Allgemeine Berichte | 22.01.2018

Mitgliederversammlung des Fördervereins St. Cyriakus Mendig

„Es könnte keinen besseren Zeitpunkt zur Beendigung eines Vorstandsamtes geben“

Herbert Kranz übergab sein Amt als erster Vorsitzender nach 18 Jahren an Dr. Robert Diensberg

Hausherr Pastor Ralf Birkenheier (links) und der neue Vorstand des Fördervereins dankten dem scheidenden Vorsitzenden Herbert Kranz für seinen langjährigen, großartigen Einsatz. FRE

Mendig. Nach 18 Jahren eröffnete Herbert Kranz in seiner Eigenschaft als erster Vorsitzender des Fördervereins St. Cyriakus Mendig nun kürzlich zum letzten Mal die turnusmäßig alle zwei Jahre anstehende Mitgliederversammlung. „ Ich freue mich, dass ich dies vor dem großartigen Ergebnis der Innenrenovierung unserer St. Cyriakus tun kann. Das lang gesteckte Ziel ist erreicht. Es könnte keinen besseren Zeitpunkt zur Beendigung eines Vorstandsamtes geben. Ein Wechsel im Vorsitz des Vereins ist eine Zäsur, die es gebietet, über die Arbeit und die Ergebnisse seit Gründung des Vereins im Jahre 1999 zu berichten. Ich bin dankbar, dass mein Stellvertreter Herr Dr. Robert Diensberg, der mich, wie viele andere im Vorstand, von Anfang an begleitet hat, bereit ist, diese Aufgabe zu übernehmen“, so Herbert Kranz, der sodann über die Tätigkeit des Vereins seit der letzten Mitgliederversammlung am 4. November 2016 berichtete.

Zunächst jedoch erhoben die Anwesenden sich von ihren Plätzen, um der verstorbenen Mitglieder zu gedenken. Dabei handelte es sich um Rudolf Rawert, Olaf Laubenthal, Marlies Diensberg, Ernst Reder, Erika Daevel, Friedel May und Hedwig Klöppel. Aufgrund einer Kündigung und vier neuer Mitglieder zählte der Verein am Tag der aktuellen Sitzung 124 Mitglieder gegenüber 128 Mitgliedern am 4. November 2016.

Weiter führte Herbert Kranz aus: „Der Vorstand hat sich seit der letzten ordentlichen Mitgliederversammlung in vier Vorstandssitzungen mit den Obliegenheiten des Vereins befasst. Schwerpunkt unserer Beratungen in diesen Sitzungen war die Innenrenovierung unserer Kirche. Es dürfte niemandem entgangen sein, dass der ursprünglich durch die Denkmalbehörde in Trier geplante, farbliche Anstrich der gut erhaltenen Basaltpfeiler, im hinteren Teil unserer Kirche, bei unserem Vorstand, und auch bei unseren Mitgliedern in der letzten Mitgliederversammlung am 4. November 2016 auf erheblichen Widerstand gestoßen ist. Auch in der Informationsveranstaltung am 28. Januar 2017 in der St. Cyriakus-Kirche war der überwiegende Tenor der vielen Wortmeldungen, die Basaltsäulen in ihrer Natürlichkeit zu belassen. Wir haben uns darüber gefreut, dass der Verwaltungsrat in seiner Sitzung am 15. Februar 2017, nach Abstimmung mit Herrn Dr. Weiner aus Trier beschlossen hat, die Basaltpfeiler in der jetzigen Form zu belassen und nicht zu streichen. Ich denke, dass das uns heute alle beeindruckende Ergebnis der Innenrenovierung, diesen Beschluss des Verwaltungsrates rechtfertigt.“

Herbert Kranz weiter: „Im Hinblick auf die Neustrukturierung des Bistums haben wir uns mit dem Thema Satzungsänderung befasst, damit bei einer eventuellen Auflösung des Fördervereins, die dann noch vorhandenen Mittel nicht in den großen Topf einer zu diesem Zeitpunkt bestehenden Pfarreiengemeinschaft fließen, sondern einer kirchlichen Einrichtung in Niedermendig zukommen. Die Überlegungen sind noch nicht abgeschlossen und bedürfen der Abstimmung mit der Diözese, zumal viele Fördervereine im kirchlichen Bereich mit dieser Thematik befasst sind.“

Anschließend erinnerte Dr. Robert Diensberg in einem erweiterten Tätigkeitsbericht aus der der Zeit von 1999 bis 2018 noch einmal an verschiedene Projekte, die unter der Leitung von Herbert Kranz mithilfe des Fördervereins realisiert werden konnten. Dabei untergliederte er die vom Förderverein bereitgestellten Summen vor allem nach den optisch auffallenden Maßnahmen.

Maßnahmen im Überblick

1. Die Renovierung von Dach und Außenfassade der Alten Kirche (2001 bis 2003) wurde unterstützt mit rund 60. 000 Euro; 2. Die Neufassung der Cyriakus-Figur über dem Haupteingang aus Basalt (2004 bis 2005) erforderte 12.500 Euro; 3. Das Gutachten zum Zustand der Wandmalereien in der Alten Kirche sowie die daraus resultierende Sicherung und Reinigung (2004 bis 2006) schlugen mit 52.000 Euro zu Buche; 4. Die wärmetechnische Trennung der alten zur neuen Kirche (2008) kostete 7.500 Euro; 5. Für die Renovierung der Monstranz, des Vortragekreuzes, des Altarbildes und der Holzfigur des Heiligen Cyriakus sowie die Neuausgabe des Kirchenführers (2008) wurden 13.000 Euro benötigt. 6. Die Neugestaltung der Vitrine und die Beschaffung einer Sakralorgel für die Alte Kirche, die Verbesserung der Lautsprecheranlage in der gesamten Kirche wurden zwischen 2008 und 2011 realisiert; 7. Im Dezember 2011 konnte die mit 15.000 Euro geförderte Restaurierung und Aufstellung des alten Bußkreuzes und die Schaffung einer Basaltkopie im Außenbereich gefeiert werden und 8. konnte am 7. Dezember 2017 endlich die in der Mitgliederversammlung des Jahres 2011 beschlossene Finanzierung der Gesamtmaßnahme „Innenrenovierung der neuen Kirche unter besonderer Berücksichtigung der Mängel des Kirchendaches und der Kirchenfenster“ vorerst abgeschlossen werden: Die Pfarrei rief die zugesagten 127.000 Euro ab.

„Die den Mitgliedern des Fördervereins erbrachten Leistungen wären ohne die von Herbert Kranz zuvor genannten Spenderinnen und Spender – und auch die der hier nicht ausdrücklich genannt werden wollenden - nicht möglich gewesen“, so Dr. Robert Diensberg, der viele kulturelle Veranstaltungen aufzählte, die unter der Ägide von Herbert Kranz stattfinden konnten. So gaben zum Beispiel im Jahr 2003 der Kammerchor Pro Musica Rheinland-Pfalz und der MGV Schubertbund Siegburg ein Festkonzert, 2007 erklang die Johannespassion von Bach, gestaltet von Musica Nova und zuletzt gastierten im März 2016 die Mainzer Hofsänger in der St. Cyriakus Kirche.

Nach dem Vortrag des Kassenberichts durch Margret Diensberg bescheinigte die noch amtierende Kassenprüferin Christel Friedrich eine einwandfreie Kassenführung und beantragte die Entlastung des Vorstands. Dem wurde einstimmig stattgegeben.

Neuwahlen des Vorstands

Während bei den Neuwahlen Dr. Robert Diensberg einstimmig zum ersten Vorsitzenden gewählt wurde, votierten die Mitglieder einstimmig für: Monika Nieswand (zweite Vorsitzende), Achim Rothbrust (Beisitzer) Margret Diensberg (Wiederwahl zur Kassiererin) und Irmgard Müller (Kassenprüferin - Nachfolgerin von Christel Friedrich). Da der Initiator des 1999 gegründeten Fördervereins, Staats- und Finanzminister a.D. Gernot Mittler leider verhindert war, hatte er an Herbert Kranz einen Dankesbrief geschrieben, den Pastor Ralf Birkenheier vorlas und sich den Ausführungen von Gernot Mittler auch im Namen des Vorstands anschloss.

Vor dem Rück- und Ausblick auf die Cyriakus-Fahrten durch Albrecht Diefenbach erläuterte Architekt Reinhold Euskirchen in einem Dia-Vortrag unter dem Motto: „Was lange währt, wird endlich gut“ noch einmal kurz die umfangreichen Arbeiten während der Innenrenovierung der Kirche. FRE

Herbert Kranz, Gründungsmitglied und erster Vorsitzender des auf Initiative von Staatsminister a.D. Gernot Mittler 1999 gegründeten Fördervereins mit seinem Nachfolger Dr. Robert Diensberg.

Herbert Kranz, Gründungsmitglied und erster Vorsitzender des auf Initiative von Staatsminister a.D. Gernot Mittler 1999 gegründeten Fördervereins mit seinem Nachfolger Dr. Robert Diensberg.

Hausherr Pastor Ralf Birkenheier (links) und der neue Vorstand des Fördervereins dankten dem scheidenden Vorsitzenden Herbert Kranz für seinen langjährigen, großartigen Einsatz. Fotos: FRE

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