Allgemeine Berichte | 30.12.2022, 11:15 Uhr

Pfarreiengemeinschaft lädt ein zum Infoabend mit Polizei und Kreisjugendamt am 10. Januar in Plaidt

Fachleute sprechen über sexualisierte Gewalt

Plaidt. Der Missbrauchsskandal innerhalb der katholischen Kirche erschüttert Gläubige, Haupt- und Ehrenamtliche sowie die gesamte Gesellschaft. Der Thematik und der Frage „Wie können wir sexualisierte Gewalt in unserer Arbeit vermeiden? Wie gefahrvoll ist die Realität?“ widmet sich ein Informations- und Diskussionsabend am Dienstag, 10. Januar um 18 Uhr im Pfarrheim Plaidt (Mühlenstraße 10), zu dem eine Arbeitsgruppe der Pfarreiengemeinschaft Plaidt einlädt. Neben Fachpersonen des Bistums Trier werden auch Expertinnen und Experten der Polizei und des Kreisjugendamtes ihre Erfahrung zu dem Thema einbringen und anschließend Rede und Antwort stehen.

„Uns ist es wichtig, externe Fachleute zu dem Thema zu hören und mit ihnen über die Problematik der sexualisierten Gewalt zu sprechen“, erläutert Pfarrer Alexander Kurp. Im Zuge der Präventionsarbeit sind unter anderem Kirchengemeinden dazu aufgerufen, ein Institutionelles Schutzkonzept (ISK) zu erstellen. Das Ziel: Minderjährige und schutzbefohlene Erwachsene sollen an den verschiedenen Orten von Kirche ein sicheres Umfeld finden - und Menschen, die ihnen zuhören und helfen. In der Pfarreiengemeinschaft Plaidt hatte sich dazu eine Arbeitsgruppe gebildet, die ihren Entwurf zum ISK nun an die Pfarrgemeinderäte übergab, die das Schutzkonzept weiter beraten und beschließen werden. Auch wurde der Entwurf an die Bistumsleitung übergeben, die diesen prüfen wird. Gleichzeitig soll die Öffentlichkeit am 10. Januar über den Entwurf informiert und an der weiteren Bearbeitung beteiligt werden. „Wir wollen die Gemeinde für das Thema sensibilisieren, denn dort geschehen die Übergriffe“, so Kurp.

Aus organisatorischen Gründen wird um eine Anmeldung im Pfarrbüro Plaidt bis Freitag, 6. Januar unter Tel: 02632-6300 gebeten.

Einen Überblick über die Arbeit des Bistums Trier im Bereich Aufarbeitung, Intervention und Prävention gibt es auf www.praevention.bistum-trier.de. Die unabhängigen Ansprechpersonen bei sexualisiertem Missbrauch sind im Bistum Trier Ursula Trappe, Fachanwältin für Familienrecht und Mediatorin, zu erreichen per E-Mail ursula.trappe@bistum-trier.de oder unter Tel.: 0151-50681592 und Markus van der Vorst, Diplom-Psychologe, per E-Mail an markus.vandervorst@bistum-trier.de oder unter Tel.: 0170-6093314.

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