Allgemeine Berichte | 11.02.2020

Konzert in Burgbrohl-Lützingen

Flöte trifft Cembalo

Der Weltmusiker Johannes Geffert ist in den Konzertsälen und Kathedralen der Welt zuhause. Zusammen mit Ulrike Friedrich ließ er die bezaubernde Musik des Barocks lebendig werden. Foto: E.T. Müller

Burgbrohl-Lützingen. Im Namen der Organisationsteams „Impuls in St. Martin“ begrüßte Eberhard Thomas Müller die vielen Zuhörer in der voll besetzen Kirche St. Martin von Burgbrohl-Lützingen. Diese erwartete ein meisterliches Konzert mit den Musikern Ulrike Friedrich, Flöte, und Johannes Geffert, Cembalo. Seit 2008 widmet sich Ulrike Friedrich intensiv dem Studium der Traversflöte, der historischen Aufführungspraxis und spielt in verschiedenen Ensembles. Ihr Repertoire umfasst die Zeit vom Frühbarock über die Klassik bis hin zur Romantik und zeitgenössischer Musik. Als Solistin hat sie zahlreiche Konzerte im In- und Ausland gestaltet. Johannes Geffert führte nach den Studien in Köln und England in Bonn an der Kreuzkirche das musikalische Erbe seines Vaters als Kirchenmusikdirektor fort und lehrte als Professor an der „Hochschule für Musik und Tanz“ in Köln. „Der Weltmusiker Johannes Geffert ist in den Konzertsälen der Welt zuhause“, skizierte Eberhard Müller seine Vita, „Berlin, Seoul, Tokio waren seine letzten Stationen. Und jetzt Lützingen. Schon höhenmäßig eine Steigerung.“ Sichtlich Spaß machte den beiden Musikern das Thema „Flöte trifft Cembalo“, welches sie auch szenisch umsetzten. Beim „Türöffner“, Luigi Boccherinis weltbekanntem Minuet Nr. 5 - Opus 11, spielte Geffert solo am Cembalo, während sich Ulrike Friedrich im Laufe des Stückes hinzugesellte. Mit Johann Joachim Quantz, dem Flötenlehrer von Friedrich dem Großen, hatten die beiden Musiker ein besonderes Schmankerl mitgebracht. Bei der bezaubernden Interpretation von Ulrike Friedrich stellte sich die Frage, warum Quantz nicht bekannter ist. Dann präsentierte das Duo mit den verträumten und stürmischen Variationen „La Folia“ von Marin Marais eine besondere Perle des 18. Jahrhunderts. Johannes Geffert, der charmant und mit viel Hintergrundwissen durch den Abend führte, versprach „Bekanntes und Unbekannteres“, so auch den „selbst für Berufsmusiker relativ unbekannten und sehr speziellen Johann Gottfried Müthel“, der mit der Sonate in D-Dur „für die Flöte ein Gebirge von Schwierigkeiten komponiert hat“, das Ulrike Friedrich aber meisterlich und mit großer Leichtigkeit überwand. Das perfekte, spielfreudige und seelenvolle Zusammenspiel von Flöte und Cembalo war Weltklasse. Ein Fest für Musikliebhaber. Dann kündigte Ulrike Friedrich zum Thema „Cembalo trifft Flöte“ das nächste Stück mit einer Improvisation von Johannes Geffert an, „denn dafür gibt es keine Noten.“ Solo eröffnete die Flötistin die Sonate in A-Moll von Philipp Emanuel Bach. Und während ihres verinnerlichten Spiels setzte Geffert am Cembalo ein, dessen taktgebendes Spiel eine weitere Nuance hinzufügte. Den Abschluss des Konzertes bildeten Bourrée I und II – Polonaise und Double – Menuett und Badinerie aus der weltbekannten Suite in H-Moll von Johann Sebastian Bach. Mit dem Bourrée I und II, so verriet Johannes Geffert, konnten die Musiker, je, wie es die Situation beim höfischen Tanz verlangte, den Tanz durch Wiederholungen verlängern oder gegebenenfalls kürzen. Die Zuhörer belohnten Ulrike Friedrich und Johannes Geffert mit großem Applaus.

Und diese revanchierten sich ihrerseits mit einer Zugabe aus Bachs „Wohltemperiertem Klavier“, von Johannes Geffert auf dem Cembalo gespielt, das Ulrike Friedrich mit Flöte und der von Charles Gounod komponierten Linie zum „Ave Maria“ verwob. Ein weiterer musikalischer Genuss und Glanzpunkt in der Kirche St. Martin.

Da wünschten sich alle, dass Johannes Geffert und Ulrike Friedrich wieder nach Burgbrohl-Lützingen kommen werden. In der Karwoche, am 8. April, um 18 Uhr wird es in „Wort und Musik zur Heiligen Woche“ einen weiteren „Impuls in St. Martin“ mit mehreren Künstlern geben.

Der Weltmusiker Johannes Geffert ist in den Konzertsälen und Kathedralen der Welt zuhause. Zusammen mit Ulrike Friedrich ließ er die bezaubernde Musik des Barocks lebendig werden. Foto: E.T. Müller

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