Jahresabschlussübung der Freiwilligen Feuerwehr Dieblich: Bei Elektroarbeiten durch Kurzschluss einen Brand ausgelöst
Feuer bekämpft und Leben gerettet
Dieblich. Die Jahresabschlussübung der Feuerwehr Dieblich wurde in diesem Jahr gemeinsam mit den Kameraden aus Kobern-Gondorf durchgeführt. Samstags um 19 Uhr trafen sich die beiden Einheiten am Gerätehaus in Dieblich. Dort erhielten sie von den Organisatoren der Übung die Einsatzmeldung: „Brand im ehemaligen EDEKA in der Hauptstraße.“ Als Erstes rückten die Kameraden aus Dieblich an, denen sich folgende Lage bot: Bei Elektroarbeiten war es offensichtlich durch einen Kurzschluss zu einem Brand gekommen. Die beiden Mitarbeiter waren in dem stark verqualmten Gebäude vermisst. Der Gruppenführer der Dieblicher teilte nach seiner Erkundung seine Mannschaft ein. Es galt, die ersten Trupps mit Atemschutz fertigzumachen und eine Wasserversorgung vom Hydranten aufzubauen. Jetzt traf auch die Unterstützung von der anderen Moselseite ein. Die Einsatzleitung wurde nun von einem Zugführer der Koberner übernommen. Die ersten beiden Trupps waren zwischenzeitlich unter Atemschutz in das Gebäude vorgedrungen. Vor dem Gebäude wurden die Einsatzstelle ausgeleuchtet und Schläuche auf der Rückseite des verwinkelten Gebäudes verlegt, um den Brand auch von dort aus bekämpfen zu können. Während die Koberner Anhängeleiter auf der Vorderseite in Stellung gebracht wurde, konnte die erste vermisste Person vom Angriffstrupp aus dem Gebäude gebracht werden. Von der Leiter war das gesamte Einsatzobjekt gut zu überblicken, zudem hätte bei einer Ausbreitung des Brandes das direkt angebaute Nachbargebäude geschützt werden können. Nachdem einer der zwischenzeitlich vier Atemschutztrupps eine Abluftöffnung in dem Gebäude öffnen konnte, wurde vor dem Eingang ein Lüfter positioniert. Hierdurch war es möglich, den dichten Rauch zügig aus dem Gebäude zu drängen. Nun gab es für die Trupps im Gebäude freie Sicht auf den Brandherd, sodass das Feuer schnell und wirkungsvoll
bekämpft werden konnte. Dort wo vorher noch keine Sicht herrschte, konnte nun auch die zweite vermisste Person gefunden und nach draußen gebracht werden. Nachdem alle Personen nach draußen gebracht waren und „Feuer aus“ gemeldet wurde, endete die Übung. Nach dem Abbauen versammelten sich die rund 35 Übungsteilnehmer im Schulungsraum der Dieblicher Wehr. Die Führungen beider Wehren zeigten sich erfreut darüber, dass diese Gemeinschaftsübung zustande gekommen war. Man war mit dem Verlauf dieser sicherlich anspruchsvollen Übung zufrieden. Allerdings wurden auch unterschiedliche Vorgehensweisen an manchen Stellen festgestellt. Hier soll zukünftig voneinander gelernt werden. Nach der kurzen Manöverkritik gingen die Feuerwehrkameraden zum gemütlichen Teil des Abends über.
Auch die Koordination der beiden Wehren war Teil der Übung.
