Erfolgreiche Jahreshauptversammlung des Vereins Brexbachtalbahn e.V.
Engagement für die Bahn hat Zugkraft
Bendorf-Sayn. Großer Bahnhof in Sayn: der Verein Brexbachtalbahn e.V. machte zur Jahreshauptversammlung wieder Station im Pfarrheim an der Abtei. Hier stiegen zahlreiche Mitglieder zu, denn die Einladung kam pünktlich und „der Verkauf der Fahrkarten“ zu einer abwechslungsreichen Jahresreise erfolgte fristgerecht. „Lokführer“ und 1. Vorsitzender Adi Bongartz begrüßte alle Mitfahrer zunächst mit einer Schweigeminute in Gedenken an den verstorbenen Thomas Wirz. Der Tod dieses aktiven Mitglieds der ersten Stunde und Leiter des Einsatzteams in Sayn ist für alle Mitglieder weder emotional noch im Hinblick auf das Projekt schwer zu verkraften. Wie niemandem sonst hätte man es Thomas gewünscht, „seine“ Bahn wieder im Betrieb erleben zu können, in die er seine Kraft und Leidenschaft bis fast zur Selbstaufgabe gesteckt hat. Sein Tod bleibt dem Verein Mahnung und Antrieb zugleich, das Projekt zum Erfolg zu führen. Das dies gelingen wird - und muss, wurde im Laufe des Jahresberichts auch mehr als deutlich. So konnte jede Menge an Gleisbaumaterial wie Schwellen, Maschinen und Geräte angeschafft werden, darunter Schwellenschrauber und sogar ein Ersatzkran für das vereinseigene Baufahrzeug. Der bestehende Kran wurde erfolgreich vom TüV abgenommen und die Arbeiten an einer Weiche in Grenzau begonnen, wo 30 Schwellen zu tauschen sind, damit die Betriebsgenehmigung für den Personenverkehr beantragt werden kann. Zwischenzeitlich wurden weitere Mitglieder zu Lokführern mit Zusatzausbildung zum Führen des SKL ausgebildet. Mittels Förderung konnten zwei neue Funkgeräte und ein Laptop angeschafft werden, auf dem alle Pläne und betrieblichen Unterlagen nun vollständig digital zur Verfügung stehen. Am Bürocontainer in Sayn wurden letzte Arbeiten abgeschlossen, so dass er jetzt als „Verwaltungsgebäude“ für Bücher, Ordner und Vorschriften dient. Ebenfalls mit Fördergeldern wurde Arbeitskleidung beschafft und die Website des Vereins komplett neu gestaltet. Im Zuge der kommenden Generalsanierung der rechten Rheinstrecke wurde der Antrag zum Einbau der fehlenden Zufahrtsweiche zur „Brex“ in Engers positiv beschieden, so dass die „Brex“ in absehbarer Zeit wieder durchgängig auch von Neuwied bzw. Koblenz aus befahren werden kann. Im Zuge dessen wird vom Betreiber ein langfristiger Pachtvertrag angestrebt. Dem Kassenbericht zufolge war der Verein jederzeit handlungsfähig, Lutz Dunz präsentierte den Mitgliedern anders als die Bundesregierung schwarze Zahlen. Dem Verein gehören mit aktuell 207 die höchste Zahl an Mitglieder an. Da keine Neuwahlen anstanden, ist der Vorstand gleich geblieben: 1. Vorsitzender Adi Bongartz, 2. Vorsitzender Michael Baaden, Geschäftsführer Armin Brast, Kassierer Lutz Dunz, Beisitzer IT und Digital, Mathias Ress, Beisitzer Sozial Media, Maurice Schipporeit. Gesucht wird noch ein Nachfolger Technik für Thomas Wirz. Der Verein freut sich über entsprechende Bewerber, die sich aktiv für den Klimaschutz und die Verkehrswende einsetzen wollen. Um diese Aufgabe auch weiterhin professionell erledigen zu können, hat sich die Gruppe der „Dienstagsmänner“ gegründet, die ab kommendem Jahr auch unter der Woche an der Strecke arbeiten werden. Je nach Fortgang auch im Hinblick auf die Aufsichtsbehörden sind für 2024 dann auch endlich wieder Sonderfahrten im Bereich Grenzau-Siershahn-Westerwald-Lahntal geplant.
Pressemitteilung
Brexbachtalbahn e.V.
