Rhein-Sieg-Kreis fördert den Kompetenzerwerb junger Menschen
Fit fürs Berufsleben
Am 15. Juli
Rhein-Sieg-Kreis. Das Regionale Bildungsbüro des Rhein-Sieg-Kreises fördert viele Maßnahmen, um jungen Menschen einen erfolgreichen Übergang von der Schule in den Beruf zu ermöglichen. Darauf macht die Kreisverwaltung zum UN-Gedenktag für den „Kompetenzerwerb junger Menschen“ am 15. Juli aufmerksam.
„Frühzeitiges Erkennen und Entwickeln der persönlichen Stärken und Fähigkeiten bietet die beste Grundlage für Erfolg und Zufriedenheit im Berufsleben“, betont Schuldezernent Thomas Wagner. „Die Anforderungen in allen Berufsfeldern verändern sich schnell und aufgrund der zunehmenden Digitalisierung in Arbeitswelt und Gesellschaft gewinnt lebenslanges Lernen rasant an Bedeutung“, so Wagner weiter.
Das Regionale Bildungsbüro arbeitet in der Koordination und Unterstützung der Maßnahmen mit verschiedenen Kooperationspartnern, wie der Arbeitsagentur, den Berufskollegs des Rhein-Sieg-Kreises oder der Hochschule Bonn-Rhein-Sieg zusammen.
So findet beispielsweise im Rahmen des Landesprogramms „Kein Abschluss ohne Anschluss“ (KAoA) eine eintägige Potenzialanalyse für Schülerinnen und Schüler der 8. Klassen statt. Dabei werden individuelle Stärken und berufliche Interessen ermittelt. In einem persönlichen Auswertungsgespräch erhalten die Jugendlichen ein Feedback zu ihren Kompetenzen und Anregungen für eine mögliche Berufswahlorientierung. Im Schuljahr 2017/2018 werden wieder rund 5000 Schülerinnen und Schüler aus 55 Schulen im Kreisgebiet (5 Haupt-, 7 Real-, 3 Sekundar-, 16 Gesamt- und 7 Förderschulen sowie 17 Gymnasien) an der Potenzialanalyse teilnehmen.
Zugewanderte Jugendliche in den Internationalen Förderklassen an fünf Berufskollegs im Rhein-Sieg-Kreis erhalten mit dem Programm „KAoA-kompakt“ eine besondere Kompetenzförderung. Hier gibt es neben einer zweitägigen Potenzialanalyse auch praktische Kurse. Im Anschluss wird mit den Schülerinnen und Schülern ein konkreter Fahrplan zum Erreichen ihrer Ziele in naher Zukunft (z.B. Ausbildung, Spracherwerb) ausgearbeitet.
Fördermaßnahmen gibt es auch für Kompetenzen im immer bedeutsamer werdenden MINT-Bereich (Mathematik, Informatik, Naturwissenschaften, Technik). Dieser Sektor bietet jungen Menschen hervorragende Perspektiven auf dem Arbeitsmarkt. Der Rhein-Sieg-Kreis setzt sich daher als Träger des kreisweiten zdi-Netzwerks dafür ein, die MINT-Kompetenzen und Interessen der Jugendlichen zu stärken. Durch Angebote für Schülerinnen und Schüler ab der achten Klasse, z.B. durch den Bau autonomer Roboter, einem Laborführerschein, Forschungen zum genetischen Fingerabdruck oder zur Biogasproduktion, werden diese Kompetenzen gefördert. Im Jahr 2017 sind 36 Maßnahmen geplant, beziehungsweise werden zum Teil bereits durchgeführt.
„Alle Kinder und Jugendlichen haben individuelle Stärken und Potenziale, egal welche Schule sie besuchen“, so die Leiterin des Regionalen Bildungsbüros, Gabriele Paar. „Uns ist daher wichtig, dass alle jungen Menschen ihre Kompetenzen entdecken und mit Freude weiterentwickeln. Wer beruflich in die Tat umsetzt, was er kann, wird erfolgreich!“
Pressemitteilung
des Rhein-Sieg-Kreises
