Allgemeine Berichte | 21.08.2016, 15:00 Uhr

Sichtung des seltenen Schwarzstorches in Grafschaft Nierendorf

Er ist wieder da!

Der Schwarzstorch aufgenommen in der Nähe des Regenrückhaltebeckens in Nierendorf.Armin Dußing
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Grafschaft. Gegen Abend, wenn wieder Ruhe eingekehrt ist am Regenrückhaltebecken, dreht er am Himmel wieder majestätisch seine Runden: der Schwarzstorch. Er ist zum Regenrückhaltebecken zurückgekehrt. Schon nach Fertigstellung des Biotops rund um das Rückhaltebecken zwischen Nierendorf und Birresdorf konnte der Schwarzstorch beobachtet werden. Meist stolzierte er am Ufer des Leimersdorfer Baches entlang auf der Suche nach Futter: Kleinsäuger, Fische und Frösche. Nach dem Unwetter Anfang Juni und den einsetzenden, notwendigen Reparaturarbeiten am Leimersdorfer Bach, machte er sich rar. Seit einigen Wochen kann man ihn nun abends wieder beobachten, wenn er langsam im Tiefflug über das Rückhaltebecken gleitet. Es ist atemberaubend, diesen wundervollen Vogel in freier Wildbahn zu erleben. Als Folge von Bejagung und Intensivierung der Landwirtschaft verschwand der Schwarzstorch im 19. Jahrhundert als Brutvogel aus Mitteleuropa. Ab Beginn der 80er Jahre konnte der Schwarzstorch dann aber, dank der Schutzbemühungen, in Rheinland-Pfalz wieder vereinzelt beobachtet werden. Im Bundesnaturschutzgesetzt wird er als „besonders geschützt“ eingestuft. Man sollte daher nichts unversucht lassen, dem Schwarzstorch durch schutz- und biotopverbessernde Maßnahmen einen Lebens- und Brutraum im Bereich des Nierendorfer Regenrückhaltebeckens zu schaffen. Wie der Weißstorch nutzt er Feuchtgebiete, Seen, und Fließgewässer als Lebensraum, brütet aber im Gegensatz zu jenem als scheuer Einzelgänger in naturnahen, ungestörten und weitläufigen Laub- und Mischwäldern. Daher benötigen sie in ihren Brut- und Nahrungshabitaten besondere Ruhe und Schutz. Das Biotop im Bereich des Regenrückhaltebeckens bietet für Tiere wie den Schwarzstorch allerdings nur Lebensraum, wenn das umgebende Landschaftsschutzgebiet erhalten bleibt. Dann findet der Schwarzstorch eine Heimat zwischen Nierendorf und Birresdorf, wenn er aus seinem Winterquartier im Frühling zurückkehrt.

Der Schwarzstorch aufgenommen in der Nähe des Regenrückhaltebeckens in Nierendorf.Foto: Armin Dußing

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