Archäologie vor Ort in Swisttal
Faszinierende Einblicke in die Geschichte des Römerkanals
Swisttal. Am Sonntag, 5. Mai, um 14 Uhr wird eine Führung entlang des Römerkanals angeboten. Treffpunkt ist in Swisttal-Buschhoven am Burgweiher vor der Informationstafel zum Römerkanal (Navi: „Am Burgweiher 15“), Dauer circa zwei Stunden, kleiner Fußweg inbegriffen. Die Exkursion ist kostenfrei, eine Anmeldung ist nicht erforderlich, der Witterung angepasstes Schuhwerk wird empfohlen.
50 Jahre Swisttal – 2000 Jahre Römer im Rheinland
Die Römische Wasserleitung ist Swisttals ältestes Bauwerk und eigentlich jedem Schulkind bekannt. Doch das Besondere an dieser „Wasserleitung“, die die Römer vor fast 2000 Jahren aus der Eifel nach Köln bauten, ist auch vielen Erwachsenen noch unbekannt: Wieso führte die Leitung von Nettersheim nach Köln ausgerechnet durch Swisttal und den Kottenforst? In Zusammenarbeit zwischen dem Heimat- und Verschönerungsverein (HVV) Buschhoven und dem Freundeskreis Römerkanal erhalten die Teilnehmer am Objekt unmittelbare Einblicke in die Geschichte dieses berühmten Bauwerks.
Den früheren Verlauf des Römerkanals durch das Tal der Swist kann man vom Rand des Kottenforstes sehr schön übersehen. Hier erläutert Prof. Dr. Klaus Grewe die Genialität der Trassenführung. Wie kein anderer kann der promovierte Vermessungsingenieur und Archäologe Grewe die Problemstellung der römischen Ingenieure, ihre großartige planerische und vermessungstechnische Leistung, ihre damaligen Werkzeuge und Hilfsmittel sowie die Baustellenorganisation anschaulich vor Augen führen.
Die Exkursion „Archäologie vor Ort“ beginnt mit einer historischen Einführung durch Lorenz Euskirchen, dem langjährigen Vorsitzenden des Freundeskreises Römerkanal, an der Informationstafel am Burgweiher und gewährt dann einen Einblick in einen originalen Revisionsschacht. Im Anschluss geht es über einen Fußweg zum circa 1000 Meter entfernten Aufschluss des Römerkanals im Kottenforst.
Prof. Dr. Klaus Grewe erforschte über 40 Jahre im Rahmen seiner Tätigkeit beim Landschaftsverband Rheinland (LVR), Amt für Bodendenkmalpflege, unter anderem intensiv die Technikbauten der Antike, schwerpunktmäßig die römischen Wasserleitungen im Rheinland. Er veröffentlichte zahlreiche Bücher zu diesem Thema.
Pressemitteilung der
Gemeinde Swisttal
