Allgemeine Berichte | 28.10.2015, 16:28 Uhr

Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“

Exkursion zur Synagoge in Köln

Am 1. Dezember

Siegburg/Köln. Eine Exkursion zur Synagoge in Köln bietet die Gedenkstätte „Landjuden an der Sieg“ am 1. Dezember an. Während des 19. Jahrhunderts entstanden in Köln einige Synagogen, so auch 1899 diese in der Roonstraße. Doch während der Novemberpogrome 1938 zerstörten die Nazis Synagogen, unter ihnen die genannte Synagoge, sowie unzählige jüdische Wohnungen und Geschäfte. In der Schoah wurden mehr als 11.000 Jüdinnen und Juden aus Köln von den Nazis ermordet, den restlichen gelang es, in andere Länder zu fliehen. Eine kleine Gruppe Überlebender gründete 1945 eine neue jüdische Gemeinde. Am 20. September 1959 wurde die wieder aufgebaute Synagoge in der Roonstraße eingeweiht.

Der Besuch der Synagoge soll mit dem jüdischen Gotteshaus vertraut machen. Erklärt werden die Bedeutung der Synagoge für Jüdinnen und Juden sowie der Alltags- und Festgottesdienst. Auch andere jüdische Bräuche und Riten sollen den Teilnehmerinnen und Teilnehmern nahe gebracht werden. Außerdem werden die wichtigsten jüdischen Speisevorschriften (Kaschrut) erklärt. An den Besuch der Synagoge schließt sich ein Essen in der koscheren „Kantine Weiß“ an.

Die Exkursion wird am Dienstag, 1. Dezember, 16 Uhr, angeboten. Treffpunkt ist um 14.25 Uhr am Bahnhof Siegburg, Gleis 1 oder um 15.45 Uhr vor der Synagoge, Roonstraße 50, 50674 Köln. Die Teilnahmegebühr beträgt fünf Euro, die Fahrtkosten und Kosten für koscheres Essen tragen die Teilnehmenden. Die Führung übernimmt Winfried Günther, von der Synagogengemeinde Köln.

Eine persönliche Anmeldung im Kreisarchiv ist erforderlich. Die maximale Teilnehmerzahl sind 40 Personen. Interessierte an der Anmeldung erreichen das Kreisarchiv, Kaiser-Wilhelm-Platz 1, 53721 Siegburg, unter Tel. (0 22 41) 13-29 28, per Telefax (0 22 41) 13-32 71 oder per E-Mail: gedenkstaette@rhein-sieg-kreis.de.

Pressemitteilung

Rhein-Sieg-Kreis

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