St. Martins-Chor beendete Konzertjahr
Festliches Abschlußkonzert
Zum letzten Mal hatte der Bezirkskantor und Dirigent Lutz Brenner die Gesamtleitung
Bad Ems. Das Jahr neigt sich dem Ende zu. Der über die Grenzen von Bad Ems hinaus bekannte St. Martins-Chor beendete am Sonntag mit seiner letzten großen Aufführung, in der bis auf den letzten Platz besetzten Pfarrkirche „Sankt Martin“, das Konzertjahr 2019.
Die „Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart“ war eine Premiere. Die Stücke wurden komplett neu einstudiert.
Gleich zu Beginn erfüllte das Kirchenschiff ein Orgelkonzert in C-Dur, eine bekannte Komposition, die von Antonio Salieri (1750-1825) überliefert wurde.
Der deutsche Organist und Hochschullehrer Roland Maria Stangier überzeugte mit seinem hervorragenden Können an der Sandtner-Orgel, ob in einem Solo in dem er den 2947 Orgelpfeifen die Klangfarben entlockte oder gemeinsam mit den Mitgliedern des Hessischen Staatsorchesters.
Aus den Kehlen des St. Martins-Chors erklangen die Stimmen „Wachet auf, ruft uns die Stimme“ aus dem Oratorium von Paulus, op.36 von Felix Mendelssohn Bartholdy (1809-1847). Dazu die Streicher und Blechbläser.
Charakteristisch für die „Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart“, sie besteht aus sechs Teilen, sind die sinfonischen Elemente.
Hierbei werden Chor und Solostimmen sehr deutlich voneinander getrennt. Die Solisten Anke Briegel (Köngl. Oper Kopenhagen), Sopran, Cornelia Rosenthal (Leipzig), Alt, Markus Schäfer (Hannover), Tenor und Benjamin Russell (Staatstheater Wiesbaden), Bariton zeigten ihre musikalische Aussagekraft. Schon im knappen, ouvertürenhaftem Kyrie ist der unvermittelbare Übergang vom festlich geprägten Duktus des Eröffnungschors zur lyrischen-empfindsamen Melodik der Solostimmen prägend.
Der Ruf „Christe eleison“ tauchte nur kurz auf, aber musikalisch bedeutsam unterstrichen durch den Wechsel von Dur nach Moll. Eine besondere Bedeutung fiel auch der Oboe zu.
In der Kantate „Vom Himmel hoch, da komm ich her“, ebenfalls von Felix Mendelssohn Bartholdy erreichte das Konzert seinen Höhepunkt. Der Aufbau der Komposition mit einem groß dimensionierten, prächtigen Choral Satz. Gleich zu Beginn der fünfstimmige Eingangschor im Wechsel mit zwei kontrastreichen innigen Arien und einem prunkvollen Schlusschor unterstrichen die Sonderstellung der Kantate.
Lutz Brenner hatte wahrlich ein wundervolles Konzert auf die Beine gestellt. Brenner hält Leben zusammen, hat Taktgefühl und meistert den richtigen Einsatz. Die Zuhörer dankten es mit einem lang anhaltendem Applaus.
Ein wenig Wehmut stand doch im Raum. Zum letzten Mal hatte der Bezirkskantor und Dirigent die Gesamtleitung für solch ein großes Meisterwerk in Bad Ems. Lutz Brenner wird zum 1. Januar 2020 der neue Diözesankirchenmusikdirektor des Bistums Mainz.
Der St.Martins-Chor hatte mit der „Krönungsmesse von Wolfgang Amadeus Mozart“ eine Premiere.
Die Solisten zeigten ihre musikalische Aussagekraft.
