Allgemeine Berichte | 03.03.2017

Verein Niederbieberer Bürger e.V.

Episoden aus der Geschichte

Zinnfigurenausstellung im Museum im Backhaus zeigt Szenen aus der Geschichte von Niederbieber beziehungsweise Neuwied

Szenen der Geschichte werden in Zinnfiguren-Dioramen im Museum im Backhaus ausgestellt.privat

Neuwied-Niederbieber. Seit einigen Wochen zeigen im Niederbieberer Museum im Backhaus drei Sammler des Vereins „Zinnfigurenfreunde Koblenz“, und zwar Harald Debernitz, Reinhold Pfandzelter und Wolfram Fuhrmeister, einige Szenen aus der Geschichte von Niederbieber beziehungsweise Neuwied an Hand von Zinnfiguren-Dioramen. Die Zinnfigurenfreunde Koblenz haben in der Vergangenheit bereits in mehreren Ausstellungen, so zum Beispiel im Evangelischen Gemeindehaus in Niederbieber, der Stadtgalerie Mennonitenkirche in Neuwied, im Landschaftsmuseum Hachenburg, im Museum „Leben und Arbeiten“ in Nastätten und im Stadtmuseum Andernach lokale Szenen aus dem geschichtlichen Umfeld dieser Gemeinden dargestellt. In Hans Christian Andersens Märchen „Der standhafte Zinnsoldat“, das sicherlich noch Vielen bekannt ist, heißt es: „Es waren einmal fünfundzwanzig Zinnsoldaten, und zwar waren es lauter Brüder; denn sie waren alle miteinander aus demselben alten zinnernen Löffel gegossen worden.“ Zinnfiguren wurden bereits ab der zweiten Hälfte des 18. Jahrhunderts gewerblich hergestellt. Diese kleinen Figürchen passen sehr gut in das Jahrhundert der Bürgerlichkeit, als es dem „Knaben“ gut anstand, die Ereignisse der Weltgeschichte mit Hundertschaften dieser Zinnfiguren nachzustellen. Wurden sie zunächst überwiegend als Spielzeug genutzt, trat zum Anfang des 20. Jahrhunderts der Sammler auf den Plan. Seinen Ansprüchen genügten diese Spielzeugfiguren bei Weitem nicht mehr. Ihm ist daran gelegen, nach wissenschaftlicher Vorarbeit kulturhistorische Figuren für sämtliche Epochen der Welt- und Kulturgeschichte zu schaffen und mittels dieser Figuren aktuelle Situationen und historische Ereignisse darzustellen.

Hierzu muss er seinen Figuren die nachprüfbar zutreffenden Kleiderfarben verleihen, ein Gelände in entsprechender Form und Bewaldung bauen und die richtige architektonische Szenerie errichten. In Deutschland dürften es zur Zeit etwa 200, meist private, Herausgeber von Zinnfiguren geben, die Figuren aus ihrem „Spezialgebiet“ herausgeben. Es gibt keinerlei Ereignis, das nicht mit Zinnfiguren darzustellen wäre – von Adam und Eva bis zur Mondlandung, wobei heute die Darstellung ziviler Themen überwiegt. Die Zinnfiguren dienen zur Vergegenwärtigung von Geschichte und sind dabei von besonderer Anziehungs- und Wirkungskraft, sodass mittlerweile immer mehr Museen sie als willkommenes Objekt nutzen, um ihren Besuchern das Bild geschichtlicher Ereignisse nahe zu bringen. Der Verein NIederbieberer Bürger und die Zinnfigurenfreunde freuen sich über ein reges Besucherinteresse. Wunsch ist, die Zinnfiguren-Dioramen als Dauereinrichtung im Museum im Backhaus im entsprechenden optischen Rahmen zu etablieren. Das Museum im Backhaus wäre dann das einzige Museum in Rheinland-Pfalz, das seinen Besuchern in dieser Art Geschichte näher bringt. Zur Zeit ist das Backhaus jeden Mittwoch von 19 bis 21 Uhr und jeden ersten Dienstag im Monat von 15 bis 18 Uhr geöffnet. Für kleine Gruppen können auch andere Öffnungszeiten vereinbart werden.

Szenen der Geschichte werden in Zinnfiguren-Dioramen im Museum im Backhaus ausgestellt.Foto: privat

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