Allgemeine Berichte | 19.10.2021

Initiative Straßenkünste in Rheinbach

„Feelin‘ groovy“ auf dem Altstadtplatz

Beim sonnigen Abschluss der Probezeit von „Chapeau.Rheinbach“ sorgten die „Mollypopps“ für gute Laune und „twoOlds“ für den richtigen Sound dazu

Rheinbach. Die fünf Paare, die die Rheinbacher Bühnen seit mehr als acht Jahren mit schwungvollen Tanzdarbietungen und herrlichem Klamauk bespielen, sind nicht gerade typische Straßenkünstler. Und so war der weiße Sand des Altstadtplatzes auch ein ungewohnter Untergrund für die zehn Mollypopps, die einst im Merzbacher Karneval entstanden sind. Eine Bühnenbegrenzung war mittels der Besenstiele aus der Requisite schnell abgesteckt. Die kleine Bühnenkulisse im Hintergrund diente ebenfalls der Orientierung. „Könnte ihr euch mal so stellen, dass man das ‚Mollypopps‘ hinter euch auch lesen kann?“, mahnte denn auch Thomas Spitz seine Kolleginnen und Kollegen schmunzelnd.

Mit dem frechen Silikon-Lied, „unser erstes Stück überhaupt“, ging es los. Medleys durch die Rock- und Popgeschichte in immer neuen Kostümen folgten. Auch die Hommage an die ZDF-Hitparade, mit „Solobeiträgen“ von Wolfgang Petry, Jürgen Drews, DJ-Ötzi und anderen Ikonen des deutschen Schlagers durfte nicht fehlen. Die zahlreichen Besucher klatschten begeistert mit.

Die längeren Sets übernahmen Franz Radmacher und Bert Klinkenberg alias „twoOlds“ aus Lüftelberg bzw. Euskirchen. Sie sind der Musik der 70er und 80er Jahre verfallen und coverten mit Gitarren und zweistimmigem Gesang gekonnt Titel von Simon & Garfunkel, Neil Young und Gordon Lightfood. Das sorgte für echte Gänsehautmomente, sowohl bei den Zuhörenden als auch bei Radmacher und Klinkenberg selbst, denn sie standen anders als die Mollypopps bei 12 Grad im Schatten der efeuberankten Mauer. Für die „twoOlds“ war es bereits der zweite Besuch bei Chapeau.Rheinbach. Das neue Rheinbacher Straßenkunstformat lädt Künstlerinnen und Künstler gezielt ein, in der samstäglichen Mittagszeit „zwischen Einkauf und Kaffee“ in den Hut zu spielen, wie Gerd Engel von der Initiative erläutert. Der gemütliche Altstadtplatz zwischen Weiher- und Pützstraße, der in den 80er Jahren vom Brauchtumsverein als Veranstaltungsort entdeckt worden war, wird ohne viel Aufwand zur Platzbühne.

Auch die Initiative „Plastikfreies Rheinbach“ war in Person von Anke und Dieter Huth zugegegen, um den „Rheinbacher Brötchenbüggel“, einem bedruckten und verschnürbaren Leinenbeutel, vorzustellen. Bevor alle Akteure gemeinsam zum Cappuccino auf die Terrasse des Eiswerks wechselten, (nicht ohne dies mit dem Bläck-Fööss-Klassiker „Drink doch eene met“ anzukündigen), verteilte Anke Huth an alle Mollyppopps-Paare einen solchen Rheinbacher Büggel. „Vielleicht gibt es schon bald eine passende Choreographie von euch dazu“, meinte die Aktivistin hoffnungsvoll.

Die gar nicht verflixte siebte Ausgabe von „Chapeau.Rheinbach“, mit der die herbstliche Probezeit ihr Ende fand, brachte nicht nur neue Interessenten und Fans, sondern auch die Erkenntnis, dass auch das Brauchtum durchaus straßenkunsttauglich ist. „Wir werden nun die gesammelten Erfahrungen in Ruhe auswerten und mit der richtigen Aufstellung, einem schönen Markenlogo, den passenden Partnern und hoffentlich vielen tragenden Schultern im nächsten Frühjahr starten“, meinte Gerd Engel, der zusammen mit Luzia Fecke und den Eiswerk-Betreibern Kerstin und Christopher Nolden vor allem darauf setzt, über das unkomplizierte Auftrittsangebot und der Möglichkeit zu zwangloser Begegnung auch kulturell und sozial einen neuen Akzent für die Glasstadt und seine City setzen zu können. Ganz nebenbei wurden an diesem Abschlusstag auch noch weitere 320 Euro Hutspenden für die Fluthilfe gesammelt, sodass nun insgesamt fast 1.800 Euro für die Opfer des Starkregens in Rheinbach und der Region zur Verfügung gestellt werden können.

Pressemitteilung

„Initiative Straßenkünste

in Rheinbach“

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