Gerhard Hausen lud zum Neujahrsempfang in den Sitzungssaal des Unkeler Rathauses
Ewald Buslei ist der neue Träger der Ehrennadel
Unkel. Zahlreiche Bürger aus Unkel und den Stadtteilen Scheuren sowie Heister, Mitglieder des Stadtrates, der Ausschüsse und der politischen Parteien, Vertreter der sozialen, kulturellen und sportlichen Einrichtungen sowie Repräsentanten des gesamten öffentlichen Lebens aus Wirtschaft, Gesellschaft, und der Kirchen und der übrigen Institutionen, die das Leben unserer Kulturstadt derart vielfältig ausgestalten, konnte der Unkeker Stadtbürgermeister Gerhard Hausen zusammen mit seinen Beigeordneten, Wolfgang Plöger, Markus Winkelbach und Günter Küpper, am Samstagvormittag im Ratssaal begrüßen. Eingeladen dorthin hatte er zum traditionellen Neujahrsempfang der Stadt, der von dem Künstler-Duo, Hendrike Steinebach, Violine, und Ralf Bauer, Gitarre, musikalisch umrahmt wurde.
„Erheben Sie mit mir das Glas auf das noch junge neue Jahr 2020 und das ganze neue Jahrzehnt! Auf dass es jedem von uns Glück, Erfolg und Gesundheit schenke!“, so der Stadtchef, nachdem ein Larghetto und ein Allegro von Niccolò Paganini verklungen war. Anschließend begrüßte er namentlich Verbandsbürgermeister Karsten Fehr mit Büroleiter Jörg Harperath, den Archivar der Stadt, Wilfried Meitzner, und den Vorsitzenden des Geschichtsvereins, Piet Bovy, die Vorsitzenden der Entwicklungsagentur, Clemens August, Freiherr von Weichs zur Wenne und Daniel Schmitz, mit die Vorsitzenden des Vereins „Touristik & Gewerbe“, Ulrike Richarz und Katja Lorenzini, die den Vorsitzenden der Bürgerstiftung „Willy-Brandt-Forum“, Christoph Charlier und Wolfgang von Keitz sowie das Vorstandsmitglied der „Freunde und Förderer der Bürgerstiftung“, Brunhild Charlier-Krupp.
„Ein ganz besonderes Willkommen richte ich auch an die ehrenamtlichen Museums-Betreuer der Stiftung, die sich Tag für Tag mit ihrer Arbeit einbringen. Auch dies dient dem Wohle unserer Stadt.
Anlässlich des Jahrestags der Übernahme der Bundeskanzlerschaft durch Willy Brandt ist es Ihnen gelungen, Altbundeskanzler Gerhard Schröder zu einem Festvortrag nach Unkel zu bewegen“, erinnerte Gerhard Hausen, nicht ohne zu erwähnen, dass das WBF ab diesem Jahr mit 300.000 Euro jährlich aus dem Bundeshaushalt gefördert und professionalisiert wird. „Damit haben Sie die Weichen für die Einbindung des Forums in die zentrale Bundeskanzler Willy-Brandt-Stiftung als dritte Säule neben Berlin und Lübeck gestellt“, lobte er das Team um Christoph Charlier. Diese trage wie auch die Unkeler Künstlern und Kunstschaffenden maßgeblich dazu bei, dass sich die „Kulturstadt Unkel“ zu einem Markenbegriff entwickele. Der besondere Willkommensgruß des Stadtchefs galt natürlich dem Geschäftsführer von „Kia Motors“ Deutschland, Steffen Cost, der sich später als Festredner dem brandaktuellen Thema „Automobilität im Wandel“ widmete, sowie Ewald Buslei, der nach Schwester Rosita Haubrich vom Christinenstift 2018 und dem jüngsten Ehrenbürger von Unkel, Fritz Bagel, 2019 mit der Verleihung der Ehrennadel der Stadt Unkel für seine Lebensleistung ausgezeichnet wurde.
Lichtshow statt Feuerwerk beim Wein- und Heimatfest
„Generell kann man es leider drehen und wenden wie man will: der Klimawandel ist eine Tatsache. Er beschäftigte uns im vergangenen Jahr und wir werden ihn auch im Jahr 2020 und weit darüber hinaus zu vergegenwärtigen haben“, konstatierte der Stadtchef zunächst. Praktische Konsequenzen vor Ort: Das Großfeuerwerk beim Wein- und Heimatfest wird 2020 durch eine Lichtshow ersetzt. Es nutze eben nichts, den Klimawandel nur zu beklagen, man müsse auch etwas tun. Immerhin könne man auch vor Ort die Konsequenzen des Klimawandels sehen. „Dem Stadtrat wurde jüngst bei der Erörterung des Forstwirtschaftsplanes vor Augen geführt, wie schlecht es um unseren Wald aufgrund von mangelnder Feuchtigkeit und hohen Temperaturen bestellt ist“, so Gerhard Hausen, bevor er sich den Erfolgen des Vorjahres widmete vom Bürgerpark Unkel über das Gelände der ehemaligen „Löwenburg“ und die Gestaltung der Siebengebirgsstraße rund um den Bahnhofvorplatz bis hin zum Engagement der Familie Bagel-Henkel, die etwa durch die Hilfe für die Präsentation von Martine Seibert-Raken auf der Biennale in Venedig sowie bei den Kunsttagen „Unkeler Höfe“ von Ellen und Jochen Seidel dazu beitrage, dass Unkel nicht zum reinen Postkartenidyll verkommt.
„Gemeinsinn und ein Miteinander sind gefragt. Angesagt ist, die eigene Befindlichkeit er auch einmal im Sinn des Allgemeinwohls zurückzustellen“, empfahl der Stadtbürgermeister. Der Begriff „Verein“ trage dieses vereinte Tun in sich. Ehrenamt sei der Dünger der Demokratie und Voraussetzung für ein intaktes soziales Klima. „Bei uns in Unkel werden Ehrenamt und soziales Miteinander gelebt. So möge es bleiben. Reden wir nicht nur vom Wir-Gefühl“, sondern leben wir es auch aus, so dass es positiv-produktiv Frucht hervorbringt“, wünschte er sich nicht nur für das noch ganz junge neue Jahr, bevor er sich dem Mann als einer Persönlichkeit widmete, die sich engagiert in die Gemeinschaft zum Wohle der Kulturstadt Unkel einbringt.
Kommunalpolitiker und Karnevalist
„Kommunalpolitisch aktiv ist Ewald Buslei in führender Funktion im Ortsverein und in der Fraktion der CDU Unkel. 17 Jahre gehörte er von 2004 bis 2019 dem Stadtrat an, in den Anfangsjahren seiner Ratstätigkeit sogar als Stadtbeigeordneter“, begann Gerhard Hausen seine Laudatio. In diesem Sinne habe sich Ewald Buslei als Kommunalpolitiker und zuweilen starker Verfechter seiner klaren Linie stets über das Normale hinaus engagiert und an vorderster Linie mit einem hohen Verantwortungsbewusstsein für die erfolgreiche Weiterentwicklung von Unkel eingesetzt. „Aber sein politisches Wirken bildet aber nur einen Teil dessen ab, was er an Verdiensten um Unkel erworben hat“, brachte der Stadtchef das Brauchtum und die Tradition ins Spiel. Immerhin engagiert sich der neue Träger der Ehrennadel bereits seit 37 Jahre im Karneval.
„Jederzeit ist er zur Stelle, er ist der Mann für alle Fälle“, fasste Gerhard Hausen die Leistung des diesjährigen Würdenträgers zusammen, der für seine Verdienste um das rheinische Brauchtum sowie für seinen Einsatz als 1. Kassierer der Unkeler KG und als Mitglied des Elferrats bereits 1996 mit dem Heimatorden ausgezeichnet worden war. Zwei Jahre später empfing er dann den Verdienstorden in Silber des Bundes Deutscher Karneval und dies auch für sein Wirken als Sitzungspräsident.
„Nicht aufzuzählen sind die alltäglichen Mosaiksteine seines Schaffens, unter anderem als Musiker im Bläsercorps der KG, die unserem karnevalistischen Brauchtum, unserer Stadt im Allgemeinen und ihren Vereinen zu Gute kommen“, so der Stadtchef. Durch seine handwerklichen und organisatorischen Fähigkeiten und durch seine Position in einem großen Unkeler Unternehmen würde Ewald Buslei immer wieder Möglichkeiten finden, den Unkeler Vereinen und der Stadt unterstützend zur Seite zu stehen, eben als der Mann für alle Fälle, der sich ehrenamtlich seit Jahrzehnten dafür einsetzen würde, das Unkeler Gemeinwesen besser und fröhlicher zu gestalten, so der Stadtbürgermeister. „Ewald Buslei ist für die Bürger ein Vorbild. Menschen wie er prägen die Gesellschaft“, so Gerhard Hausen, bevor er dem neuen Würdenträger als äußeres Zeichen der Anerkennung unter dem Beifall der Gäste die Ehrennadel der Stadt ansteckte.
„Ich war ziemlich überrascht, als der Stadtbürgermeister mich davon in Kenntnis gesetzt hat, dass ich diese hohe Auszeichnung verliehen bekommen soll“, erklärte Ewald Buslei. Dass er sich in vielen Bereichen ehrenamtlich engagieren würde, läge nach Ansicht seiner Frau vor allem daran, dass er nicht nein sagen könne, wenn er um Hilfe gebeten würde, vor allem dann nicht, wenn es darum gehen würde, etwas in Unkel hinzubekommen. „Machbar ist das alles aber nur, weil ich von meiner Familie so unterstützt werde. Der Einzelne ist ja immer nur so gut, wie das Team, das ihm zur Seite steht“, so Ewald Buslei, bevor er sich in das Goldene Buch der Stadt eintrug. DL
Unter dem Beifall der Gäste steckte der Stadtbürgermeister Ewald Buslei die Ehrennadel an.
Anschließend trug sich der neue Würdenträger in das Goldene Buch der Stadt ein.
