Sich erinnern und für die Zukunft lernen
Flüchtlinge „geflohen, vertrieben – angekommen!?“
Bad Neuenahr-Ahrweiler. Das Thema „Flüchtlinge“ macht vielen Menschen zunehmend Angst, auch bei den vornehmlich jungen Seminarteilnehmern der GaW mbH ist dieses diffuse Angstgefühl ein Thema. Diese Angst durch einen Blick in die Vergangenheit zu mindern, ist wichtiger Bestandteil der in der Niederlassung Heimersheim durchgeführten Projektwoche „geflohen, vertrieben – angekommen!?“.
Verbindendes Element war die Wanderausstellung des Volksbund Deutsche Kriegsgräberfürsorge e. V. zur Gewaltmigration im 20. und 21. Jahrhundert. Um diese Ausstellung herum gliederten sich Veranstaltungspunkte wie der Besuch der Dokumentation „Kriegsende und dann?“, in der ein sehr kompetenter Wolfgang Glückelhorn durch die Ausstellung führte und den Teilnehmer sehr detailliert die Auswirkungen vom Krieg im Ahrtal nahe erläuterte. Sehr betroffen waren die Teilnehmer von dem Umstand, dass nicht zur Arbeit gehen den Besuch der Ordnungspolizei zur Folge hatte.
Einen anderen Blickwinkel eröffneten die Erzählungen der Ahrtaler Filmemacher Wolfgang Arends und seiner Hauptdarstellerin Klaudia Kronen von ihrem Dreh zum Film „1945 – der Krieg kommt ins Ahrtal“. In ihrem Werk stehen die verschiedenen Aspekte der Auswirkungen des Krieges und der Propaganda des Zweiten Weltkrieges im Vordergrund.
Das Planspiel „Festung Europa?!“ ermöglicht den Teilnehmer, sich in die Positionen der verschiedenen EU-Staaten in der „Flüchtlingsfrage“ zu versetzen.
Abgerundet wurde die Woche durch den Besuch der Besuch von Zeitzeugen, welche den „Großen Treck“ aus den Ostgebieten im Winter 1945/46 miterlebt hatten und von ihren Erfahrungen im Umgang mit Flüchtlingen auch in den Nachkriegsjahren berichteten. Flüchtlinge von heute erhielten durch Erzählungen der Teilnehmer der Deutschkurse der GaW eine Stimme.
