Allgemeine Berichte | 08.08.2018

Kirche und Erinnerungskultur

Erinnern - Vergegenwärtigen - Handlungsperspektiven gewinnen

Am Mittwoch, den 5. September

Cochem. Im Focus einer etwa dreistündigen Fahrradtour ab Cochem steht die Erinnerung an die Geschehnisse während des Nationalsozialimus im ehemaligen Deutschen Reich. Versierte Referenten werden an vier Stationen Geschichte vergegenwärtigen:

1. Am Franziskaner Kloster Ebernach, unter dessen Bewohnern auch Opfer des Euthanasieprogramms der Nationalsozialisten zu beklagen sind, bevor man unter anderem Arbeiterinnen für die Produktion von Bosch in Außenlager Bruttig dort einquartierte, wird Br. Michael Ruedin die Geschichte des Klosters zurzeit des Nationalsozialismus beleuchten und über die Rolle der Franziskaner zwischen vorgeschobener Loyalität und Widerstand sprechen.

2. Auf dem Friedhof Bruttig-Fankel an den Gedenksteinen für ums Leben gekommene ehemalige Zwangsarbeiter des Arbeitslager Kochem-Bruttig-Treis, hier Bruttig, einem Außenlager des KZ Natzweiler Struthof, in dem politische Gefangene, verschleppte Handwerker, Lehrer, Techniker, Offiziere, Studenten und Ärzte oder als sogenannte „Asoziale“ Abgestempelte zur Zwangsarbeit verpflichtet wurden, wird Manfred Ostermann über Opfer und Täter zurzeit des Nationalsozialismus sprechen.

3. Am Jakob-Ziegler-Platz in Cochem-Cond wird Hermann Kockler, Studienrat a.D., über den Lebens- und Leidensweg des Märtyrerpriesters Jakob-Ziegler sprechen, des Conder Pfarrers, der im KZ Dachau ums Leben kam.

4. An den Gedenktafeln für die deportierten Cochem Juden an der Kirche St. Martin werden Rüdiger Lancelle, Evang. Kirche Cochem, und Herbert Hilken, Pfarreienratsvorsitzender der Pfarreiengemeinschaft Cochem, über die Erinnerungskultur in Cochem sprechen.

Handlungsperspektive für heute gewinnen

Die kurzen Vorträge vor Ort an den Stätten - ergänzt mit einem exemplarischen Bericht über eine jüdische Familie in Sehl, die einesteils Rettung durch Emigration erfahren hatte und überlebte, anderenteils im Holocaust ums Leben kam - möchten motivieren, Handlungsperspektiven für heute zu gewinnen. Im Jahr 2018 feiert man 70 Jahre Allgemeine Erklärung der Menschenrechte, eine Antwort der Vereinten Nationen auf die totalitären Regime im 20. Jahrhundert. Es gilt, auch im Jahr 2018 eine Sensibilität zu bewahren für die Würde eines jedes Menschen – um jedem Versuch einer Kosten-Nutzen-Rechnung oder der Einschränkung von abweichender politischer Einstellung und Weltanschauung sowie jedem Versuch einer Verurteilung eines anderen Lebensstils entschieden entgegenzutreten.

Die Veranstaltungsreihe wird freundlicherweise gefördert durch Sparkasse Mittelmosel und Raiba Moselkrampen. Teilnehmerbeitrag fünf Euro. Mittwoch, 5. September, 14 – ca. 17 Uhr. Treffpunkt: Parkplatz Sehler Anlagen 9/10 in Cochem-Sehl bei Radsport Schrauth.

Wer nicht mit dem Fahrrad fahren möchte, kann die angegebenen Stationen mit dem eigenen PKW anfahren: 14.30 Uhr Ebernach. 15.30 Uhr Friedhof Bruttig. 16.30 Uhr Jakob-Ziegler-Platz Cond. 17.30 Uhr St. Martin Cochem, Bernstraße.

Anmeldung bis zum 3. September 2018 bei Dekanat Cochem, Moselweinstr. 15, Ellenz-Poltersdorf, Tel.: (0 26 73) 9 61 94 70. Im Dekanat Cochem steht Pastoralreferentin Veronika Rass für mehr Information zur Verfügung. Mail: veronika.rass@bistum-trier.de

Pressemitteilung

Dekanat Cochem

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