Pflegemaßnahme im Natur- und Denkmalschutzgebiet im Kaulenbachtal
Engagierter Einsatz für den Naturschutz
Kaisersesch. Insgesamt 65 Naturschützer und Naturschützerinnen haben mit ihrer Hilfe dazu beigetragen, dass das Natur- und Denkmalschutzgebiet Kaulenbachtal zwischen Leienkaul, Laubach und Müllenbach mit den riesigen Haldenflächen des ehemaligen Schieferbergbaus als Habitat für Flora und Fauna erhalten bleibt. Begeistert begrüßte der Projektleiter Frank Hillen, Vorstandsmitglied im Verein zur Erhaltung der Schieferbergbaugeschichte, Kinder, Jugendliche und Erwachsene, die am frühen Samstagmorgen am Spalthaus angetreten waren, um bei der Pflege des wertvollen Biotops zu helfen. Die groß angelegte Pflegemaßnahme des Vereins stand wie jedes Jahr unter Aufsicht der zuständigen Biotopbetreuung (biodata Mainz). Bevor die Freiwilligen mit der Arbeit loslegen konnten, wurden sie von der Biotopbetreuung, der unteren Naturschutzbehörde und der Vereinsführung über die festgelegten Schwerpunktbereiche der Pflegemaßnahme informiert und im Gebiet verteilt. Ausgestattet mit den entsprechenden Werkzeugen, Maschinen und Geräten, die sämtlich in den vergangenen Jahren mit Fördergeldern der Stiftung Natur und Umwelt Rheinland-Pfalz beschafft werden konnten, begannen die Freischneidearbeiten in den jeweils zugewiesenen Arealen. Die Biotopbetreuerin Dr. Corinna Lehr, biodata Mainz, war hierbei ständig präsent und wies die Helfer auf schutzwürdige Pflanzen hin, die keinesfalls den Freischneidern, Motorsägen und Heckenscheren zum Opfer fallen durften.
Kompetente Helfer
„Da die freiwilligen Helfer in vielen Fällen schon seit Jahren die Pflegemaßnahmen des Schiefervereins begleiten, weiß Dr. Lehr die Arbeit jedoch in guten Händen“, stellt Dieter Laux, Vorsitzender des Schiefervereins, zufrieden fest. Weiter lobt er die Helfer: „Viele haben eine hervorragende Expertise, was die Pflegemaßnahmen im Umfeld der Schieferhalden betrifft.“ Auch die Biotopbetreuerin, die seit mehr als 20 Jahren für das Kaulenbachtal zuständig ist, kommt ins Schwärmen: „Was wir hier jedes Jahr erleben dürfen, ist ein Engagement für Landschaft und Kultur, welches als herausragend und beispielgebend bezeichnet werden darf.“ Es sei immer wieder eine ganz besondere Freude die Pflegemaßnahmen des „Schiefervereins“ begleiten und anleiten zu dürfen. Dieser Aussage stimmt Winfried Schepp, Geschäftsführer der biodata Mainz, zu. Auch er lässt es sich, sofern abkömmlich, nicht nehmen, alljährlich den Naturschutzmaßnahmen beizuwohnen.
Unterstützung durch Pfadfinder
Eine weitere Besonderheit war die Beteiligung einer Gruppe der EPG-Pfadfinderschaft mit Teilnehmern aus Guldenthal, Speicher und Forst, die im Rahmen einer internen Qualifikationsprüfung (Goldener Pfeil) auf einer Dreitagesorientierung im Kreis Cochem-Zell unterwegs waren. Am Vorabend in Ulmen und Büchel ausgesetzt, fanden sie in einem Orientierungsmarsch ihr erstes Ziel, das Spalthaus im Kaulenbachtal. Da zur Unternehmung „Goldener Pfeil“ immer auch Aufgabenstellungen aus dem Bereich Naturschutz, soziales Engagement, Gruppenorganisation gehören, wurden die Pfadfinder und Pfadfinderinnen am frühen Morgen von ihrer EPG-Bundesvorsitzenden Dorothea Schumann aus Müllenbach) geweckt. Mit dem Projektleiter und dem Vorsitzenden des Schiefervereins stellte sie den Jugendlichen die Aufgaben für die kommenden Stunden. Die Aufgabe bestand darin, einen Teich in der Nähe des Spalthauses, der jährlich hunderten von Feuersalamander-Larven als Heimstatt dient, zu sichern. Dieser Teich gilt als besonders schutzwürdig, sodass der Wasserzufluss zukünftig vor Erosion zu schützen ist. Diese Aufgaben erledigten die Pfadfinder innerhalb weniger Stunden perfekt und zur vollsten Zufriedenheit. Vereinsvorsitzender Dieter Laux, der die Arbeiten anleitete und betreute, war voll des Lobes für den tollen Einsatz der Pfadfindergruppe, die schon am frühen Nachmittag gemäß ihrer weiteren Aufgabenstellungen in Richtung Cochem abrückte. Nicht jedoch, ohne vorher vor versammelter Helfermannschaft eine Schiefer-Erinnerungsplatte durch den Vereinsvorsitzenden und den Projektleiter zu erhalten. Auch gegenüber allen anderen motivierten Helfern und Helferinnen drückten Hillen und Laux bei einem guten Mittagessen im Spalthaus auf der Herrenwiese ihre Wertschätzung für den beispiellosen Einsatz für die Natur und die Geschichte ihrer Heimat. An der Pflegemaßnahme beteiligt hatten sich unter anderem der EPG Pfadfinderstamm Müllenbach-Laubach, die freiwillige Feuerwehr Laubach, der Junggesellenverein Müllenbach, die Schlepperfreunde Schieferland sowie zahlreiche Vereinsmitglieder. Müde, aber zufrieden mit dem Ergebnis ihrer Arbeit, versprachen alle, im nächsten Jahre wieder dabei zu sein. Mehr zum Schieferverein unter: www.schieferverein.de.
Insgesamt 65 Naturschützer und Naturschützerinnen haben mit ihrer Hilfe dazu beigetragen, dass das Natur- und Denkmalschutzgebiet Kaulenbachtal zwischen Leienkaul, Laubach und Müllenbach mit den riesigen Haldenflächen des ehemaligen Schieferbergbaus als Habitat für Flora und Fauna erhalten bleibt. Foto: privat
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