Initiative VerA: Fachleute im Ruhestand helfen Auszubildenden
Erfahrungsaustausch in Koblenz
Koblenz. Die Initiative VerA zur Verhinderung von Ausbildungsabbrüchen stand im Mittelpunkt eines Erfahrungsaustauschs in der Industrie- und Handelskammer Koblenz. Zu dem Treffen am 27. August kamen rund 50 der in der Region Koblenz aktiven VerA-Coaches zusammen. Zu Gast waren zudem Ursula Lehnen von der Koordinierungsstelle Flüchtlingsfragen der Marienhaus Stiftung und Georg Hillen, VerA-Ausbildungsbegleiter in der Ortsgemeinde Flammersfeld im Landkreis Altenkirchen.
VerA ist ein bundesweites Mentorenprogramm des Senior Experten Service (SES) für junge Menschen in der Berufsausbildung. In der Region Koblenz engagieren sich knapp 80 ehrenamtliche Fachleute im Ruhestand für die Initiative. Weitere Unterstützung wird dringend gesucht.
„Bereits jetzt suchen wir für das kommende Ausbildungsjahr neue Ausbildungsbegleiterinnen und -begleiter“, sagt VerA-Koordinatorin Stefanie Köpping. Wer sich für diese Aufgabe interessiert, sollte Berufs- und Lebenserfahrung mitbringen und im Ruhestand sein. Eine weitere Voraussetzung ist die Registrierung als Senior Expertin oder Experte beim SES und die Teilnahme an einer zweitägigen Schulung. Beides ist selbstverständlich kostenlos.
Treffen wie das in Koblenz finden mehrmals im Jahr in allen Regionen Deutschlands statt. Diskutiert werden Themen wie der richtige Umgang mit Lernschwierigkeiten, Konflikte in Berufsschule, Ausbildungsbetrieb oder im privaten Umfeld der Auszubildenden. Im Rahmen der Veranstaltung hörten die Teilnehmenden auch einen Vortrag zum Thema „Gesundheitsberufe“. Ursula Lehnen von der Koordinierungsstelle Flüchtlingsfragen der Marienhaus Stiftung erläuterte den Ablauf der Ausbildung, die Voraussetzungen, Inhalte und Perspektiven. Anschließend berichtete VerA-Ausbildungsbegleiter Georg Hillen über die Aktivitäten der Initiative VerA in der Verbundsgemeinde Flammersfeld.
Die Initiative VerA ist ein überaus erfolgreiches Angebot für Auszubildende, die sich Unterstützung durch einen persönlichen Coach wünschen. Es ist für Auszubildende und Betriebe kostenfrei. Seit Ende 2008 haben bundesweit mehr als 14.000 junge Menschen eine Ausbildungsbegleitung in Anspruch genommen – die große Mehrheit von ihnen mit Erfolg.
