Allgemeine Berichte | 20.04.2016

Segelfluggruppe Wershofen e.V.

Endlich wieder in der Luft!

Ahrkreisvereine mit gutem Start in die Segelflugliga

Begegnung unter den Wolken mit einem anderen Segelflugzeug.

Wershofen. Nach fast fünf Monate Zwangspause begann für die Luftsportvereine zwischen Rhein und Ahreifel an Ostern die diesjährige Segelflugsaison - wenn auch aufgrund der durch weichen Boden eingeschränkten Platzverhältnisse zunächst nur mit angezogener Handbremse. Zum nun erfolgten Startschuss der Segelflugliga konnte von bremsen allerdings keine Rede mehr sein. Mit Volldampf erflogen sich die AW-Flieger in der Eifel ihre ersten Ligapunkte dieser Saison, angetrieben von der bereits kräftigen Frühlingssonne, welche in frischer Kaltluft gute Thermik erzeugten. Der von den Wetterpropheten angekündigten Regen blieb südlich der Eifel und sorgte dafür, dass die meisten Konkurrenten am Boden blieben. Und so eroberte der Luftsportverein (LSV) Bad Neuenahr-Ahrweiler den zweiten Platz in der Landesliga, obwohl - beeinflusst durch die pessimistischen Vorhersagen für den Sonntag - nur zwei von drei möglichen Piloten am Start waren. Ähnlich erging es der Segelfluggruppe Wershofen, die Platz fünf erreichte. Hier kam der zweite Flug eher zufällig im Rahmen eines Werkstattfluges zustande. Der Luftsportverein Mönchsheide (LVM) Bad Breisig/Andernach erreichte mit einer einzigen Besatzung immerhin noch den siebten Platz und wurde dafür mit sechs Punkten belohnt. Für die Kreisstädter waren Jürgen Koch (HpH 304SJ Shark) und Peter Metzen (Ventus 2cT/18m) in der Luft. Koch führte sein Flug im Eiltempo (Schnittgeschwindigkeit 98 km/h) bis ins französische Thionville und zurück bis Bitburg, wo er allerdings sein Hilfstriebwerk einsetzen musste, um eine vorzeitige Landung zu verhindern. Für die Wertung war der Flug damit dennoch beendet. Ähnlich, wenn auch mit 54 km/h deutlich langsamer unterwegs, erging es Metzen, der über Euskirchen entlang der belgischen Grenze bis nach Trier gelangte und dort den Motor zünden musste. In Wershofen benötigte Norbert Mülligann mit seinem Ultraleicht-Motorsegler Taurus den Motor nur zum Start. Den Flug durch die Hocheifel bis nach Neuwied und zur Steinachtalsperre bei Euskirchen absolvierte er dann mit einem Schnitt von knapp 50 km/h im reinen Segelflug. In der weiteren Umgebung des Eifelflugplatzes bewegte sich Bernd van der Mühlen im Übungssegler ASK 18. Eigentlich sollte der erste Start der Saison mit diesem Flugzeug der Kontrolle der Flugtüchtigkeit dienen, daraus wurden knapp 100 Kilometer mit einem Liga-Schnitt von 25 km/h. Ebenso erging es seinem Vereinskollegen Norbert Reuter mit dem 50 Jahre alten Schuldoppelsitzer ASK 13, allerdings konnte der 120 Kilometer lange Flug nicht regelkonform dokumentiert werden und war daher nicht zu werten. Für den LVM startete eine reine Damenriege, bestehend aus Julia Hurraß und Frauke Löffler, mit dem DuoDiscus T des Vereins. Sie flogen eine Strecke von 134 Kilometer entlang der Eifelkante bis nach Nideggen und zurück und erreichten damit 51 km/h. Nach diesem gelungenen Einstand, mit dem der LSV auch in der bundesweiten Quali-Liga Rang 33 und damit seine ersten 18 Punkte holen konnte, gehen die AW-Flieger nun hoch motiviert in die weiteren 18 Ligarunden.

Der Flugplatz Wershofen, das Segelflugparadies in der Eifel, aus der Luft.

Der Flugplatz Wershofen, das Segelflugparadies in der Eifel, aus der Luft. Foto: hghamann53

Blick von oben auf die Moselschleifen

Blick von oben auf die Moselschleifen

Begegnung unter den Wolken mit einem anderen Segelflugzeug. Foto: hghamann53

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