Etwa 1000 Besucher waren begeistert vom 20. „WAKE UP“ Festival in Linkenbach
Elf Bands rockten wieder für den guten Zweck
Linkenbach. „Wuf(f)“ macht der Hund, aber auch der Musik- und Kulturverein Puderbacher Land mit seiner 40-köpfigen WUF-Crew. Denn die organisierten jetzt zum 20. Mal das „WAKE UP“ Festival (WUF) auf der Festwiese im Wald bei Linkenbach.
Und dieses Festival war tatsächlich zum Aufwachen, denn bei diesem tollen Programm ging schlafen gar nicht. So freute sich Benjamin Skupin, Vorsitzender des Musik- und Kulturvereins, in den zwei Tagen über mehr als 1000 Besucher, die einfach nur begeistert waren. Für die etwa 150 Camper gab es dann am zweiten Festival-Tag ein spezielles Programm mit Bierflaschen-Yoga und Camper-Bingo. Den Kindern zeigte „Miracelix“ Zauberkunststücke und Luftballonmodellage. Aber auch ein Jubiläumsprogramm mit dem Rückblick auf 20 Jahre WUF-Crew mit Reden fehlte nicht.
Insgesamt spielten elf Bands zu einer reduzierten Gage, denn „bei diesem Benefizkonzert dient der Erlös karitativen Zwecken, wobei das meiste Geld an die Kinderkrebshilfe Gieleroth geht“, sagte Benjamin Skupin.
Aufwendige Vorbereitungen
Die WUF-Crew war fast eine Woche mit dem Aufbau und der Organisation beschäftigt, denn alles, außer dem Imbissverkauf, fand in Eigenregie statt. Dazu gehörten Biertheke, Cocktailstand, Merchandising, der Verkauf von Tickets und die Bühnentechnik gemeinsam mit einem Bendorfer Unternehmen.
Schon zum WUF-Auftakt beeindruckten die Bands „Erikson“ aus Andernach, „Farewell Split“ aus Koblenz mit alternativer Rockmusik, die drei komischen Wohnzimmermusikanten (WOMUKA) und die „Wisecräcker“. Diese Hannoveraner brachten „Ska-Punk mit Brett und Bläsern“ auf die WUF-Bühne. Die Band wurde 1997 gegründet und hat 800 Auftritte in 14 Ländern hinter sich. „Kochkraft durch KMA“ heißt die deutschsprachige Elektropunkband aus Duisburg, die zum Abschluss des ersten WUF-Tags auftrat. Die Band servierte ihre Musik mit Energie, Liebe, Wut und einem bisschen Quatsch.
Am nächsten Nachmittag ging es weiter mit der Coverband „Luc Ibrom“, gefolgt von der Kölner Reggae-Band „Vibes Builder“. Eine Popband mit Gitarren, die u.a. über die alkoholkranke Mutter und die Zerrissenheit der Welt sang, war „Arkaden“ aus Hannover. „Skameleon“, eine achtköpfige Ska-Cover-Combo aus Herborn, garantierte gute Laune, denn die Musiker frisierten Welthits auf Ska um.
Mit dem Top Act „Hi! Spencer“ aus Osnabrück endete das „WAKE UP“ Festival 2024. Das Wechselspiel aus oben sein, oben bleiben und immer mal wieder abzufallen brachte der Frontsänger stimmgewaltig zum Ausdruck. Mit energiegeladenen Gitarrenriffs und Emotionen in einer Mixtur aus Pop, Rock, Punk und ihren eindrucksvollen Texten brillierte „Hi! Spencer“ in Linkenbach.
Doch endgültig Schluss war damit noch nicht, denn DJ M’Kay animierte die Besucher bis in die Morgenstunden zum Tanzen mit Musik aus der Dose.
HEP
Die 40-köpfige WUF Crew machte fast alles in eigener Regie.
