Gemeinsam für Vielfalt e.V. lädt ein
Familienpicknick im Bürgerpark Unkel als Abschluss des Sommerferienprogramms
Viele kommen trotz schwül-warmem Wetter
Unkel. Der Wetterbericht verheißt nichts Gutes für den Nachmittag. Aber dennoch lassen viele Familien es sich nicht nehmen, mit Picknickdecke, Essenskorb und Regenzeug für den Notfall in den schönen Park des ehemaligen Freibads zu kommen. Jede Gruppe lagert bequem und mit Abstand zu Anderen unter den Bäumen und die Kinder genießen es, mit dem vorhandenen Bewegungsmaterial zu spielen und bei den gemeinsamen Aktivitäten mit dem Schwungtuch und vielen Bällen mitzumachen. Und alle sind gespannt auf die Ergebnisse der Kreativ-Workshops, in denen Mittwochnachmittag große und kleine Künstler*innen aktiv gewesen sind.
Die Pachtvertrags-Verhandlungen haben begonnen – der Verein macht mobil
Der Rat der Stadt Unkel gibt Ende Juni grünes Licht für Pachtvertrags-Verhandlungen. Nun will der Verein ebenfalls ein positives Zeichen setzen und organisiert ab der zweiten Sommerferienwoche fünf Wochen lang von Montag bis Freitag zwischen 15 und 17 Uhr Aktivitäten auf dem schönen Gelände. Die Stadt stellt dem Verein gegen eine Nutzungsgebühr das Gelände und die Gebäude zur Verfügung, der Verein reinigt alles selbst. Alle freuen sich: Wasser zur Abkühlung ist da und die Toiletten geöffnet.
Fünf Wochen Spiel, Spaß und Entspannung
In den ersten Wochen kommen die Besuchenden zahlreich zu den Öffnungszeiten und genießen die Möglichkeit, zu entspannen und zu spielen. Aber danach lässt die Hitze viele zu Hause bleiben. Beach-Volleyball (das Feld ist nach Säuberung durch Aktive des Vereins und einer Volleyball-Gruppe des SV Rheinbreitbach weder bespielbar), Tischtennis, Fußball und die Materialausleihe reichen nicht aus, um die Kinder jeden Tag aufs Gelände zu locken, signalisieren uns die Mütter und Väter. Mehr feste Angebote, zum Beispiel Bewegungs- und Spiel-Aktionen wünscht man sich. Und es wäre schön, wenn es künftig noch mehr auf dem Gelände zu tun gäbe. Die Kinder haben bereits damit begonnen, ihre Ideen und Wünsche auf einer Pinnwand zu notieren: Hängematten, Slacklines und ein Karaoke-Workshop gehören dazu. Auf einer imaginären Auto-Safari (die Fahrzeuge aus Kartons sind in einem der Kreativ-Workshops entstanden) sammeln die Kinder weitere Ideen.
Portraits, Taschenlampen-Bilder, Schnappfische und Carlo Corona: Mittwochs wird gemalt und gebastelt
Die Kreativ-Workshops unter der Überdachung erfreuen sich großer Beliebtheit und ziehen bis zu über zwanzig große und kleine Künstlerinnen und Künstler an. Die Ergebnisse sind heute dort ausgestellt: Portraits mit Acrylfarben, geheimnisvolle Bilder, die der Betrachtende erst beim Strahl einer Taschenlampe erkennt, Wind-Objekte, Schnapp-Tiere und Safari-Autos, die unter Anja Rihms Leitung entstanden sind. Krönender Abschluss ist ein Pappmaché-Workshop, gestaltet von Klaus Schmitt und Brigitte Enkmann Schmitt. Trotz der Schwüle in dieser Woche entsteht eine lebensgroße Figur – Carlo Corona, der von seinem Stuhl aus alle winkend einzuladen scheint, herein zu kommen. Wo kann er dies am besten – im ehemaligen Kassenhäuschen des Freibads! Und dort sitzt er nun und lädt alle ein.
Die Fahrradwerkstatt ist der Sommer-Renner
Jeden Dienstag von 16:30 bis 18 Uhr ist die Fahrradwerkstatt geöffnet. Und nach Terminabsprache mit Gerd Faßbender, der die Werkstatt managt, auch darüber hinaus, Tel. (0 15 11) 86 68 334. Viele Menschen mit kleinem Geldbeutel nutzen das Angebot, ihr kaputtes Fahrrad unter Anleitung selbst zu reparieren oder gegen eine Spende mit einem gebrauchten Drahtesel nach Hause zu fahren. „Und manchmal bringen die Leute drei völlig kaputte Räder in die Werkstatt und wir bauen aus den Schrotthaufen plus dem, was sich beim Ausschlachten in der Werkstatt angesammelt hat, ein gebrauchsfertiges neues zusammen“, berichtet er.
In den letzten Monaten ist vieles gespendet und überholt worden: vom Dreirad über Mountainbikes bis zu E-Bikes. Sogar ein Auto-Fahrradständer ist dabei. Die Räder und Roller für die Kleinsten finden auch heute reißenden Absatz. Aber alles andere wartet auf neue Besitzerinnen und Besitzer. Das Lager ist voll. Gerd Faßbender würde sich über Abnehmer*innen freuen. Der Erlös aus den Spenden fließt in die Fahrradwerkstatt. Dort gibt es noch keine Werkzeugschränke.
Im Schaugarten grünt und blüht es
Der Mangold ist bereits geerntet, nun sind die Kohlrabi reif. Auf Info-Tafeln erklärt die Gruppe Unkel Tomorrow, was an alten Sorten ausgesät und angepflanzt wurde. Optisch ist der Garten mit dem pyramidenförmigen Spalier auch für nicht Garten- und Ökologie-Interessierte ein Hingucker.
Ran an den Sanierungsstau: erste Reparatur- und Verschönerungsarbeiten
Der Eingang zum Gelände muss einladend sein und neugierig auf das machen, was sich dahinter verbirgt, meint Anja Rihm, die Vorsitzende des Vereins. Und sie nimmt die Sache selbst in die Hand. Nun prangt ein blaues Fahrrad mit vielen bunten Ballons am Gitter neben dem Kassenhäuschen, aus dem Carlo Corona zum Hereinkommen einlädt. Das Dach ist nach Reparatur nun regendicht. Im Gebäude gleich nebenan sind die Dächer bereits sauber. Nach dem Starkregen müssen sie trocknen, um danach ebenfalls repariert zu werden.
Neues Programm in den Herbstferien mit Abschluss-Konzert im Bürgerpark
Es war viel Arbeit, hat sich aber gelohnt – so das Fazit der Aktiven, von denen an den 25 Tagen immer mindestens je zwei auf dem Gelände waren. Deshalb wird es In den Herbstferien ab dem 19. Oktober 2020 eine Woche lang ein neues Programm mit täglichen Angeboten, nicht nur im Kreativ-Bereich geben. Die Planung dafür, gemeinsam mit Vereinen aus Unkel und anderen Aktiven wie den Kirchen, wird nun beginnen.
Am Samstag, den 24. Oktober wird nachmittags ein Abschluss-Konzert, initiiert von Andreas Bauch mit den 17 Inches und noch weiteren Musik-Gruppen, stattfinden. Darauf können sich alle, die Life-Musik in den letzten Monaten schmerzlich vermisst haben, schon jetzt freuen.
Die lebensgroße Figur – Carlo Corona entstand im Pappmaché Workshop.
