Allgemeine Berichte | 21.01.2019

Tolle Kappensitzung der Brave Jonge begeisterte über 200 Narren im Waldbreitbacher Kolpinghaus

Et Kleen und de Lang sorgten für Gesang

Karnevalistisches Feuerwerk mit Büttenrednern und vielen fantastischen Tanzgruppen

Nach dem Einmarsch sangen Kinderprinzessin Anne II und Begleiterin Nicola das Prinzessinenlied. Fotos: HEP

Waldbreitbach. „Ist das in der Cloud?“ Antwort: „Nein, hab´ ich nicht geklaut, sondern gekauft und bezahlt“, war eine der vielen Witze von Labbes und Dabbes (Sebastian Lerbs und Flo Fischer). Damit und mit vielen weiteren Scherzen über die Einrichtung eines neuen Smartphones brachten sie über 200 Narren so richtig zum Lachen. Ferner ging es um ein superlanges „WLAN-Kabel“ und den Hit in der Dose Alexa, die als digitale Möhn in der nächsten Session für ein Prinzenpaar sorgen soll. Denn das wurde für dieses Jahr in Waldbreitbach nicht gefunden.

Dennoch stellte die Karnevalsgesellschaft Brave Jonge wieder eine fantastische Kappensitzung, diesmal mit mehr als 20 Programmpunkten, im toll dekorierten Kolpinghaus auf die Beine.

So ganz ohne Tollitäten ist Waldbreitbach nicht, denn die Narren werden regiert von Kinderprinzessin Anna II. (Haakert) mit Hofstaatbegleitung Nicola Theobald. Die beiden Sitzungspräsidenten Hermann Schlich und Michael Beyer erklärten bei der Vorstellung, dass Anna jüngste Möhn un en Bräpe Panz ist und Pferde sowie den Funkentanz liebt. Daher ihr Motto: „Ob rud ob blau, ob gelb oder grün, näh wat is de Fasenacht schün“. Anna II. sang das von „Faxe“ (Frank Kötting) komponierte Prinzessinnenlied.

Waldbreitbach hat aber noch einen Prinz: Baffy I. (Thomas Baars) vom Linzer Stadtsoldatencorps Rut-Wieß regiert in der Bunten Stadt, wohnt aber in Waldbreitbach. Natürlich besuchte er mit seinen beiden Adjutanten Franky und Shelly die Kappensitzung und sorgte auf der Bühne für karnevalistische Stimmung.

Premiere hatte die Jugendgarde bei der auch Prinzessin Anna II. und Kinderpräsidentin Hannah Lynn Hopp tanzen. Trainiert wird der Nachwuchs, der eine Supershow bot, von Steffi Haakert, Ex-Prinzessin und Mutter der Kinderprinzessin.

Auch im Karneval wachsen die ehemaligen Verbandsgemeinden Waldbreitbach und Rengsdorf zusammen, denn die Tanzgruppe „Chicca Locas“ aus Ehlscheid und auch der Karnevalsclub „Weeste Näh“ aus Oberhonnefeld traten auf.

Die närrischen Gesetze

Nachdem Ortsbürgermeister Martin Lerbs den Rathausschlüssel an die „Weißjuppe“, neuer Vorstand der Brave Jonge unter anderem mit Vorsitzendem Michael Lang, Vize Sascha Sendt, Zeremonienmeisterin Renate Binder und Kassierer Pierre Fischer, übergeben hatte, verkündete Victor Schicker die närrischen Gesetze. Dabei berichtete er, was in Waldbreitbach alles im Argen liegt und was noch gemacht werden sollte: Angesichts des beleuchteten Zunftbaums vom Gewerbeverband dürfe die KG nicht zurückstehen und die Rosenmontagszug-Kommentatoren als Waisen aus dem Morgenland per Kamel am Alten Kreuz postieren: „Nur wer das Kamel macht, ist noch nicht raus“, sagte Schicker. Der Linzer Prinz Thomas Baars bekommt in Waldbreitbach eine Duldung, wenn er mitsamt einer Prinzessin in dem Wiedtalort Prinz wird. Jedoch meinte Schicker: „Et kütt bi et kütt“ und das ist auch das Sessionsmotto der Brave Jonge.

In die 70er Jahre entführten die Dreamboys mit Tänzen zu den Hits von Abba. Silke Beyer trainiert diese Truppe, die nächstes Jahr 25 Jahre besteht.

Dann bewiesen als Stadtsoldaten gestandene Männer, alles aktive und engagierte Karnevalisten, dabei auch Ortsbürgermeister Martin Lerbs, dass auch sie tanzen können. Aber ohne Frauen geht es nicht und so wirbelte Mariechen Emma Schmitz über die Bühne. Dies hatten Christiane Strauff, Christiane Lerbs und Birgit Hartmann einstudiert.

Die Hampelmännchen entstanden 2008 und tanzen aus Spaß an der Freud auf kölsche Karnevalsmusik. Die Gruppe, die mit 11 Jahren ihr närrisches Jubiläum feiert, wird trainiert von Sandra und Roswitha Bröhl-Högn. Welchen Dreck man in Waldbreitbach beseitigen muss und wen und was man dann alles trifft, berichtete Straßenkehrer Karl-Heinz (Gerhard Rams), der über die Grenzen des Wiedtalortes bekannt ist. Der ganze Stolz der Brave Jonge sind die Brave Mädche.

Diese quirlige Gruppe begeisterte mit beindruckenden Tänzen. Im vergangenen Jahr bekamen sie neue Kostüme und in diesem Jahr neue Hüte. Dabei sind Annabell Schmitz, Emma Schmitz, Mia Schmitz, Lina Büsch, Karolin Haag, Patricia Bosen, Aline Paganetti, Luise Wolf, Nina Dümmler, Hannah Gerstmann, Michelle Fischer, Juliane Rams und Alina Beyer (Präsidententochter), die von Jolanda Schmitz betreut werden.

 „Et Kleen un de Lang“ brillierten mit Gesang und umgetexteten Karnevalshits. Sylvia Wilhelms (et Kleen) ist wegen der Frauenquote im Elferrat und Holger Steinebach (de Lang) war 15 Jahre Vorsitzender der Brave Jonge, die ihm mitsamt den Narren mit einem dreifachen „Bräpisch Helau“ dankten.

Schließlich eroberten bis weit nach Mitternacht noch zahlreiche karnevalistische Nachbarvereine die Brave Jonge-Bühne. Das waren unter anderem Prinzengarde der KG Roßbach, Tanzclub Oberlahr sowie die Tanzgarden Hüh un Scheldche (Verscheid) und KC Rot Blau Niederbreitbach. HEP

Über eine gelungene Premieredurfte sich die Jugendgarde freuen.

Über eine gelungene Premiere durfte sich die Jugendgarde freuen.

Einen fantastischen Tanz legtendie Brave Mädche auf die Bühnenbretter.

Einen fantastischen Tanz legten die Brave Mädche auf die Bühnenbretter.

Mit Bräpisch Helau freuen sich die Weißjuppe über den Schlüssel.

Mit Bräpisch Helau freuen sich die Weißjuppe über den Schlüssel.

Die Hampelmännchen schossen zumEnde ihres Tanzes farbiges Silberpapier in die Luft.

Die Hampelmännchen schossen zum Ende ihres Tanzes farbiges Silberpapier in die Luft.

Nach dem Einmarsch sangen Kinderprinzessin Anne II und Begleiterin Nicola das Prinzessinenlied. Fotos: HEP

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