Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ lädt ein
Fluchten aus dem Alltag
Rheinbacher Sommerkino zeigt sechs humorvolle Filme vor dem illuminierten Hexenturm
Rheinbach. Die Premiere des „Rheinbacher Sommerkinos“ im vergangenen Jahr war ein voller Erfolg, deshalb entschloss sich die Bürgerstiftung „Wir für Rheinbach“ dazu, auch in diesem Jahr wieder im August eine Woche lang Spielfilme unter freiem Himmel anzubieten.
Dabei soll erneut der Innenhof der Grundschule Sankt Martin in der Bachstraße mit Blick auf den illuminierten Hexenturm die ideale Kulisse bieten für eine lauschige Sommernacht mit einem humorvollen Kinofilm in historischem Ambiente.
Vom 19. bis 24. August werden sechs humorvolle Kinofilme auf einer 21 Quadratmeter großen Cinemascope-Leinwand gezeigt, ein leistungsstarker Beamer wird für ein Full-HD-Bild und echten Kino-Sound sorgen.
Allerdings empfiehlt es sich, seine Plätze schon im Vorverkauf zu reservieren, so Bürgermeister Stefan Raetz. Denn es stehen jeweils lediglich 200 Sitzplätze zur Verfügung. Vorverkaufsstellen sind ab dem 18. Juli das Kulturamt der Stadt Rheinbach, die Buchhandlung Kayser und das TUI-Reisebüro Rheinbach.
„Wir gehen fest davon aus, dass jeder Besucher mit einem Schmunzeln auf den Lippen nach Hause geht“, sagt Raetz voraus.
Die Filme hat auch diesmal Rudi Knorr vom „Drehwerk“ in Adendorf organisiert, der auch als eine Art künstlerischer Leiter des zweiten Rheinbacher Kinosommers fungiert.
Dabei dreht sich diesmal alles um ungewöhnliche Fluchten aus dem Alltag. Alle Filme beginnen um 21 Uhr, Einlass ist jeweils um 20.30 Uhr.
„Der 100-Jährige, der aus dem Fenster stieg und ve schwand“
Los geht es am Samstag, 19. August mit dem Film „Der Hundertjährige, der aus dem Fenster stieg und verschwand“. Allan Karlsson hat keine Lust auf das Feiern seines 100. Geburtstags und verschwindet klammheimlich aus dem langweiligen Altersheim – in Pantoffeln und mit nur ein paar Münzen in der Tasche.
Am Busbahnhof kommt er zufällig an einen Koffer voller Geld und macht sich ohne bestimmtes Ziel auf den Weg. Er findet neue Freunde, muss sich aber auch mit nicht gerade charmanten Ganoven auseinandersetzen.
Auf Umwegen gelangt er nach Bali, wo er es sich unter Palmen gut gehen lässt. Mit 100 ist schließlich noch lange nicht Schluss.
„St. Jacques - Pilgern auf Französisch“
Am Sonntag, 20. August, folgt der Film „St. Jacques - Pilgern auf Französisch“. Drei Geschwister, die sich aus den Augen verloren haben, erhalten das Erbe ihrer Mutter erst, wenn sie sich auf den Jakobsweg nach Santiago de Compostela machen.
Doch sind sie sich spinnefeind, ungläubig und körperlich nicht fit. Clara ist eine illusionslose, schlecht gelaunte Lehrerin, Unternehmer Pierre hängt ständig am Handy und Claude ist bekennender Alkoholiker.
„Best Exotic Marigold Hotel“
Am Montag, 21. August, läuft der Film „Best Exotic Marigold Hotel“. Als eine Gruppe britischer Pensionäre in Indien eintrifft, um dort den Lebensabend zu verbringen, erwartet sie eine Überraschung.
Ihr als luxuriös angepriesenes Hotel entpuppt sich als ein etwas heruntergekommenes Entwicklungsprojekt, in dem der junge indische Hotelleiter seine ersten Gäste überhaupt begrüßt.
Schon hier lernen die gereiften Emigranten, sich an die Gegebenheiten anzupassen und ein Land zu entdecken, das Chaos und Hektik, aber auch ungewohnte Erfahrungen und Chancen auf Erneuerung bietet.
Willkommen bei den Hartmanns
Weiter geht es am Dienstag, 22. August mit dem Film „Willkommen bei den Hartmanns“.
Angelika Hartmann fasst einen folgenschweren Entschluss, der ihre harmonische Familie auf den Prüfstand stellt: Aufgewühlt von den Ereignissen, will sie einen Flüchtling in ihrem Haus aufnehmen.
Der Schwarzafrikaner erweist sich als freundlicher junger Mann, was allerdings nicht verhindern kann, dass die ganze Umwelt der Hartmanns aufgrund seiner bloßen Anwesenheit durchzudrehen scheint. Die Lage eskaliert, die Polizei wird ebenso auf den Plan gerufen wie Islamisten, und bei den Hartmanns hängt der Haussegen schief.
„Almanya – Willkommen in Deutschland“
Am Mittwoch, 23. August, heißt es: „Almanya – Willkommen in Deutschland“.
Mitte der Sechzigerjahre kamen Hüseyin Yilmaz und seine Familie aus der Türkei nach Deutschland. Inzwischen ist das fremde Land jedenfalls für die Kinder und Enkel zur Heimat geworden.
Nachdem der Patriarch bei einem Essen seine Lieben mit der Nachricht überrascht, ein Haus in der Türkei gekauft zu haben, muss die Sippe mit zum Umbau in die Pampa fahren. Die Reise voller Streitereien und Versöhnung nimmt eine tragische Wendung.
„Birnenkuchen mit Lavendel“
Den Abschluss bildet am Donnerstag, 24. August der Film „Birnenkuchen mit Lavendel“. Nach dem Tod ihres Mannes kümmert sich Louise alleine um den Birnenhof in der Provence. Doch das Geschäft läuft nicht mehr so gut, die Bank sitzt ihr wegen eines Kredites im Nacken, und Louise zweifelt langsam daran, ob sie das alles schafft. Da fährt sie auf der Landstraße auch noch Pierre an.
Dieser verstört zunächst durch seine unverstellte, aber auch eigenbrötlerische Art. Dennoch zieht es Louise immer mehr zu dem ungewöhnlichen Pierre hin. JOST
