Projekt der Landesgartenschau nach ursprünglichen Plänen umgesetzt
Fitness im Kaiserin-Auguste-Viktoria-Park
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Durch die verehrende Flut vergangenen Juli, wurde auch der Kaiserin-Auguste-Viktoria-Park direkt am Ahrufer im Bad Neuenahr-Ahrweiler Stadtteil Hemmessen erheblich in Mitleidenschaft gezogen.
Doch der dort im Zuge der ursprünglich für 2022 vorgesehenen Landesgartenschau geplante und zum Zeitpunkt der Flut im Bau befindliche Mehrgenerationenspielplatz hat die Katastrophe vergleichsweise gut überstanden. „Aus diesem Grund konnten die Bauarbeiten nach einer Räumung der Parkanlage bereits im Herbst wieder aufgenommen werden.“ Das sagte Jörn Kampmann, Ex-Geschäftsführer und jetzt Liquidator der Landesgartenschau-Gesellschaft, bei einem Ortstermin auf der neuen Anlage im Beisein der Stadtspitze mit Guido Orthen und Peter Diewald. Denn nach Abschluss der Arbeiten steht dieser Fitnessbereich der Bevölkerung zur Verfügung und wird bereits gut angenommen. Davon überzeugten sich auch Mitglieder des Aufsichtsrates der Landesgartenschau-Gesellschaft, dessen Vorsitzender Orthen ist, sowie Matthias Pentgen vom Mainzer Wirtschaftsministerium und Ulrike Sacher sowie Welmar Rietmann von der Projektgesellschaft der Gartenschau bei der offiziellen.
Die neue Anlage, die mit Anleitungen für Fitnessübungen und einem sanften Fallschutz versehen ist, hat dabei durchaus ein Alleinstellungsmerkmal. Denn laut Kampmann ist sie das „einzige Projekt der Landesgartenschau, das wie ursprünglich geplant realisiert werden konnte“. 320000 Euro hat der Mehrgenerationenspielplatz gekostet, wobei das Land Rheinland-Pfalz die Anlage im Rahmen der Sportstättenförderung mit pauschal 100000 Euro mitfinanziert.
„Diverse in ihrer Funktion unterschiedliche Sportgeräte befinden sich in Mitten einer ansprechenden Parkanlage und dienen sowohl der Gesundheit als auch der Fitness der Nutzerinnen und Nutzer. Da die Geräte für den Außeneinsatz konzipiert sowie unabhängig voneinander nutzbar sind, bieten sie eine individuelle und ideale Trainingsmöglichkeit für jedermann“, beschreibt Kampmann die Anlage in dem Park, der den Namen der einstigen Quellpatin Auguste-Viktoria trägt. Darüber hinaus seien die in Orange gehaltenen Geräte aus Edelstahl zu jeder Tageszeit nutzbar, was die Flexibilität zusätzlich erhöhe.
Für die Landesgartenschaugesellschaft, die dieses Projekt vor ihrer Liquidation noch umgesetzt hat, zeigt sich Guido Orthen zufrieden: „Es freut uns, dass wir durch den ursprünglich für die Landesgartenschau geplanten Mehrgenerationenspielplatz nun einen Mehrwert für alle Bürger bieten können. Die Angebotsinfrastruktur unserer Stadt gewinnt damit einen zusätzlichen Baustein.“ „Ein Lichtblick in schwieriger Zeit“, waren sich denn auch die Aufsichtsratsmitglieder einig. Denn ein bloßer Blick aus dem Park über die Ahr genügte, um zu sehen, dass es noch ungezählte von der Flut geschlagene Wunden zu heilen gilt.
GS
