Vier Tage Feierlaune beim Westumer Murrefest
Fähnriche holen den Schürreskarren-Pott
Westum. Wenn in Westum die St. Peter und Paul Kirmes steigt, sagt in und um Westum kaum jemand „Kirmes“ dazu. Das Traditionsevent ist weithin als „Murrefest“ bekannt und beliebt. Und eben jene „Murre“, also die Möhre“, taucht rund um die Festivität immer wieder auf. Das war natürlich auch am vergangenen Wochenende der Fall, als sich die Westumer vier Tage lang dem Kirmestreiben hingaben. Schon zum freitäglichen Auftakt die erste Murre-Hommage, firmierte doch die Opening-Party mit drei DJ`s unter dem vielsagenden Titel „Tomurreland“. Samstags und sonntags dann der traditionellere Part mit Fassanstich, morgendlicher Reveille, Heiliger Messe und Frühschoppen – immer mit der passenden Musik. Bei der Reveille weckten die Breisiger Lähmdeuwele das Dorf, den Frühschoppen begleitete die Blaskapelle Kesseling und den Kölsch-Abend rockte unter anderem DJ Morgi Rocks. Nicht unterschlagen werden darf der Festumzug, der am Sonntag zu Ehren des Junggesellenschützenkönigs Arved Servas und des Altjunggesellen-Schützenkönigs Wolfgang Staus durch Westum zog.
Actionreicher Abschluss
Und dann war da ja noch das „Schürreskarrenrennen“ zum Murrefest-Abschluss, ein alljährliches Spektakel, dass das ganze Dorf auf Trab hält. Fünf kostümierte Zweierteams aus den Reihen der Junggesellen begaben sich auf den für Körper, Magen und Geist gleichermaßen anspruchsvollen Parcours am und um den Kirmesplatz. Fakt ist: beim Schürreskarrenrennen sind Physis und allgemeines Durchhaltevermögen gefragt. Zwischen zwei Schubkarren-Slalom-Einheiten sind hier Schikanen aus Wasserbecken und Wasserrutsche zu überwinden, Dartpfeile zu treffen und Basketbälle zu versenken. Doch damit nicht genug: es galt auch, Senf-bestrichene Reiswaffeln und Tabasco-versetztes Toastbrot zu verinnerlichen – natürlich alles so schnell wie möglich bei gestoppter Zeit. Wer erwähnte Sporteinlagen nicht erfolgreich meisterte, durfte sich über einen eiskalten Murresaft als Strafe „freuen“. Da geriet so mancher Magentrakt der Kombattanten an seine Grenzen. Sei`s drum: nach spannendem, Action-reichem Rennen war es schließlich das Team der Fähnriche, das den begehrten Wanderpokal in die Höhe recken durfte. „Es war eine tolle Kirmes, alles ist hervorragend und planmäßig verlaufen, wenn uns auch die große Hitze während des Wochenendes den ein- oder anderen Besucher gekostet hat“, zog Andreas Kessel, Präsident des veranstaltenden Junggesellenverein Westum ein zufriedenes Murrefest-Fazit.
Der anspruchsvolle Slalomparcours beim Schürreskarrenrennen.