Norbert Knauf sprach beim Zehnthausverein in Odendorf
„Farbenpracht einer besonderen Landschaft“
Swisttal-Odendorf. Licht und Farbenfülle der blühenden Eifel sind mit der Farbenpracht des Südens vergleichbar. Schon die Düsseldorfer Malerschule des ausgehenden 19. Jahrhunderts war davon fasziniert. Das Eifel-Bild „Die blaue Blume“, das Fritz von Wille malte, machte sie berühmt. Heute bietet die Fotografie neue Möglichkeiten, die Eifel und ihre Farben einzufangen. Norbert Knauf nutzte beides für seinen Lichtbilder-Vortrag beim Verein Zehnthaus Swisttal-Odendorf/Essig. Er ist seit Langem ein ausgewiesener Kenner dieser besonderen Landschaft, ihrer botanischen Vielfalt und ihrer kulturellen Eigenheiten und nahm die Zuschauer und Zuhörer mit auf eine Bilderreise durch die Eifel. Knauf wählte als Pate für jede Jahreszeit ein Gemälde eines Düsseldorfer Malers (M. Klein von Diepold, Cl. Prüssen, C. Schulten), verstärkte deren Wirkung durch Verse aus Eifelgedichten, und zeigte durch seine Fotos die saisonale Blütenvielfalt und Farbenpracht. Eindrucksvoll stellten seine Fotos die sich im Jahreslauf wandelnde Eifellandschaft dar: Die erste zarte Pracht der Winterblüher wie Schneeglöckchen, Krokusse oder Buschwindröschen. Frühlingsboten wie Schlüsselblumen, Küchenschellen und Veilchen, gelb leuchtende Narzissenfelder und weiß blühende Bärlauchteppiche. Blaue Lupinen und der weit sichtbare Glanz des Eifelgoldes (Ginster) im Sommer. Und schließlich im Herbst Heidekräuter wie Erika und die bunte Farbenvielfalt der Pilze. Dem staunenden Publikum präsentierte er viele botanische Besonderheiten wie seltene Orchideenarten oder den Tintenfischpilz, verwies auf volkstümliche Namen und erzählte Hintergründe zu manchem „Hexenkraut“ und seiner Verwendung. Der farbenprächtige Vortrag regte eigene Ausflüge in diese bezaubernde Landschaft an. Die zahlreichen Gäste des Zehnthausvereins freuten sich auch über die eingestreuten Ausflugstipps.
