Allgemeine Berichte | 02.02.2021

Glasfachschule NRW: Startschuss für europäisches Austauschprogramm

Europa leben – trotz Corona!

Innovation and Tradition in European Glass Processing

Fertigung der Modelle aus Ton. Diese Bilder sind 2019 vor Corona entstanden, beim letzten Austausch der Schüler und Schülerinnen der Werkstätten Gravur und Schleiferei, in der frisch renovierten Glasfachschule in Kamenický Šenov.Foto: Glasfachschule Rheinbach

Rheinbach. Europa musste eine seiner größten Errungenschaften zeitweise aufgeben, um das Corona-Virus einzudämmen: seine Freiheit und Offenheit. Grenzen wurden geschlossen, die Wirtschaft heruntergefahren, kultureller Austausch findet nur noch stark eingeschränkt statt.

Dennoch lässt sich das Rheinbacher Berufskolleg davon nicht ausbremsen. Im Gegenteil: Am 13. Januar 2021 fiel der Startschuss für ein europäisches Austauschprogramm zwischen der „Staatlichen Glasfachschule Rheinbach des Landes NRW“ und der „SUPŠS Kamenický Šenov“ in Tschechien – online via Videotelefonie und mittels Online-Live-Präsentation. Flexibles Umdenken und Problemlösen? Wichtig für europäische Staaten, die weiterhin eng zusammenarbeiten wollen und müssen. Und auch für die Rheinbacher Europaschule kein Problem. Das europäische Austauschprogramm trägt den Projektnamen „Innovation and Tradition in European Glass Processing“ und wurde ins Leben gerufen, um den Erhalt und die Entwicklung traditioneller europäischer Glasherstellungstechniken in Europa zu sichern. Denn die konventionelle Glasherstellung mit ihren künstlerischen Glasveredelungstechniken gehört zu den ältesten Handwerken in Europa. Und dieses Kulturerbe gilt es zu wahren – auch (und gerade) in diesen unsicheren Zeiten.

Gemeinsam stark für Europa und die traditionelle Glashandwerkskunst

Hauptziel des Projektes ist, die Ausbildung im Glashandwerk durch den Erfahrungsaustausch unter den europäischen Glasfachschulen zu optimieren. Und zu qualifizieren, indem die Kompetenzen der Schülerinnen und Schüler, aber auch die der Lehrkräfte im Bereich der Glasverarbeitungstechniken erweitert werden.

Bis Ende 2022 sind zwei internationale Besuche zwischen Tschechien und Rheinbach geplant. An jedem Austausch werden von jeder Schule jeweils zehn Auszubildende und zwei Lehrer für einen Zeitraum von jeweils drei Wochen zusammenarbeiten.

Die Schülerinnen und Schüler lernen an der Partnerschule jeweils andere künstlerische Techniken kennen, als sie im Rahmen ihrer Heimatschule erlernen, und erweitern somit ihr Fertigkeitsportfolio. In jeder Workshop-Phase entstehen Glaskunstwerke, denen jeweils eine andere Glasverarbeitungstechnik zugrunde liegt. Die Kunstwerke werden nach Projektabschluss in einem dreisprachigen Ausstellungskatalog abgebildet und auf Ausstellungen und Vernissagen in Tschechien und Deutschland der Öffentlichkeit präsentiert.

Europa – an der Glasfachschule Tradition

Europa-Projekte wie dieses demonstrieren das kontinuierlich hochwertige Bestreben der Staatlichen Glasfachschule in der Europäisierung der Berufsausbildung. Seit 2014 offiziell als „Europaschule in NRW“ vom Ministerium für Schule und Bildung ausgezeichnet, folgte Ende 2019 die erneute Auszeichnung und Re-Zertifizierung. Das von der Bezirksregierung Köln ausgelobte Ziel, dass mindestens 10 Prozent der Schülerinnen und Schüler während ihrer Schullaufbahn an einem Auslandsaufenthalt teilnehmen sollen, wird an der Glasfachschule Rheinbach bereits seit vielen Jahren deutlich übertroffen. Aktuelle Zielländer, mit denen jährliche Kooperationen hinsichtlich Praktika, Sprachaufenthalten und Weiterbildungen bestehen, sind – neben Tschechien – Spanien, Frankreich, England und Polen. In Planung sind weitere Auslandsaufenthalte in Tallinn, Estland sowie Prag. Alle Auslandsfahrten werden durch EU-Förderprogramme bezuschusst.

Neue Partnerschaften mit ERASMUS+

Im Juli dieses Jahres ist ein Vorbereitungstreffen unter der Federführung der Deutsch-Baltischen Handelskammer in Tallinn geplant: Betriebe aus den Bereichen Digital und Print, Werbung und Design lernen die Glasfachschule Rheinbach im Rahmen einer Präsentation kennen. Sie gehören zu den von der Kammer ausgewählten Betrieben und werden die erste Gruppe von angehenden Gestaltungstechnischen Assistenten der Glasfachschule im Sommer 2022 für ein achtwöchiges, größtenteils von der EU finanziertes Auslandspraktikum aufnehmen. Auch eine Kooperation mit einer Medienschule in Prag ist in Planung. Die angehenden Gestaltungstechnischen Assistenten des Rheinbacher Berufskollegs werden hier die Kreativ-Kompetenzen mit weltweit verwendeten Software-Tools weiter professionalisieren.

Beratung und Anmeldung für das Schuljahr 2021/2022

Wer Europa mitgestalten möchte, kreativ ist und zeichnerisch talentiert, technisch interessiert sowie handwerklich begabt ist, wer ein uraltes Handwerk mit modernen Techniken erlernen und wer sich im Beruf selbstständig machen oder nach seiner Ausbildung studieren möchte, der ist an der Glasfachschule Rheinbach genau richtig. Zur Information über die verschiedenen Bildungsgänge und zur Anmeldung für einen der begehrten Schulplätze bietet die Glasfachschule individuelle telefonische Beratung und Video-Konferenzen an. Terminvereinbarung: Tel. 02226 / 9220-0 oder info@glasfachschule.de. Weitere Informationen: www.glasfachschule.de

Termine für Video-Konferenzen (immer um 17.30 Uhr, Anmeldung erforderlich!) Berufsfachschule für Glastechnik und Glasgestaltung

Montag, 01.02. und Mittwoch, 10.02.

Fachoberschule für Gestaltung

Donnerstag, 04.02. und Montag, 08.02.

Berufsfachschule für Gestaltung und Berufliches Gymnasium für Gestaltung

Dienstag, 02.02. und Dienstag, 09.02.

Fertigung der Modelle aus Ton. Diese Bilder sind 2019 vor Corona entstanden, beim letzten Austausch der Schüler und Schülerinnen der Werkstätten Gravur und Schleiferei, in der frisch renovierten Glasfachschule in Kamenický Šenov.Foto: Glasfachschule Rheinbach

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