Volksbund Deutscher Kriegsgräberfürsorge
Erfolgreiche Sammlung für deutsche Kriegsgräber
Bürgermeisterin empfing die Sammler im Rathaus
Swisttal-Ludendorf. „Was soll ich denn mehr als 70 Jahre nach dem Ende des letzten Krieges noch spenden“, wurde so mancher Sammler in Swisttal gefragt, als er mit der Sammelbüchse von Haus zu Haus ging, um die jährliche Sammlung für den Volksbund der Kriegsgräberfürsorge zu unterstützen. Eigentlich ist es eine staatliche Aufgabe, die Gräber der für Deutschland gefallenen Soldaten zu pflegen, so wie es in den meisten Nachbarstaaten auch geschieht. In Deutschland ist diese Aufgabe dem Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge, einem gemeinnützigen Verein, übertragen worden. Zur Zeit betreut der Volksbund die Gräber von 2,6 Millionen Kriegstoten auf 832 Kriegsgräberstätten in 45 Ländern. Natürlich finanziert der Staat einen Teil dieser Aufgaben, aber rund 70 Prozent seiner Verbandsarbeit kommen aus Spenden, Mitgliedsbeiträgen und Erbschaften.
„Die Bergung und Bestattung der Kriegstoten gibt diesen ihre Würde zurück, und die von den Kriegsgräberstätten ausgehende Mahnung zu Versöhnung und Toleranz wollen wir im Bewusstsein der Menschen verankern und für eine aktive Friedensarbeit nutzen, um besonders die jüngere Generation für die Folgen von Krieg, Gewalt und Intoleranz zu sensibilisieren“, heißt es beim Volksbund.
Um die Organisation der Sammlung kümmern sich insbesondere die Ortsvorsteher sowie Andreas Pütz als ehrenamtlicher Geschäftsführer des Ortsvereins Swisttal des Volksbundes. „Ein ganz herzliches Dankeschön an Sie und die vielen Sammler, aber auch an Swisttals großzügige Bürgerinnen und Bürger, die mit mehr als 10.000 Euro wieder ein sehr gutes Sammelergebnis zuwege brachten“, würdigte die Bürgermeisterin diesen Einsatz. Und Martin Gadow, Geschäftsführer des Bezirksverbandes Köln-Aachen des Volksbundes, wies darauf hin, dass Swisttal seit Jahren zu den spendenstärksten Ortsverbänden in der Region gehört.
