Kleine Künstler der Klasse 6d treffen Jesse Magge, einen der Preisträger des „Westerwaldpreises 2019 – Keramik Europas“
Ernst-Barlach-Realschüler auf den Spuren der Kunst
Höhr-Grenzhausen. Wenn schon die Schule in einer Kannenbäckerstadt und das Keramikmuseum in der Nähe liegt, so ist es nicht verwunderlich, dass die Kunst gerade hier eine besondere Rolle spielt.
Außerdem wurde die Realschule plus nicht ohne Grund nach Ernst Barlach benannt, einem bedeutenden deutschen Bildhauer, Schriftsteller und Zeichner. So fand der Kunstunterricht an einem Nachmittag im Keramikmuseum statt. Verabredet war die Klasse 6d und ihre Klassenlehrerin A. Herrig mit einem Preisträger des erst kürzlich verliehenen Westerwaldpreises 2019 - Keramik Europas. Eine renommierte Auszeichnung für Künstler und Westerwaldkreis, die nur alle fünf Jahre verliehen wird und auch Anlass für eine Sonder-Ausstellung ist. Herr Magge kam gleich auf seine Kunstwerke zu sprechen und erklärte den Schülern die Idee, die zu seiner Arbeit „Mutterboden“ geführt hat: Schlichte dunkle, aber riesige Blöcke, bestehend aus Ur-Ton aus dem Neuwieder Becken, bei 1200 ° Grad im Brennofen zu Keramik gebrannt, erinnern daran, dass der Mensch Teil der Erde und alles miteinander stofflich verbunden ist. Sie demonstrieren elementare zeitgenössische Kunst, die auch polarisiert und zu Diskussionen anregt.
Interessiert lauschten die Schüler den Ausführungen des Künstlers und nachdem alle die Kunstwerke mit ihren Händen begreifen durften, bekam das Wort „Mutterboden“ eine ganz neue Dimension. Schnell kamen Fragen zu seinem kreativen Schaffen auf, zu seiner momentanen Lebenssituation und weiteren Projekten. Herr Magge diskutierte mit den Kindern über Talente, Kreativität und Kunst und beantwortete geduldig alle Fragen.
Man spürte förmlich seine Begeisterung und Liebe zur Kunst, sodass die Schüler auch Parallelen zu ihrem eigenen Leben ziehen konnten.
Ein Schüler fasste das so zusammen: „Wenn man nur fest an sich glaubt und das, was man gut kann zu seinem Beruf macht, hat man ein gutes Leben.“
Nach einem ausgiebigen Rundgang im Museum, bei dem auch der Spaß nicht zu kurz kam, und einem gemeinsamen Schlussfoto ging es wieder zurück zur Schule. Man war sich einig, dass dies nicht der letzte Besuch im Keramikmuseum sein sollte, schließlich gibt es noch viel zu entdecken.
Alle Schülerinnen und Schüler haben nach diesem Besuch einen ganz anderen Bezug zum Wort "Mutterboden".
