Garten der Schmetterlinge Schloss Says
Faszination Himmelsfalter
Bendorf-Sayn. Der Herbst wird im „Garten der Schmetterlinge Schloss Sayn“ wieder „himmelblau“. Von Anfang Oktober bis zum ersten Adventssonntag (27. November) können Besucher des Schmetterlingsgartens zum sechsten Mal das beliebte „Blaue Wunder von Sayn“ erleben.
Über hundert grüne Puppen des Blauen Morphos, der wegen seiner Farbe auch „Himmelsfalter“ genannt wird, sind vor wenigen Tagen eingetroffen und daraus schlüpfen nun täglich die in allen Farben des Himmels schillernden, großen blauen Schmetterlinge. Bis zum Ende der Saison wird weiterhin wöchentlich „Nachschub“ von den Züchtern aus Costa Rica und anderen tropischen Regionen erwartet, damit das Versprechen vom „Märchen von 1001 Schmetterling“ wahr wird.
Die blauen Morpho-Schmetterlinge mit leuchtend blau-schillernden Flügeloberseiten erreichen eine Flügelspanne von bis zu 18 Zentimetern. Ihre einzigartige Blaufärbung entsteht durch Lichtbrechung, denn eigentlich sind die Schuppen auf den Flügeln transparent. Wie Dachziegel liegen sie so übereinander geschichtet, dass das durchscheinende Licht sie metallisch blau erscheinen lässt. Die braun gemusterten Unterseiten der Flügel dienen der Tarnung des Falters, die hell umrandeten Augenflecken darauf schrecken Feinde ab. Der gesamte Lebenszyklus des Blauen Morpho vom Ei bis zum voll entwickelten Falter dauert etwa 100 Tage, der Schmetterling selbst lebt nur wenige Wochen. Er kommt in Mittel- und Südamerika vor.
Wöchentlich erhält der Garten der Schmetterlinge etwa 300 Puppen von sieben Züchtern in den Ursprungsländern der Schmetterlinge. Dadurch wird sichergestellt, dass immer – vom Frühjahr bis Ende November – eine gleichbleibende Anzahl von Schmetterlingen zu sehen ist. Vielen Familien in der Heimat der Schmetterlinge wird damit ein gutes und regelmäßiges Einkommen gesichert.
Im Pavillon des Schmetterlingshauses zeigt der Stuttgarter Pit Thul in seiner Ausstellung „Thul total“ seine bunten Wandbehänge, aber auch Poster, und mehr - denn es gibt kaum etwas, das dieser vielseitige Designer nicht künstlerisch bearbeitet. Der Eintritt zur Ausstellung im Pavillon ist frei.