschließlich physisch zu sehen. Über das Internet sei die VR-Bank jederzeit erreichbar. Und genau das nutzen immer mehr Menschen, was wiederum zu einer nachlassenden Frequenz der Filialen führt. Zählte die VR-Bank 2013 noch 375.000 Kontakte, so waren es 2016 fast 100.00 weniger. „Wir sehen in der zunehmenden Digitalisierung Chancen“, so Franz-Jürgen Lacher. Die Sorge, dass auch Rheinbreitbach geschlossen wird, nahm er einem Fragesteller aus dem Publikum. Zudem versicherte er, dass die VR-Bank sich nicht aus der Fläche zurückziehen möchte. Bevor der Vorstandschef näher auf die Geschäftszahlen einging, erklärte er die grundlegend andere Art des genossenschaftlichen Bankgeschäfts. „Als Volks- und Raiffeisenbank sind wir für die Menschen, unsere Mitglieder und Kunden, da. Wir streben auch zukünftig nicht nach der höchsten Eigenkapitalrendite, werden nicht in riskanten Märkten spekulieren, kein Investmentbanking betreiben und häufig geringere Margen akzeptieren. Dies tun wir, weil wir schon seit mehr als 150 Jahren verstanden haben, das Geld den Menschen dienen muss. Das Geld des Dorfes dem Dorfe“, so Franz-Jürgen Lacher. In 2016 wurde die Genossenschaftsidee, als erster deutscher Beitrag überhaupt, in den Stand eines immateriellen Weltkulturerbes erhoben. Soziale Werte und bürgerschaftliche Engagement seien ausschlaggebend gewesen. 228.000 Euro Ertrag aus dem Gewinnsparen wurde an Vereine und gemeinnützigen Institutionen vor Ort ausgeschüttet. Ein Problem teilt die VR-Bank aber mit anderen Banken. Durch die 0 Zins Politik der EZB reduzieren sich die Zinserträge. „Für den Sparer ist das verheerend“, sagte Vorstandkollege Andreas Harner. Die negative Realrendite führe dazu, dass das Guthaben der Sparer innerhalb von 10 Jahren um 20 Prozent schrumpft. Andreas Harner rät zur Kapitalanlage in Fonds. Der VR-Bank hat dieses Geschäft 6,9 Mio. (Vorjahr 6,7 Mio.) Provisionen eingebracht. Immobilien seien ebenfalls eine gute Anlage. Allerdings verwies Andreas Harner hier auf die bereits hohen Bewertungen. Auch im Kreis Neuwied seien die Wertsteigerungen der vergangenen 5 Jahre um ein Vielfaches höher, als der Einkommenszuwachs der Menschen.
Milliarde geknackt
Die erfreulichen Bilanzahlen 2016 lesen sich so: Die Kundeneinlagen stiegen um 43 Mio. (+4,4 Prozent) auf 1,031 Mrd. Euro. „Erstmals haben wir die Milliarde geknackt“, freute sich Franz-Jürgen Lacher. Ihre Mitglieder konnte die VR-Bank in 2016 um 229 Personen auf 18.548 steigern. Die Kreditvergabe wurde um 6,7 Prozent auf 519 Mio. Euro gesteigert. Zählt man die Verbundtöchter hinzu sind es 652 Mio. Euro. Das Eigenkapital stieg von 66,9 auf 76,5 Mio. Euro (+14,3 Prozent) und erfüllt damit alle Auflagen der EZB und der Bankenaufsicht. Stabil verhielten sich im Berichtszeitraum die Verwaltungsaufwendungen und der Personalaufwand. Die Aufwands- und Ertragsrelation wurde dank der guten Ertragslage von 64,6 Prozent auf 63,8Prozent verbessert. Die VR-Bank plant die Zahl der Arbeitsplätze bis 2020 um zwanzig zu reduzieren. Entlassungen sind keine geplant. Erreicht wird der Abbau durch normale Fluktuation.
Entlastung und Abschied
Die Mitgliederversammlung folgte dem Vorschlag vom Aufsichtsratsvorsitzenden Michael Paul, den Vorstand zu entlasten, einstimmig. Worte des Dankes richteten er und ein Mitgliedervertreter ausdrücklich an Franz-Jürgen Lacher. Nach 45 Berufsjahren und 20 Jahren im Vorstand der VR-Bank war es für ihn die letzte Mitgliederversammlung. Nachfolger Matthias Herfurth kommt aus dem eigenen Haus und rückt ab dem 1. Juli in den Vorstand nach. Neuwahlen des Aufsichtsrats standen ebenfalls auf der Tagesordnung der Mitgliederversammlung. Er setzt sich nun zusammen aus: Michael Paul, Dr. Jürgen Kraus, Franz-Jürgen-J. Köllner, Bernd Maur, Oliver Rake, Karl-Josef Mettler, Dr. Rotraud Meurer und Ulrich Zimmermann. FF
Bis auf das Ausscheiden von Peter Schaller blieben die Posten im Aufsichtsrat nach der Wiederwahl einzelner Mitglieder unverändert.
Die Mitgliedervertreter fanden beim VR-Bank Vorstand Gehör.
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