Rotax Max Challenge Germany in Wittgenborn
Enrico Förderer holte sich den Tagessieg
Wittgenborn. Wittgenborn war kürzlich das Ziel der Rotax Max Challenge Germany und somit auch das Reiseziel des Kartfahrers Enrico Förderer, mit im Gepäck ein mittlerweile immer größer werdender Fanclub. Auf dem rund 400 Meter hoch gelegenen Vogelsbergring läutete Deutschlands teilnehmerstärkste Single-Brand-Serie mit dem vierten von fünf Rennen den Saisonendspurt ein. Über 100 Fahrerinnen und Fahrer fanden sich auf dem 1038 Meter langen Kurs ein.
Für den Elfjährigen Leuteroder eine weitere Chance, wertvolle Punkte einzufahren, um seinen Rückstand auf den Führenden der Meisterschaft zu verringern. Durch seine zwei unverschuldeten Unfälle im letzten Rennen in Oppenrod verlor er leider die Meisterschaftsführung. Dementsprechend motiviert war Enrico bereits in den freien Trainings am Freitag.
Gelungenes Warm Up
Nach dem Warm Up Samstagsmittags wusste man, dass man eine gute Einstellung gefunden hatte, denn Enrico schloss dieses mit einem dicken Polster von 3 Zehntel ab. Die gleiche gute Performance zeigte der junge Pilot dann auch im Qualifying, wenn auch nur noch mit knapp 2 Zehntel Vorsprung.
Dennoch bedeutete dies, Enrico geht abermals aus der Pole-Position ins Rennen. In diesem ersten Wertungslauf gab es für den Bambini vom RSC Westerwaldring dann kein Halten mehr. Er raste Runde um Runde seinen Verfolgern davon und gewann mit über 10 sec Vorsprung und fuhr auch noch die schnellste Rundenzeit. „Ich habe meiner Mutter versprochen, dass ich dieses Rennen für sie gewinnen werde, da sie an dem Tag Geburtstag hatte. Dafür habe ich wirklich alles gegeben. Ich wollte nur weg von allen anderen und habe mich voll und ganz darauf konzentriert, kontinuierlich auf der Idealline zu fahren, um somit so schnell wie möglich fahren zu können. Ich bin sehr froh darüber, dass mir das gelungen ist,“ erzählte Enrico freudestrahlend.
Zweiter Wertungslauf
Am Sonntagmorgen folgte dann erneut ein Warm Up, welches Enrico ebenfalls für sich entscheiden konnte.
Anschließend stand der zweite Wertungslauf auf dem Programm, in dem Enrico sich später über zu viel Grip beschwerte, was sich dann auch in seinen Rundenzeiten widerspiegelte. Er bot sich einen sehenswerten Zweikampf mit seinem Teamkollegen des Beule-Kart-Racing-Teams, den Enrico jedoch souverän meisterte. Wurde er überholt, weil der Hintermann in seinem Windschatten fuhr und somit leichter an ihm vorbeifahren konnte, ließ der Rückschlag von Enrico nicht lange auf sich warten. Jedoch in der letzten Runde passierte ihm ein kleiner Fehler. Er kam ein Stück zu weit raus und konnte somit die Linie zum Überholen nicht versperren, wodurch er diesen ersten Platz leider verlor und nur als Zweiter über die Ziellinie fuhr.
Dritter Wertungslauf
Der dritte Wertungslauf war für die Zuschauer an Spannung kaum mehr zu überbieten. Enrico startete dieses Mal auf Platz zwei. Auf dem Vogelsbergring ist die Außenlinie zum Starten sehr schwierig, da es passieren kann, das man zu weit raus getragen wird und die anderen Fahrer links an einem vorbei ziehen und man so einige Plätze verliert. Das stellte für Enrico jedoch überhaupt kein Problem dar. Direkt nach dem Start versuchte er erst gar nicht, am Führenden vorbei zu gehen, sondern reihte sich hinter ihm ein, um somit keine Plätze zu verlieren. Dann dauerte es nicht lang und Enrico zeigte wieder mal, dass er dieses Rennen gewinnen wollte. Wieder waren mehrere Zweikämpfe zwischen ihm und seinem Teamkollegen zu sehen, in denen sich ganz kurz noch ein dritter Fahrer an die Spitze setzte. Jedoch bereits nach einer weiteren Kurve holte Enrico sich die Führung zurück und sah am Ende die Zielflagge als Erster. Somit erhielt er einen tollen Glaspokal als Tagessieger, welchen er anschließend seiner Mutter zum Geburtstag schenkte. „Ich bin so glücklich darüber, nun so viele Punkte für mein Meisterschaftskonto gesammelt zu haben und habe nun beim nächsten Rennen noch die Chance, die Meisterschaft zu gewinnen. Meinen beiden Mechanikern Waldemar Förderer und Andy Anton möchte ich ganz besonders danken, denn nur weil die beiden so toll zusammenarbeiten, kann ich diese Siege einfahren. Wir gewinnen und verlieren immer gemeinsam! Ich bin so froh, Euch zu haben,“ erzählte Enrico dankbar. Alle Infos auf www.few-sports.de
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Enrico sah als Erster die Zielflagge.
Der elfjährige Enrico Förderer freute sich riesig über den Tagessieg.
Die Startphase des Rennens.
