Über 30 Männer aus Swisttal nahmen am Besinnungstag in Maria Rast teil
„Finde Deinen Weg und geh´!“
Swisttal. Ein Thema, das oft bei Managerseminars angesiedelt ist: „Wo stehst Du; wo liegen Deine Stärken; wo willst Du hin; nimm Deinen Weg; und wichtig: gehe ihn auch.“ Pfarrer Michael Eschweiler aus Heimerzheim hatte den diesjährigen Besinnungstag der Männer unter diesen Gedanken gestellt. Das Café der Bildungsstätte in Maria Rast platzte beim Begrüßungstrunk aus allen Nähten, denn an diesem Sonntagvormittag folgten wieder viele Männer, darunter über 30 aus Swisttal, der Einladung des Schönstattzentrums und hatten sich auf den Weg in die Eifel gemacht. Der Seminarraum gleichte einer Galerie. Dort standen und hingen Bilder, die im Laufe des Tages in den Mittelpunkt kamen. Eschweiler geht davon aus, das jeder Mensch etwas aus seinem Leben machen kann , dass er Anlagen in sich hat, die nur gefördert werden müssen. Da waren Erinnerungen seiner Wanderungen auf dem Jakobsweg, die natürlich nicht immer beglückend waren. Der innere Schweinhund, der ihn immer mal wieder angetrieben hat, und letztlich der Höhepunkt, der Meilenstein “0“ in Santiago de Compostela und der Gang in die Kathedrale, die über dem Grab des heiligen Jakobs steht. Ein Moment, bei dem selbst gestandene Männer Tränen in den Augen haben. Wie heißt es so schön: „Glaube kann Berge versetzen.“ Statistisch gesehen erhöht sich die Anzahl der verbrauchten Kerzen im Kölner Dom vor einem Heimspiel des FC.
“Burn in“ bedeutet das Brennen für eine Leidenschaft. Im Gegensatz zu einem Managertraining betonte Eschweiler, dass nicht außer Acht gelassen werden dürfe, dass eine übertriebene Leidenschaft auch zu einem “Burn out“ führen kann. Der Männertag vermittelt auch etwas von den Ritualen in einem Kloster. Rituale bestimmen den Ablauf des Tages. Vorträge, Gespräche, das Gebet, die Speisezeiten und die Entspannung beim Spaziergang durch den Klosterpark. Rituale und der Blick zu Vertrautem bieten die beste Möglichkeit, abzuschalten. Am besten, so Pfarrer Eschweiler, orientiere man sich an die Vorgaben des „Kölschen Grundgesetzes“ und so sangen die Teilnehmer aus voller Brust gemeinsam das „Halleluja“ von Brings.
Besinnungstag findet im nächsten Jahr zum zehnten Mal statt
Im nächsten Jahr jährt sich dieser Besinnungstag zum zehnten Mal und Pfarrer Michael Eschweiler kann sich sicher sein, dass der Seminarraum wieder gefüllt ist.
