20 Jahre Eifelhaus in Rheinbach
Feierstunde mit Mitgliedern und Freunden des Eifel- und Heimatvereins
Fotoausstellung im Obergeschoss
Rheinbach. Für den Eifel- und Heimatverein Rheinbach hören die Feierlichkeiten in diesem Jahr nicht auf.
Erst kürzlich wurde das 125-jährige Bestehen des Vereins gefeiert und nun heißt es „20 Jahre Eifelhaus“ in der Neukirchener Straße.
Schwierige Zeiten
Vor der feierlichen Einweihung des Eifelhauses am 16. September 1994 lagen schwierige und arbeitsreiche Zeiten. Im Jahr 1987 fiel die Beuelskopfhütte, die damalige Bleibe der Mitglieder des Eifelvereins einem Brandanschlag zum Opfer. Einig waren sich die Mitglieder des Vereins, dass wieder ein eigenes Haus her musste. Mithilfe des ehemaligen Stadtdirektors, Heinrich Kalenberg, wurde ein Grundstück mit Scheune und Schafstall gefunden.
Obwohl das Grundstück der Stadt gehörte, musste der ehemalige Mieter, ein Polizist aus Rheinbach, erst heraus geklagt werden. „Mit vereinter Kraft haben wir den Umbau der Scheune in ein behagliches Vereinsheim geschafft“, meinte der heutige Vorsitzende des Eifel- und Heimatvereins, Heinz Kessel. Mit viel Mut und starkem Willen gingen die Vereinsmitglieder ans Werk, denn vieles musste in Eigenleistung erbracht werden. Wie Kessel in seiner Begrüßungsrede betonte, wurden lediglich gelernte Zimmerleute, Dachdecker und Installateure gebraucht, alles andere geschah im sogenannten „Hand- und Spanndienst“. Heinz Kessel war auch nach 20 Jahren der Fertigstellung noch voll des Lobes für die damaligen freiwilligen Helfer. Leider sind einige schon verstorben und können den „Geburtstag“ nicht mehr mitfeiern. Einer der ersten Stunde war auch Wolfgang Fülle. Er erinnert sich noch gut an die Arbeiten am Vereinshaus. „Manchmal bedurfte es enormer Stimulierung und Motivation, um die Männer bei Laune zu halten. Aber gute Frühstücke und das ein oder andere Bier belebten wieder die Arbeit.“ Für ihn hat das Clubheim dazu beigetragen, dass sich die Mitgliederzahl des Vereins sehr gesteigert hat.
Viele Stunden Eigenleistung
Insgesamt haben 42 Eifel- und Heimatvereinsmitglieder in ca. 3.000 Stunden Eigenleistung das Eifelhaus hergerichtet. „Natürlich gab es auch Kuriositäten und Rückschläge“, so Kessel, „so passte zum Beispiel die Treppe zum Obergeschoss nicht und es musste erst etwas Putz abgeschlagen werden. Dann stand eines Tages der Kellerraum unter Wasser, weil niemand gewusst hatte, dass unter der ehemaligen Scheune ein Bach verlief.“
Aber nun standen diese Anekdoten nicht im Vordergrund. Es sollte gefeiert werden und das zünftig.
Neben den vielen Mitgliedern des Vereins erschienen auch Bürgermeister Stefan Raetz, die Vizelandräte Silke Josten-Schneider und Oliver Baron und Ratsherr Bernd Beißel.
Bei herrlichem Oktoberwetter vergnügten sich die Gäste entweder im Inneren des Eifelhauses oder im dazugehörigen Garten. Es gab u.a. leckere Reibekuchen, Würstchen, Kartoffelsalat und viele Getränke. Wen es interessierte, der konnte im Obergeschoss des Hauses eine Fotogalerie besichtigen, die in eindrucksvollerweise die Entstehung des Eifelhauses dokumentierte.
Ein Foto in der Galerie im Obergeschoss zeigt den Rohbau des Eifelhauses Anfang der 90er Jahre.
