Arbeitskreis Heimat + Tourismus Engers
Engers - Musikalisches Zentrum unseres Landes
Die vorhandenen Chanchen sollten zum Wohle der Gesamtstadt genutzt werden
Engers. Mit der ‚Villa Musica‘ begann in dem historischen Stadtteil von Neuwied eine neue Epoche. War in der Vergangenheit das Heinrich-Haus der bestimmende Faktor in der örtlichen Fortentwicklung gewesen, so wurden auch der Weggang der Orthopädischen Klinik nach Bendorf und die Schließung der Ausbildungswerkstätten für behinderte Jugendliche eine Zäsur, die viele Ortsansässige als den Ausverkauf des Ortes ansahen. Doch das Land Rheinland-Pfalz ergriff die Initiative und erwarb Schloss Engers und richtete dort die ‚Akademie für Kammermusik‘, unter der Trägerschaft der Landesstiftung ‚Villa Musica‘ ein. Hier sollte hochbegabter musikalischer Nachwuchs in Kursen und Stipendien von erfahrenen Dozenten intensiv gefördert werden. Diese Initiative wurde zu einer Erfolgsgeschichte in der musikalischen Entwicklung unseres Bundeslandes. Zahlreiche Schülerinnen und Schüler dieser Förderung schmücken heute mit ihren Namen die Programme renommierter Aufführungen in den Städten unserer Republik. Doch das war erst der Anfang einer Entwicklung, die dem Ort Engers einen Namen im Lande und weit darüber hinaus gemacht hat, denn die Schulung des musikalischen Nachwuchses wurde weiter ausgedehnt, auch auf die Breitenarbeit im Lande. Hierfür zeichnete dann die zweite Landeseinrichtung, die sich in Engers niederließ, verantwortlich, die ‚Landes-Musik-Akademie‘. Ihren Sitz hat sie in dem neben dem Schloss stehenden sogenannten ‚Meisterhaus‘. Ihre Aufgabe beschreibt der damalige Kulturstaatssekretär Roland Härtel 2003 in der Festschrift zur Einweihung so: „Die Landesmusikakademie Rheinland-Pfalz im Meisterhaus und die Kammermusikakademie der Landesstiftung ‚Villa Musica‘ in Schloss Engers bilden künftig das Zentrum zur Förderung des musikalischen Nachwuchses in Rheinland-Pfalz.“
Beide Einrichtungen haben sich prächtig fortentwickelt und dies drückt sich auch aus in den zusätzlich geschaffenen Übernachtungskapazitäten. So hat die Villa Musica, neben ihren Betten im Schloss noch zwei weitere Gästehäuser eingerichtet und die Landesmusikakademie kam auch mit den Betten im Meisterhaus nicht mehr aus und hat mit dem ‚Musikerhof‘ ein weiteres Gästehaus geschaffen. Dies schlägt sich dann auch in den Übernachtungszahlen nieder, die in Engers erbracht werden, denn ca. 50 Prozent der Übernachtungen der gesamten Stadt Neuwied kommen aus Engers. Mit daran beteiligt sind natürlich auch die beiden Hotelrestaurants ‚Schloss-Schenke‘ und das ‚Euro-Hotel‘, sowie die zwölf Ferienwohnungen im Ort. Allein die Landesmusikakademie trägt mit ca. 14.000 Übernachtungen jährlich dazu bei.
Geschäftsstelle des Chorverbandes Rheinland-Pfalz in Engers
Doch die musikalische Qualifizierung von Engers ist damit noch nicht abgeschlossen. Zwischenzeitlich hat sich auch die Geschäftsstelle des Chorverbandes Rheinland-Pfalz in Engers angesiedelt und es besteht die Aussicht, dass auch der Landesmusikrat Rheinland-Pfalz mit seiner Geschäftsstelle hier Fuß fasst. Dann hat Engers sein Ziel erreicht, dass der Kulturredakteur der Rhein-Zeitung schon in einem großen und richtungsweisenden Artikel im Kulturteil der Zeitung vom neuen Kultusminister Prof. Dr. Konrad Wolf forderte: „Man wünscht ihm jetzt noch den Mut, für ein Großprojekt einzustehen. Möglichkeiten von einem echten Musikzentrum Engers mit pulsierender Landesmusikakademie und Spitzenförderung bei Villa Musica gäbe es genug.“
Und ein solches Großprojekt sieht der ‚Arbeitskreis Heimat + Tourismus Engers‘ in der Schaffung von Räumlichkeiten für die Schulungsaufgaben der genannten Landesverbände und einem angegliederten Konzertsaal. Alle vier Landesgeschäftsstellen könnten davon profitieren. Doch in erster Linie dient ein solches Projekt der Aus- und Fortbildung des musikalischen Spitzennachwuchses und der Breitenarbeit im Lande. Die Übergangslösung im renovierten Alten Rathaus und die eingeschränkten Möglichkeiten in der Aula des Heinrich-Hauses ist kein angemessener Zustand für eine sach- und fachgerechte Förderung der musikalischen Arbeit im Lande. Aber auch von Seiten der Stadt müssen diese Chancen, die Neuwied damit hat, dass sich Engers zu einem Musikzentrum entwickelt, gesehen werden. Weit über 30 Konzerte, meist mit freiem Eintritt, bietet die Landesmusikakademie und die fast gleiche Zahl kommt noch einmal dazu von der Villa Musica in Schloss Engers. Welche Stadt in ganz Rheinland-Pfalz kann da mithalten?
Touristische Infrastruktur muss angepasst werden
Nicht nur, dass Neuwied mit den Engerser Übernachtungszahlen punktet, es ist auch notwendig, dass die touristische Infrastruktur des Stadtteils dieser Situation angepasst werden muss. Das heißt, dass die geplanten Parkplätze am Bahnhof und an der Katholischen Kirche zeitnah geschaffen werden, dass die historische Bausubstanz ins rechte Licht gerückt wird und dass sich Neuwied weiter, wie bisher, für die Reaktivierung der Brexbachtalbahn stark macht, dass der Schiffstourismus wieder ans Laufen kommt und die notwendige Ortsverschönerung weiter vorangetrieben wird.
Auch in der Finanzierung dieser Projekte sieht der Arbeitskreis Möglichkeiten, die bisher nur unzureichend genutzt wurden. So haben das Land, der Bund und die EU Förderprogramme, von denen Neuwied in der Vergangenheit nur unzureichend Gebrauch gemacht hat. Eine Fachkraft in diesem Bereich würde nicht nur ihr eigenes Gehalt locker beibringen, sondern auch der Stadt große Summen an Fördermitteln zuführen für Projekte, die bisher lediglich aus dem Haushalt und mit geringen Landesmitteln finanziert wurden.
Es gilt, die vorhandenen Chancen zu nutzen, zum Wohle der Gesamtstadt.
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