Traditioneller Karnevalsgottesdienst
Fest der Freude und Gemeinschaft
Linz. Auch in dieser Session kamen wieder alle Linzer Karnevalsvereine – unter ihnen Prinz Kevin mit seinen Adjutanten Kai und Julian - in der Pfarrkirche Sankt Martin zum traditionellen Karnevalsgottesdienst zusammen, den der Männergesangverein von 1822 unter der Leitung von Marco Zimmermann musikalisch mitgestaltete.
Da der rheinische Karneval nicht nur eine Zeit des Scherzens und Feierns ist, sondern auch eine Zeit, in der man zusammenkommt, um Brücken zu bauen und die Gemeinschaft zu stärken, hatte der Linzer Chor auch das Programm seiner Lieder entsprechend angepasst. So schallten sowohl die bekannten und teilweise umgetexteten Hits der Bläck Föös wie „Schön dat mer zesamme sin“, „Unser Stammbaum“ oder „Du bes der Jott“ sowie „Echte Christen“ von den Höhnern durch den altehrwürdigen Sakralbau, der von den verschiedenen Karnevalscorps und den verkleideten Gottesdienstbesuchern in ein sehr farbenfrohes Ambiente verwandelt worden war.
In der in ihrer Form einzigartigen Feier gab es jedoch nicht nur laute Töne und jecke Musik, sondern auch Momente der Stille und des Innehaltens, die gerade in diesen turbulenten und herausfordernden Zeiten besonders wichtig sind. So sang das erste Linzer Kinderprinzenpaar Prinzessin Rosalie, Prinz Henry sowie Pagin Mathilda mit dem MGV den von Udo Lindenberg geschriebenen Rocksong „Wozu sind Kriege da“. Das war Gänsehaut pur.
Begleitet wurden die Sänger von den Gitarristen Mick Paul und Michael Degen. Außerdem sorgten die Linzer Fanfaren für den richtigen karnevalistischen Sound.
Auch die Zelebranten Pastor Lothar Anhalt und Gemeindereferentin Eva Dech hatten ihre helle Freude. Vor allem sorgte die im „Asbacher Platt“ gehaltene Predigt mit dem Thema „Die Wahl der Qual“ wieder mal für viele Lacher, regte aber auch die Kirchengemeinde zum Nachdenken an.
