10. Wachtberger Kulturwochen
Farbrauschen - für Augen und Ohren
Ausstellung von Maria Kontz im Köllenhof
Wachtberg-Ließem. Die optisch sonst eher zurückhaltend anmutende Scheune des Köllenhofs wird zurzeit von einem wahren „Farbrauschen“ durchzogen. Die Arzdorfer Künstlerin Maria Kontz zeigt im Rahmen der 10. Wachtberger Kulturwochen einen Querschnitt durch ihre Arbeiten - in dezenten Erdtönen, themenbezogen, vor allem aber sehr farbintensiv.
„Farbe kann unglaubliche Energie sein und zeigt die Emotionalität des Künstlers und auch des Betrachters. Rot kann Herz und Liebe bedeuten, aber auch Blut und Krieg, es kommt auf den Kontext an, den der Künstler herstellen will. Es ist der energiegeladene Umgang mit einer Farbe, die in kraftvollen, nicht scharf getrennten Übergängen ineinander gerät, sodass ein wahres Farbrauschen entsteht“, weiß Laudator Dr. Dirk Tölke, Kunsthistoriker aus Aachen. Tölke brachte mit fachkundigen Erläuterungen am ersten Sonntag der Kulturwochen den Gästen der Vernissage den Ursprung der von Kontz verwendeten Techniken nahe. Technik alleine lässt aber noch kein Bild entstehen. Tölke: „Oft ergeben sich erst beim Arbeiten Verläufe, die so nicht geplant sind. Aber auch das bewusste Hinarbeiten auf ein bestimmtes Thema macht Kontz Spaß und lässt ihre Fantasie sprudeln. So sind im Köllenhof auch Werke zu sehen, die sie für eine Gemeinschaftsausstellung zum Thema „Gelocht“ in den letztjährigen Kulturwochen erarbeitet hat.“
Die vom stellvertretenden Bürgermeister Paul Lägel eröffnete Vernissage wurde begleitet von einem für Augen und Ohren (klang)farbenprächtigen Auftritt des Duos „Yillardy“. Yillardy bedeutet so viel wie „Am Morgen erwachen“. In ecuadorianischer Tracht präsentierten Esmira Hidalgo und die in Wachtberg-Niederbachem lebende Yalila Schmelzer Lieder und einen Tanz aus ihrer Heimat Ecuador.
Die Ausstellung „Farbrauschen“ von Maria Kontz ist noch zu sehen bis Donnerstag, 8. September. Termine zur Besichtigung können unter Tel. (02 28) 34 32 50 vereinbart werden. Maria Kontz lädt Interessierte zudem ein, ihr im Köllenhof beim Arbeiten über die Schultern zu schauen, und zwar am Samstag, 3. September von 15 bis 19.30 Uhr, am Sonntag, 4. September von 15 bis 18 Uhr, am Dienstag, 6. September von 15 bis 19.30 Uhr und am Donnerstag, 8. September von 15 bis 18.30 Uhr.
Pressemitteilung der
Gemeinde Wachtberg
